Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs

27. Jänner 2026 in Deutschland


Der emeritierte Papst sei in seinen letzten Lebensjahren sehr skeptisch hinsichtlich der Entwicklung der Kirche in Deutschland gewesen, schreibt die italienische Zeitung unter Berufung auf Quellen im Vatikan.


Rom (kath.net/jg)
Die italienische Zeitung Il Giornale berichtet von einer bis jetzt unbekannten Episode im Zusammenhang mit dem deutschen „Synodalen Weg“. Laut Bericht der Zeitung hat sich Papst Benedikt XVI. im Jahr 2021 bei Erzbischof Reinhard Marx, seinem damaligen Nachfolger als Erzbischof von München und Freising, gemeldet. Marx war 2019 als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz (DBK) wesentlich am Zustandekommen des „Synodalen Wegs“ beteiligt. 

Benedikt XVI. drückte gegenüber Marx seine „große Besorgnis“ über den „Synodalen Weg“ in Deutschland aus. Laut vatikanischen Quellen sei der emeritierte Papst in seinen letzten Lebensjahren sehr skeptisch gegenüber der Entwicklung der Kirche in Deutschland gewesen. Benedikt XVI. habe befürchtet, dass „dieser Weg Schaden anrichten und schlecht enden wird, wenn er nicht gestoppt wird“, berichtet Il Giornale.

Marx sei auf Benedikts Appell nicht eingegangen, schreibt die Zeitung weiter. 

Nun liege der Ball bei Papst Leo XIV. Dieser teile die Bedenken von Benedikt XVI., schreibt Il Giornale. Sollte er nicht die Kraft haben, „Nein zu dem Projekt der Synodalkonferenz zu sagen, besteht die Gefahr, dass die deutsche Lawine für die Weltkirche zu einer Lawine namens Schisma wird“, warnt die Zeitung.

 


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