Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren

25. August 2026 in Weltkirche


Die beiden wichtigsten Faktoren sind die sinkende Zahl an Geburten und die zunehmende Säkularisierung.


Dublin (kath.net/jg)
In Irland (Republik Irland und Nordirland) ist die Zahl der katholischen Taufen in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Recherche des Iona Institute. Die beiden wichtigsten Faktoren für diese Entwicklung sind die sinkende Zahl an Geburten und die Säkularisierung. 

Nach Angaben des Iona Institute ist der Geburtenrückgang zu 60 Prozent für die sinkende Zahl an Taufen verantwortlich. In den letzten zehn Jahren sind die Geburten um 18,8 Prozent zurückgegangen, um 17,9 Prozent in der Republik Irland und um 21,3 Prozent in Nordirland.

2016 waren 78,3 Prozent der Null- bis Vierjährigen Kinder katholisch, 9,2 Prozent gehörten keiner Religionsgemeinschaft an. 2022 waren nur mehr 65,4 Prozent der Null- bis Vierjährigen katholisch, 15,6 Prozent gehörten keiner Religionsgemeinschaft an. Bei den Müttern ist die Entwicklung ähnlich. 2022 bezeichneten sich 67,9 Prozent der Mütter als katholisch, 15,7 Prozent gaben an, keiner Religion anzugehören.

Innerhalb Irlands sind deutliche regionale Unterschiede festzustellen. Die Erzdiözese Dublin hatte in den letzten zehn Jahren bei der Zahl der katholischen Taufen einen Rückgang um 40 Prozent zu verzeichnen. In der Diözese Kerry im Südwesten Irlands betrug der Wert 22,3 Prozent. Die Geburtenrate ist in Dublin stärker gefallen als im Durchschnitt Irlands. Die Stadt ist auch säkularer als Irland insgesamt. Ähnlich ist die Situation im Raum Belfast.

 


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