
9. März 2026 in Deutschland
Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) möchte einen konfessionelle Religionsunterricht durch das neue Fach „Christliche Religion“ ersetzt. Dabei soll es um Klima, sexuelle Orientierung und Einblicke in die Scharia gehen.
Hannover (kath.net/gem/rn)
Niedersachsen steht vor einer unfassbaren Zäsur in der Schullandschaft. Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) hat Pläne für ein bundesweit einmaliges Modell vorgestellt: Ab dem kommenden Sommer soll der konfessionelle Religionsunterricht durch das neue Fach „Christliche Religion“ ersetzt werden. Doch der nun präsentierte Lehrplan sorgt bereits vor dem Start für Diskussionen über die inhaltliche Gewichtung. Das neue Fach ist als ökumenisches Modell konzipiert, das Katholiken und Protestanten gemeinsam unterrichtet. Neben christlichen Inhalten sollen vermehrt auch andere Themen im Vordergrund stehen, die mit Religion nicht viel zu tun haben. Von den insgesamt rund 130 verbindlichen Themen für die Klassenstufen fünf bis zehn entfallen lediglich fünf direkt auf die Person Jesus Christus. So sollen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Klima/Umwelt), sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sowie Einblicke in die Scharia des Islam oder buddhistische Meditationspraktiken am Programm stehen.
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