
13. August 2026 in Jugend
Beim Catholic Summer Festival tauchen über 1.000 junge Menschen in den Sound of God - Ein Bericht von Julia Denzel
Pfaffenhofen/Marienfried (kath.net) „Ich bin davon überzeugt: Jesus wird hier jedem begegnen, der eine Offenheit mitbringt. Jemandem, der noch nie hier war, würde ich einfach sagen: Probier‘s doch mal aus“, (Laura, 19 aus Pfaffenhofen)
Von Donnerstag bis Sonntag fand in Marienfried das größte katholische Jugendfestival Deutschlands statt, organisiert von der Jugendbewegung JUGEND 2000.
Eine Woche lang bauten die über 200 ehrenamtlichen Helfer eine Zeltstadt auf, die zum Ziel von jungen Menschen aus ganz Deutschland wurde. Bis von Hamburg reisten die Teilnehmer an, um in vier Tagen einzutauchen in ein Motto, das zum Kern des Glaubens führen sollte – zum Herzen Gottes.
Der „Sound of God“ zog sich während dieser Tage nicht nur durch Talks, Workshops, Austausch in Small Groups oder Party am Abend. Er erfüllte die gesamte Atmosphäre und die begeisterten Teilnehmer erfuhren ihn auf unterschiedlichste Art und Weise:
„Bei der Beichte wurde ich in einem Bereich meines Lebens geheilt, der mich schon lang beschäftigt hat. Ich war danach richtig befreit“ (Steffi 19, aus Pfaffenhofen)
„Ich habe mich hier wie in einer Familie gefühlt, in der ich Zuhause bin. Ich bin zum ersten Mal und allein da. Egal wem ich begegnet bin, jeder hat Hallo gesagt und einen angelächelt. Ob in der Kleingruppe, bei den Workshops oder in der stillen Anbetung – ich habe hier überall den Sound of God erlebt. Diesen Spirit möchte ich mit nach Hause nehmen und weitergeben.“ (Torben, 21 aus Darmstadt)
Auch Nasandratra, 29, die vor vier Jahren aus Madagaskar nach Deutschland gekommen ist, ist zum ersten Mal und allein nach Marienfried gekommen. „Ich habe viele Leute kennengelernt, die täglichen Small Groups haben mir dabei sehr geholfen. Wir haben uns auch spontan zusätzlich immer zum gemeinsamen Essen verabredet. Ich habe erkannt, dass meine Gedanken, die ich in schweren Situationen habe, allein und hilflos zu sein, eine Lüge sind. Jesus ist immer noch da und er kann mich immer unterstützen und führen.“
Zu den Redner im Hauptprogramm zählten in diesem Jahr Tini Brüning (K-TV), P. Klaus Einsle LC (Regnum Christi), P. Benedikt Eble CP (Passionisten München) und Sophia Mörtenhuber (Loretto Graz). Auch Weihbischof Florian Wörner sprach in seinem Pontifikalamt zu den Festivalbesuchern. Das Ziel des Mottos war es, junge Menschen zu fördern, Gottes Stimme kennenzulernen und sie im eigenen Leben wahrzunehmen. Sie sollen entdecken, dass Gott auch heute spricht – auf unterschiedliche Weise und mitten im Alltag.
Dadurch soll eine lebendige Beziehung zu ihm entstehen und weiterwachsen dürfen – eine Beziehung, die ihrem Leben ein starkes und gesundes Fundament gibt, ihnen Sicherheit und Orientierung schenkt und sie tief in ihrer wahren Identität in Gott verankert, der sie führt, formt und an ihrer Seite mit durch das Abenteuer des Lebens geht.
„Ich kann wirklich sagen, dass ich hier Gottes Stimme vernommen haben. Ich wurde hier auf neue Gedanken und Wege gebracht, Gottes Stimme zu hören und zu erfahren. Ich habe hier, ob in Impulsen oder Vorträgen, Sätze vernommen, die total in meine Situation passen und mir sehr präsent sind.“ (Sebastian 27 aus Lindau)
Von schönen Fügungen berichtet auch P. Valentin Gögele LC, Priester des Regnum Christi. „Meine besten Gespräche hatte ich während der Essenszeiten. Hier ergaben sich tiefe und schöne Gespräche mit vielen jungen Menschen, die sich sehr geöffnet und in unterschiedlichsten Themen um Rat gefragt haben. Einmal saß mir zufällig auch eine junge Frau aus China gegenüber, die von Freunden mitgebracht wurde, nicht getauft ist und überlegt, welche Konfession sie annehmen möchte. Es ist für mich als Priester und als Gläubiger total bestärkend und bestätigend zu sehen, dass Jesus heute so deutlich wirkt bei der Jugend. Ich selbst war vor 30 Jahren als junger Mensch auf einem Festival, wurde berührt und habe dadurch nach und nach meine Berufung gefunden. Hier wird für mich deutlich, dass der Heilige Geist lebendig ist. Die freudigen Gesichter, die man überall sieht, geben Zeugnis davon. Zu meinen Highlights zählt das Beichthören. Hier darf ich als Priester sehen, wie die Glaubensbotschaft bei den Teilnehmern ihren Zugang findet und in ihren Herzen angenommen wird, sodass sie ihr Leben neu mit Jesus ausrichten wollen. Es ist schön, hier einfach Hirte sein zu dürfen.“
Das Catholic Summer Festival, das früher unter dem Titel „International Prayerfestival“ bekannt war, fand 2003 erstmalig statt. Was es besonders macht, ist die eucharistische Anbetung, die hier dauerhaft im Zentrum ist. Die JUGEND 2000 sieht ihre Vision darin, „die Jugend der Welt um die Eucharistie zu versammeln“.
Zahlreiche Teilnehmer berichten, dass genau hier bei den gestalteten eucharistischen Gebetsabenden ihr besonderer Moment des Festivals war. „Hier in der Eucharistie kann ich Gott begegnen. Beim Abend mit dem eucharistischen Einzelsegen und anschließenden Lobpreis war ich sehr berührt, wie wir alle einzeln unseren ganz persönlichen Moment mit Gott haben dürfen und danach in Gemeinschaft und Freude ihn preisen. So stelle ich mir den Himmel vor.“ (Michaela, 23 aus Pforzheim)
Raphaela, 27 aus München kam erst am späten Samstagnachmittag dazu. „Es hat sich absolut gelohnt zu kommen, alleine schon wegen dem Samstagabend. Man kann hier sehen, wie groß Gott ist. So viele junge Menschen strahlen und sind begeistert. Ich hatte das Gefühl, die ganze Atmosphäre war so bereit für eine Gottesbegegnung. Auch die Hl. Messen habe ich erlebt als ein Highlight übersprudelnder Freude.“
Am letzten Abend des Festivals durfte diese Freude noch einmal durchsteigen. Die mittlerweile schon bekannte „Priestband“ aus den Reihen der JUGEND 2000-Priester brachte buchstäblich das Chillout Zelt zum Beben.
„Gottes Stimme ist meist im leisen Säuseln“ wie es im Lesungstext der Abschlussmesse passend zum Motto des Festivals passte. Wenn ihn Menschen vernehmen und ihr Herz dafür öffnen, bahnt sich neue Freiheit, Frieden und vor allem Freude ihren Weg. Diese war beim Festival deutlich hörbar. Ihren persönlichen Sound of God beschrieben die Teilnehmer für sich in ganz unterschiedlichen einzigartigen Erlebnissen, wie Ruhe, Freiheit, Angenommensein oder einfach die Präsenz Gottes im eigenen Herzen. „Jesus lebt – ein Ja zu ihm verändert alles“ bezeugte David Benkner bei seinem Zeugnis mit seiner Lebensgeschichte.
Auf die Frage, welches Wort aus ihrer Sicht das Catholic Summer Festival am besten beschreiben würde, lautet Raphaelas Antwort: „Transforming Encounter. Hier erfahre ich den liebenden Blick Gottes, der mich ganz erkennt. Diese Begegnung verändert tatsächlich alles.“
Die JUGEND 2000 ist eine katholische Bewegung junger Erwachsener. Mit vielfältigen und ansprechenden Formaten möchte sie jungen Menschen Räume eröffnen, in denen sie Gott persönlich begegnen und in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus wachsen können. Eindrücke vom Festival gibt es auf dem Instagram-Kanal der JUGEND 2000: @jugend2000 und über den YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@Jugend2000TV/streams
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