Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“

23. Juni 2026 in Jugend


Große französische Sportzeitung distanziert sich von Moderatorin France Pierron nach ihren unfassbaren Aussagen zur Entscheidung des belgischen Nationalspielers Jeremy Doku, der wegen der Geburt seines Kindes auf ein WM-Spiel verzichten würde


Paris (kath.net/pl) Unfassbare Aussagen machte die französische Sportmoderatorin France Pierron zu der Ankündigung des belgischen Nationalspielers Jeremy Doku (Foto), dass er zu der Geburt seines ersten Kindes zu seiner Frau nach Hause fliegen und dafür gegebenenfalls auch auf ein WM-Spiel verzichten würde. Doku hatte zuvor gesagt: „Wenn Sie mich fragen, was ich mir wünsche, ist meine Antwort klar: Niemand möchte die Geburt seines ersten Kindes verpassen.“

Pierron hatte diese Entscheidung in der TV-Sendung „L'Équipe de choc“ mit folgenden Worten kommentiert: „Du hast die Chance, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen - es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden ... und du willst all das sausen lassen, um bei der Geburt deines Kindes dabei zu sein – einem widerlichen Moment, verzeihen Sie, in dem der Vater völlig nutzlos ist ...“. Diese Wertung Pierrons zog heftige Kritik in den sozialen Netzwerken nach sich. 

Die Sportzeitung L´Équipe hat sich am Sonntag von diesen Äußerungen distanziert. Die Aussagen würden „den L´Èquipe-Werten in hohem Maße“ widersprechen, teilte die Redaktion mit. Man entschuldige sich beim betroffenen Fußballspieler sowie dem gesamten Publikum. Möglicherweise wurde Pierron für ihre Aussagen inzwischen vorläufig suspendiert, denn sie hat ihre Sendung seither nicht mehr moderiert. Pierron hat sich inzwischen auf X für ihre Äußerung entschuldigt. L´Équipe kritisierte gleichzeitig auch den Shitstorm und die verbalen Angriffe, die Pierron nach ihren Äußerungen abbekommen hatte: „Keine Meinungsverschiedenheit kann ein solches Verhalten rechtfertigen.“

Doku selbst war inzwischen tatsächlich vom Trainingslager der Belgischen Nationalmannschaft in den USA aus nach London geflogen und war bei der Geburt seines Sohnes „Praise“ dabei.

Archivfoto: Nationalspieler Jeremy Doku 2026 (c) Wikipedia/CC BY-SA 4.0/Bryan Berlin

 


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