
20. Februar 2026 in Deutschland
Initiative „Neuer Anfang“: „Die Nachricht von der Berufung des Priesters … in den Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) empfanden die beiden ‚als Schlag in die Magengrube‘.“
Bonn (kath.net) Die Initiative „Neuer Anfang“ stellt äußerst unbequeme Fragen über ein Mitglied des Betroffenenbeirats der Deutschen Bischofskonferenz. „Kann das sein? Ein deutscher Priester unterhält als Subregens eines Priesterseminars sexuelle Beziehungen zu Untergebenen, die er ausbildet, und wird dennoch in den Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählt?“ So liest man schon im Untertitel des „Neuer Anfang“-Beitrags von Matthias Grünewald mit dem Titel: „Berufung von Wolfgang F. Rothe in den Betroffenenbeirat der DBK: Zwei Betroffene blitzen mit ihrem Protest ab“. Die beiden Missbrauchsopfer Bernhard Meuser (Link) und Gabriel Weiten, beides renommierte Theologen, hatten ihren Protest gegen diese Berufung in den DBK-Betroffenenbeirat der DBK in internen Schreiben bekannt gemacht. Meuser und Weiten waren in ihrer Jugend Missbrauchsopfer anderer Priester gewesen und sind dadurch für das Thema besonders sensibilisiert.
Der Beitrag schließt mit den Worten: „Niemand zeigt sich alarmiert oder äußert wenigstens ein Bedauern, niemand sieht sich verantwortlich für die Entsendung und den Verbleib einer Person im Betroffenenbeirat, bei dem gerichtlich in den höchsten Instanzen (OHG, EGMR) Sex mit Untergebenen festgestellt wurde – weder der amtierende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, noch die DBK-Kommission mit Auswahlgremium, noch der Betroffenenbeirat. Welcher Institution ist nun eine redliche Aufarbeitung des Missbrauchs-Skandals zuzutrauen? Bei wem dürfen Missbrauchs-Betroffene Vertrauen schöpfen für eine aufrichtige, unabhängige Aufklärung?“
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