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| ![]() Norwegische katholische Bischöfe begrüßen Ablehnung der Legalisierung von Sterbehilfevor 45 Minuten in Prolife, keine Lesermeinung Bischof Hansen/Norwegische Bischofkonferenz: „Wir sind sehr froh, dass der Ausschuss ‚Nein‘ gesagt hat… Die Erfahrungen aus Ländern wie Kanada, den Niederlanden und Belgien liefern bereits schwerwiegende Gründe, von einer Legalisierung abzusehen“ Oslo (kath.net/katolsk.no/pl) Die Norwegische Bischofskonferenz begrüßt die Entscheidung des Gesundheits- und Pflegeausschusses des norwegischen Parlaments (Storting), einen Vorschlag der Liberalen Partei (Venstre) abzulehnen, die Legalisierung von Sterbehilfe in Norwegen zu prüfen. Alle im Ausschuss vertretenen Parteien – mit Ausnahme der Fortschrittspartei (Fremskrittspartiet) – sprachen sich gegen den Vorschlag aus. Diese Meldung veröffentlichte „katolsk.no“, die offizielle Website der katholischen Kirche in Norwegen. Bischof Fredrik Hansen (Oslo), der Vorsitzende der Norwegischen Bischofskonferenz, stellt dazu fest: „Wir sind sehr froh, dass der Ausschuss ‚Nein‘ gesagt hat. Wie wir bereits in unserer Stellungnahme betont haben, benötigt Norwegen keine neue staatliche Untersuchung, um die Folgen von Sterbehilfe zu verstehen. Die Erfahrungen aus Ländern wie Kanada, den Niederlanden und Belgien liefern bereits schwerwiegende Gründe, von einer Legalisierung abzusehen“, Der Vorschlag der Liberalen Partei hatte vorgesehen, dass die Regierung prüfen solle, „ob und auf welche Weise das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende in die norwegische Gesetzgebung aufgenommen werden kann“. Demgegenüber betonte Bischof Hansen, dass eine solche Untersuchung weder ein neutraler noch ein harmloser erster Schritt sei. „Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen der Untersuchung der Folgen von Sterbehilfe und der Prüfung, wie Sterbehilfe – wie von der Liberalen Partei vorgeschlagen – in die norwegische Gesetzgebung eingeführt werden könnte. Schon die Formulierung des Vorschlags bezeichnet Sterbehilfe als ein ‚Recht‘.“ Die Bischofskonferenz weist darauf hin, dass ähnliche Untersuchungen in anderen Ländern den Weg für eine Legalisierung geebnet haben und dass Rahmenbedingungen, die anfangs einen sehr begrenzten Anwendungsbereich hatten, später auf weitere Patientengruppen ausgeweitet wurden. Die menschliche Würde nimmt nicht ab, wenn wir Hilfe benötigen Bischof Erik Varden von Trondheim warnt insbesondere vor den Folgen für besonders schutzbedürftige Menschen. Wörtlich sagt er: „Wenn Sterbehilfe zu einer rechtlichen Option wird, laufen wir Gefahr, dass schwer Kranke, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sich fragen könnten, ob sie den Tod wählen sollten, um anderen nicht zur Last zu fallen. Niemand sollte jemals einem solchen Druck ausgesetzt sein. Die Menschenwürde hängt nicht von unserer Unabhängigkeit oder unserer Gesundheit ab. Der Wert eines Menschen verringert sich nicht, wenn er auf andere angewiesen ist. Dies ist das grundlegende Prinzip, das wir wahren müssen.“ Die katholischen Bischöfe argumentieren, dass Norwegen stattdessen die Palliativversorgung, die Altenpflege sowie die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen stärken sollte. „Sterbehilfe ist keine Form der Hilfe; vielmehr bedeutet sie, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen echte Unterstützung verweigert wird und sie stattdessen getötet werden. Wenn ein Mensch sagt: ‚Ich möchte sterben‘, muss unsere erste Reaktion lauten: ‚Was macht dein Leben unerträglich, und wie können wir dir helfen?‘ Wir sollten das Leben von Menschen nicht beenden, weil sie leiden. Wir sollten dieses Leid lindern und ihnen zur Seite stehen“, stellt Bischof Fredrik Hansen fest. „Der parlamentarische Ausschuss hat ein Gespür für menschliche Verantwortung bewiesen und ein besonnenes Urteilsvermögen gezeigt. Das begrüßen wir“, schließt Bischof Erik Varden. Die Norwegische Bischofskonferenz hatte bereits am 14. September 2026 in einer wichtigen Stellungnahme gewarnt: „Tür nicht für Sterbehilfe in Norwegen öffnen“. Fotos: Bischof Fredrik Hansen und Bischof Erik Varden (c) katolsk.no Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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