
27. Februar 2026 in Deutschland
Alexander Kissler kritisiert auf "NIUS" die "politische Moral" der deutschen Kirchen. Anstatt die Menschen zur Umkehr zu Gott und zur Pflege des Gebetslebens aufzurufen, werde „äußere Betriebsamkeit für linke Zwecke“ eingefordert
Berlin (kath.net/rn) Zum Beginn der Fastenzeit sorgt ein pointierter Kommentar des katholischen Journalisten Dr. Alexander Kissler (NIUS) für Diskussionen. Der bekannte Journalist wirft den großen Kirchen vor, die vorösterliche Bußzeit für politische Zwecke zu missbrauchen, anstatt den Gläubigen Raum für die eigentliche geistliche Einkehr zu bieten. In seinem Beitrag „Kissler Kompakt“ plädiert der Publizist für ein radikales „politisches Fasten“. Die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Karsamstag seien eigentlich dafür gedacht, dass Christen sich in jenen Dingen einschränken, die ihnen im Alltag unverzichtbar erscheinen.
Da die „Kirchensteuerkirchen“ jedoch nichts so sehr liebten wie das Politisieren, wäre laut Kissler eine „politische Enthaltsamkeit“ das einzig wahre Bußwerk. Kisslers Kritik zielt vor allem auf die Inhalte aktueller Hirtenbriefe und kirchlicher Veranstaltungen ab. Er beobachtet eine zunehmende Tendenz, das Evangelium auf die „kleine Münze der politischen Moral“ herunterzubrechen. Anstatt die Menschen zur Umkehr zu Gott und zur Pflege des Gebetslebens aufzurufen, werde „äußere Betriebsamkeit für linke Zwecke“ eingefordert.
Herr Feige, linker katholischer Bischof in Magdeburg, schreibt in seinem Hirtenbrief vor Ostern, in dem er mit Verweis auf die "Hitler-Diktatur" vor der AfD warnt: "Man könnte auch sagen: 'Gemeinnutz geht vor Eigennutz'." Bekommt er nun Besuch vom Staatsanwalt? Die Parole haben… pic.twitter.com/FyaYwdgkG9
— Alexander Kissler (@DrKissler) February 26, 2026
Für die Kirchen wäre ein politisches Fasten angebracht. Die vorösterliche Bußzeit wäre ideal. Schließlich sollen Christen an den 40 Tagen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag sich in jenen Dingen einschränken, die ihnen sonst unverzichtbar erscheinen.
— NIUS (@niusde_) February 26, 2026
Da die… pic.twitter.com/qHfVXUWg7s
© 2026 www.kath.net