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Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

18. Februar 2026 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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„Milliarden-Beitragssystem, das zu einem Rundfunk führt, in dem manipulative bzw. manipulierte Berichterstattung offenbar schon so verbreitet ist, dass es nicht einmal bei den Verantwortlichen ein Störgefühl auslöst, können wir uns … nicht leisten.“


Berlin (kath.net) „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben. Ein Milliarden-Beitragssystem, das zu einem Rundfunk führt, in dem manipulative bzw. manipulierte Berichterstattung offenbar schon so verbreitet ist, dass es nicht einmal bei den Verantwortlichen ein Störgefühl auslöst, können wir uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten.“ Das schreibt Wolfgang Kubicki (Link) auf X. Kubicki war von 2017 bis 2025 Bundestagsvizepräsident gewesen und ist weiterhin stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender. 

Kubicki bezieht sich auf eine ZDF heute journal-Sendung vom 15.2.2026, moderiert von Dunya Hayali. Als erstes hat „Nius“ darauf hingewiesen, dass im Beitrag über Einsätze von ICE-Truppen in den USA „ein mit künstlicher Intelligenz erstelltes Video … der zentrale Beleg dafür sein“ sollte, „dass ICE-Truppen auch Eltern vor ihren Kindern abführen würden. Dabei fällt selbst Laien auf, dass das im ZDF heute-journal gezeigte Video ein Wasserzeichen des Videogenerators ‚Sora‘ trägt und viele weitere Indizien darauf hinweisen, dass es sich beim Video um eine KI-generierte Fälschung handelt.“ (Link zum Nius-Beitrag).


Nius berichtet, dass das ZDF inzwischen mit zwei Erklärungen auf die Kritik reagiert habe: In der ersten Erklärung sagte nach Darstellung von Nius ein Sprecher, im Beitrag „über die ICE-Einsätze in New York hätten KI-generierte Bilder gekennzeichnet werden müssen. Diese Kennzeichnung wurde bei der Überspielung des Beitrags aus technischen Gründen nicht übertragen“. Nius notiert eigens: „Eine Korrektur oder eine Richtigstellung in der heute-journal-Sendung am Tag darauf erfolgte nicht.“

In einer zweiten Erklärung teilte ein Sprecher, so Nius, mit: „Der Beitrag zeigt, dass sowohl mit echten als auch mit KI-generierten Bildern ein Klima der Angst erzeugt wird. Wir bedauern, dass dabei nicht deutlich genug wurde, welche Bilder real sind und welche nicht.“

Bereits am Tag nach der ZDF-Sendung hatte Kubicki mit einem ersten Tweet festgestellt: „Eine Sendung, die mit falschem, KI-generiertem Bildmaterial arbeitet, sollte sich eigentlich nicht mehr ‚Nachrichtensendung‘ nennen dürfen. Das ZDF hat gestern 3,6 Millionen Zuschauer in die Irre geführt. Es ist ein Medienskandal, der uns noch lange beschäftigen wird.“

Kubicki legte am 17. Februar in einem zweiten Tweet nach. Er kritisiert, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk „weder die Kraft noch den Willen zur Reform“ habe. Deshalb seien „die Gesetzgeber, die seine Errichtung in der jetzigen Form und Dysfunktionalität zu verantworten haben“, nun „zum Handeln aufgefordert“.

Konkret schlägt Kubicki zu einer Rundfunkreform vor: „Die Länder sollten im ersten Schritt die Rundfunkverträge kündigen und erst dann über die Ausgestaltung eines modernen, bürgernahen, transparenten und ausgewogenen öffentlich-rechtlichen Rundfunks verhandeln. Andernfalls wird niemals der für echte Reformen notwendige politische Handlungs- und Rechtfertigungsdruck entstehen.“
Foto Wolfgang Kubicki (c) Wolfgang Kubicki/Tobias Koch


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