4. April 2025 in Deutschland
Laut der Familie ist der Jugendliche politisch interessiert und hat gleichzeitig sogar über eine Priesterberufung nachgedacht.
Passau (kath.net)
Im Bistum Passau wurde ein Oberministrant aus dem Dienst entlassen, nachdem dieser sich mit einem umstrittenen AfD-Politiker fotografieren hatte lassen. Dies berichtet die PNP.
Die Familie des Ministranten hat jetzt in einem offenen Brief das Verhalten des Pfarrers aus dem Landkreis Regen kritisiert. Laut der Familie sei der Jugendliche "politisch recht interessiert" und "Ministrant mit Leib und Seele". Er habe sich über mehrere Parteien informiert und auch verschiedene Wahlveranstaltungen besucht, darunter auch eine der AfD. Bei der ist das Foto entstanden und später auf Whatsapp in seinem Status veröffentlicht worden.
Laut der Familie soll dann der Pfarrer mit dem Jugendlichen ein "Gespräch" gesucht haben. Dies sei ein "Verhör" gewesen, der Ministrant soll vom Pfarrer als "Nazi" bezeichnet worden sein. Der Pfarrer soll ihn dann als "Oberministrant" entpflichtet haben.
Ihr Sohn sei laut der Familie darüber "am Boden zerstört". Er fühle sich massiv ungerecht behandelt und verunglimpft.
Bei einem späteren Gespräch auf Bistums-Ebene zwischen den Eltern und dem Pfarrer wurde dem Jugendlichen, der seit neun Jahren Ministrant ist, eine Rückkehr angeboten. Bis jetzt hatte er aber dies nicht angenommen.
Laut der Familie hatte der Ministrant, der aktiver Wallfahrer ist, sogar über eine Berufung als Priester nachgedacht.
Ihre drei Kinder seien alle "konservativ, religiös und weltoffen erzogen". "Seit Ende Januar ist die Welt unseres Sohnes und auch die unserer Familie aus den Fugen geraten“, schreibt die Familie weiter in dem Brief.
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