USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime

29. August 2026 in Weltkirche


In den USA breiten sich „Rosenkranz-Teams“ aus: Sie beten mit Menschen in Altersheimen und Seniorenwohnheimanlagen


Washington D. C. (kath.net / pk) In jedem Pflegeheim in den USA braucht es ein „Rosary Team“. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich die Palliativpflegerin Teresa Rodriguez gesetzt, die in Denver die „Rosary Teams“ startete und auch leitet. „Was in der Erzdiözese Denver als einzelnes Rosenkranz-Team begann, das sich um ältere Menschen vor Ort kümmerte, hat sich zu einem landesweiten Dienst entwickelt, der Rosenkranz-Teams in Seniorenwohnanlagen in den gesamten Vereinigten Staaten aufbaut und unterstützt“, sagte sie in der Zeitung „Denver Catholic“, wie „Aleteia“ berichtet.

Das „Rosary Team“ ist eine gemeinnützige Organisation, die Teams aus Freiwilligen aufbaut, welche ältere Menschen in Einrichtungen für betreutes Wohnen, Pflege und selbstständiges Wohnen betreuen. Diese Freiwilligen besuchen wöchentlich zur gleichen Zeit dieselben Pflegeheime und üben damit ein Werk der Barmherzigkeit aus, indem sie Kranke und Sterbende besuchen. Doch ihre geistliche Begleitung bringt den Menschen in ihren letzten Lebensjahren auch die kraftvolle Liebe Christi näher. Heute engagieren sich mehr als 300 Rosenkranz-Teams (etwa 850 Freiwillige) für Senioren in 35 Bundesstaaten und beten jedes Jahr mehr als 120.000 Rosenkränze.

Die Wirkung der Mission eines Rosenkranz-Teams wird von den Bewohnern bestätigt, die berichten, dass das Rosenkranzgebet „der Höhepunkt ihrer Woche“ sei, sagte Rodriquez gegenüber Aleteia. Auch Familienangehörige äußerten ihre Dankbarkeit, „weil sie wissen, dass ihre Angehörigen die Möglichkeit haben, in Gemeinschaft zu beten“; das Personal des Pflegeheims beobachte, „dass der Rosenkranz den Bewohnern Frieden, Freundschaft und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl schenkt“.

„Den Senioren wird dadurch bewusst gemacht, dass sie durch das Gebet für andere weiterhin eine sinnvolle Aufgabe und Bestimmung haben“, erklärte Rodriguez. Die wöchentliche Zeit des gezielten Gebets gibt ihnen die Gelegenheit, ihre persönlichen Anliegen vor Gott zu bringen, aber auch für die Nöte anderer einzutreten.

Der Rosenkranz gibt Senioren die Möglichkeit, eine „Berufung zum Gebet“ zu leben … und erinnert sie daran, dass sie nach wie vor eine wichtige Rolle im Leben der Kirche und der Welt spielen“, betonte Rodriguez.  Wenn sich Freiwillige und Senioren versammeln, um über das Evangelium nachzudenken und Christus näherzukommen, sprechen sie Gebete für ihre Familien, ihre Gemeinden und unsere Welt.

Eine Bewohnerin aus Colorado, Jamie, drückte den Freiwilligen des Rosenkranz-Teams ihre Dankbarkeit aus: „Ihr habt mein Leben verändert, und ich fühle mich wie ein besserer Mensch und gehe besser mit anderen um. Ich liebe euch alle so sehr.“ Ein Freiwilliger des Rosenkranz-Teams, Ken Stangland, berichtete von folgendem Erlebnis: „Letzte Woche ergriff eine der Bewohnerinnen meine Hand, als wir gingen, und sagte mir, dies sei der Höhepunkt ihrer Woche gewesen. Meiner auch.“

Einige der Menschen, denen durch dieses Gebetsapostolat geholfen wird, finden durch die Beziehungen, die zu den Freiwilligen entstehen, wieder in die Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zurück. Da die Teilnehmer an der wöchentlichen Gebetsstunde nicht katholisch sein müssen, sind Bekehrungen eine weitere Frucht des engagierten Einsatzes des Rosenkranz-Teams.

Warren, der in einer Einrichtung in Boulder, Colorado, lebte, wuchs methodistisch auf und kam im Alter von sechs Jahren durch Nachbarn zum ersten Mal mit dem Katholizismus in Berührung. Sieben Jahrzehnte später wurde der in seiner Jugend gesäte Same von einem Rosenkranzteam gepflegt und trug Früchte in Form seiner Aufnahme in die katholische Kirche. Wie durch eine Fügung des Schicksals ereigneten sich diese Ereignisse nur wenige Wochen vor Warrens Tod.

Rodriguez hofft, bis Ende 2026 insgesamt 1.000 Freiwillige zu gewinnen, „damit wir noch mehr Senioren im ganzen Land helfen können“. Die Freiwilligen leiten nicht einfach nur den Rosenkranz, „sie beten gemeinsam mit den Bewohnern und knüpfen dabei bedeutungsvolle Freundschaften“.

„Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass dieser Dienst in beide Richtungen wirkt“, sagte sie. „Jede Woche beten die Senioren treu für ihre Familien, ihre Gemeinden und unsere Welt. Sie erinnern uns daran, dass niemand aus Gottes Mission ausscheidet und dass das Gebet weiterhin Leben verändert.“

In den Vereinigten Staaten gibt es fast 50.000 Seniorenwohnanlagen. Rodriguez bekräftigt diese kühne Vision und ist überzeugt, dass „Gott viele Menschen dazu beruft, daran mitzuwirken“. Jeder Freiwillige, jeder Spender und jeder Einkauf im „Rosary Team Shop“ trägt dazu bei, den Rosenkranz und die kraftvolle Liebe Christi in eine weitere Gemeinschaft zu bringen.

Zum Angebot gehören handgefertigte Rosenkränze aus Edelsteinen, Holz und Kunstglas sowie Unikate und „liebevoll restaurierte Vintage-Rosenkränze“. Außerdem werden originale sakrale Kunstwerke – vor allem Darstellungen zu den Geheimnissen des Rosenkranzes – sowie Geschenkkarten für spirituelle Blumensträuße, Taschen, Geschenke und Bekleidung angeboten.


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