
23. Jänner 2026 in Weltkirche
Medienberichte über angebliche Verweigerung einer Papstaudienz für Frankreichs Präsident Macron haben für Wirbel gesorgt - Vatikansprecher Matteo Bruni dementiert Bericht
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat einen Medienbericht dementiert, wonach Papst Leo XIV. Frankreichs Präsident Emanuel Macron eine Audienz verweigert habe. Vatikansprecher Matteo Bruni teilte der Nachrichtenagentur Kathpress am Donnerstag auf Anfrage mit, dass es die von einigen Medien dem Vatikan-Archivar Giovanni Cesare Pagazzi (60) zugeschriebenen Äußerungen zu diesem Thema, nicht gegeben habe. Medien hatten unter Berufung auf Pagazzi sowie auf anonyme Quellen im vatikanischen Staatssekretariat berichtet, Leo XIV. habe persönlich angeordnet, Macron eine Audienz im Vatikan zu verweigern.
Bruni fügte hinzu, dass die Behauptung über einen Account via Kurznachrichtendienst "X" verbreitet worden sei, der nach seinen Informationen in der Vergangenheit bereits falsche Behauptungen über die frühere französische Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Florence Mangin, veröffentlicht habe.
Aus Vatikan-Kreisen hieß es zudem, es sei für Päpste gar nicht vorstellbar, das Audienzgesuch eines Staatsoberhaupts abzulehnen. Der Heilige Stuhl weise aus Prinzip niemanden ab. In der Vergangenheit habe dies selbst für international geächtete Diktatoren gegolten.
Auch das französische Außenministerium (@francediplo) hat via Kurznachrichtendienst "X" auf den Bericht bzw. Account reagiert und die Behauptungen als falsch bezeichnet. "Ein Treffen wird gerade organisiert. Diplomatie kann vieles erreichen. Doch die Abstimmung der Termine von Papst und Präsident bleibt eines der größten Geheimnisse", heißt es dort wörtlich. Man werde von dem Treffen ein schönes Foto machen.
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