
26. April 2026 in Prolife
Salzburger Erzbischof in Grußbotschaft Teilnehmende des "Marschs fürs Leben": "Weg der Kirche führt zu jenen, die leiden und verzweifeln, die keine Hoffnung mehr haben".
Salzburg (kath.net/ KAP)
Das klare Bekenntnis der Kirche zum Leben ist dem Salzburger Erzbischof Franz Lackner zufolge "im gesamtgesellschaftlichen Diskurs heute unersetzlich". Die Stimme der Kirche vereine sich in diesem Bekenntnis mit all jenen auch außerhalb der Kirche, die sich für den Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Ende einsetzen, "die widersprechen müssen und wollen", unterstrich Lackner in einem Grußwort an die Teilnehmenden des heurigen "Marschs fürs Leben" am Samstag in Salzburg.
Zugleich mahnte der Bischof vor einem verengten Blick: "Unser Weg als Kirche führt gerade zu jenen, die leiden und verzweifeln, die keine Hoffnung mehr haben." In dem Maße, in dem sich die Kirche für das Leben einsetze, müsse sie sich auch für ein "lebensfreundliches Miteinander in Würde und Gerechtigkeit" einbringen.
Man stehe heute einer Welt gegenüber, "in der Anfang wie Ende des Lebens zunehmend aus einer Perspektive rein menschlicher Machbarkeit betrachtet" würden. Diese Welt werde immer "kälter", indem sie etwa auch zunehmend "den Tod aus eigener Hand als Zeichen vermeintlicher höchster Freiheit und Selbstbestimmung" postuliere und das "Urpersönliche" zugleich gesellschaftlich "zur Formalie degradiert" werde. "Wenn nun Anfang und Ende des Lebens dermaßen kontrolliert werden, wird das Dazwischen genauso darunter leiden", führte Lackner aus. "Die Kirche wird einer solchen rein immanenten Betrachtung des Lebens immer entschieden widersprechen und dagegenhalten."
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Foto: (C) Paul Wuthe
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