
Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'vor 1 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Eine katholische Professorin erklärt bei einer CNN-Diskussionsveranstaltung dem protestantischen Theologiestudenten James Talarico und Demokraten-Kandidat für den US-Senat, was die Bibel wirklich zum Thema Abtreibung sagt
Austin (kath.net/gem/rn)
Der demokratische Senatskandidat für Texas, James Talarico, ist bei einer TV-Bürgerversammlung (Town Hall) des US-Senders CNN von einer katholischen Wählerin deutlich korrigiert worden. Talarico, der laut eigenen Angaben selbst Theologie am Austin Presbyterian Theological Seminary studiert, hatte zuvor behauptet, die Bibel beziehe keine Stellung zum Thema Abtreibung.
Talarico versuchte bei einer Veranstaltung von CNN die Wählerin Jody Hunt – die sich selbst als Wählerin beschrieb, für die der Lebensschutz das entscheidende Kriterium ist – davon zu überzeugen, dass eine Abtreibungsbefürwortung mit dem christlichen Glauben vereinbar sei. Seine Behauptung: „Die Bibel schweigt zum Thema Abtreibung.“
Die katholische Professorin ließ diese Aussage jedoch nicht gelten. Nachdem der Politiker ausgeführt hatte, dass politische Maßnahmen Abtreibungen wirksamer reduzieren könnten als Verbote, entgegnete Hunt: "Ich möchte nur hinzufügen: Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: ‚Du sollst nicht töten‘.“ Zudem betonte sie das Unverständnis vieler Gläubiger über solche Aussagen: „Als Katholiken empfinden wir es manchmal als Beleidigung, wenn das so dargestellt wird.“
Auch Talaricos Forderungen nach einer Ausweitung von Verhütungsmitteln und staatlich gelenkter Sexualerziehung stießen bei der Wählerin auf Kritik. Sie erinnerte an das katholische Grundprinzip des Elternrechts in der Erziehung: „Wir glauben, dass die Eltern die primären Erzieher unserer Kinder sind. Daher fällt es uns sehr schwer, wenn der Staat sich in die Erziehung unserer Kinder einmischt.“
Talarico verteidigte seine Haltung im Verlauf des Gesprächs weiter und erklärte, er betrachte die Abtreibung nicht als Verstoß gegen die Gebote Gottes. Wäre er davon überzeugt, dass Abtreibung Mord sei, würde er sie nicht unterstützen, so der demokratische Kandidat. Stattdessen kritisierte er die sehr gute Pro-Life-Gesetzgebung in Texas.

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