„Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium

22. Mai 2026 in Deutschland


Ausgerechnet in der bekannten niederrheinischen Wallfahrtsstadt Kevelaer sorgt ein bizarrer Vorfall am dortigen Kardinal-von-Galen-Gymnasium für massive Empörung:


Kevelaer (kath.net/gem/rn) Ausgerechnet in der bekannten niederrheinischen Wallfahrtsstadt Kevelaer sorgt ein bizarrer Vorfall an einer Schule für massive Empörung. Am dortigen Kardinal-von-Galen-Gymnasium wurden 13- bis 15-jährigen Schülern der achten Klasse im Sexualkundeunterricht Arbeitsblätter ausgeteilt, auf denen sie einen „Puff für alle“ entwerfen und zeichnen sollten. Der Fall schlägt nach Medienberichten inzwischen hohe Wellen.

 Die Achtklässler sollten unter anderem schriftlich erarbeiten, welche „Fähig- und Fertigkeiten“ Menschen in einem Bordell benötigen, wie ein solches Etablissement gestaltet sein müsste und „welche sexuellen Vorlieben in den Räumen wie bedient und angesprochen werden“ müssen. Ziel der Aufgabe war es laut den Arbeitsblättern, einen modernisierten „Puff für alle bzw. ein Freudenhaus der sexuellen Lebenslust“ zu konzipieren. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hatte die entsprechenden Unterrichtsmaterialien sogar in einem Video auf der Social-Media-Plattform Instagram verbreitet.

Angesichts der scharfen Kritik versuchte die Schulleiterin des Gymnasiums, Christina Diehr, das hochgradig umstrittene Unterrichtsmaterial zu rechtfertigen. Gegenüber den Medien erklärte sie, die Aufgaben seien „bewusst irritativ“ angelegt gewesen, um im Unterricht „Diskussionen anzuregen“.  Das Material solle angeblich auf gesellschaftliche Entwicklungen wie die „Vielfalt von Lebensmodellen und Geschlechterrollen“ reagieren. Zudem wolle man die Jugendliche auf die starke Nutzung von Social-Media-Kanälen und die dort lauernden Inhalte vorbereiten.


Kevelaer gilt als einer der wichtigsten und bekanntesten katholischen Wallfahrtsorte Deutschlands, an dem seit Jahrhunderten die Gottesmutter als „Trösterin der Betrübten“ verehrt wird. Zudem ist das Gymnasium ausgerechnet nach dem seligen Kardinal Clemens August Graf von Galen benannt – dem legendären „Löwen von Münster“, der in der Zeit des Nationalsozialismus für seinen unerschrockenen, christlichen Mut und die Verteidigung der Menschenwürde weltberühmt wurde. Dass nun unter seinem Namen Minderjährige zur ideenreichen Ausgestaltung von Bordellen animiert werden, sorgt bei vielen Gläubigen und Eltern für fassungsloses Entsetzen.

 

KONTAKT:  Kardinal-von-Galen-Gymnasium Kevelaer, Christina Diehr, Schulleiterin (V.i.S.d.P), Tel.: 0 28 32 / 9 33 70, Fax: 0 28 32 / 93 37 69, christina.diehr@kvgg.schule

 

Foto: (c) Sodom und gomorra


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