Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Strafanzeige nach Performance halbnackter Tänzer im Dom von Paderborn

4. Juni 2025 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Auftritt des Ensembles ‚bodytalk‘ beim Festakt zu ‚1250 Jahre Westfalen‘ hat ein juristisches Nachspiel. Ein Anwalt hat jetzt eine Strafanzeige gestellt.


Paderborn (kath.net/jg)
Rechtsanwalt Dirk Schmitz hat anlässlich des Auftritts des Ensembles „bodytalk“ beim Festakt zu den Feierlichkeiten „1250 Jahre Westfalen“ im Auftrag mehrerer Mandanten Strafanzeige erstellt. Dies berichtet der deutsche Journalist Alexander Wallasch auf seinem Blog. Dort ist die Strafanzeige im Wortlaut abrufbar.

Mitglieder des Ensembles hatten am 15. Mai halbnackt mit gerupften und in Windeln gesteckten toten Hühnern vor dem Altar des Doms getanzt. Anwesend waren unter anderen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Hendrik Wüst und den Paderborner Erzbischof Udo Bentz. (Siehe Link)


Die Kombination aus entkleideten menschlichen Körpern und toten Hühnern in Windeln im Altarbereich sei „objektiv geeignet, das religiöse Empfinden eines durchschnittlichen Gläubigen schwer zu verletzen und die Würde des Ortes erheblich zu missachten.“ Dies falle unter den Straftatbestand der Störung der Religionsausübung (§ 167 Abs. 1 Nr. 2 StG): Verübung „beschimpfenden Unfugs“ an einem Ort, der dem Gottesdienst geweiht ist.

Dass es sich dabei um „Kunst“ gehandelt habe, würde die Strafbarkeit nicht ausschließen, heißt es in der Anzeige weiter. Die Kunstfreiheit sei nicht schrankenlos, sondern trete im Konflikt mit anderen Grundrechten – hier der Religionsfreiheit – zurück, sofern ein schwerwiegender Eingriff in deren Schutzbereich erfolgt. Dies sei erfüllt, da der Auftritt in einer Kirche stattgefunden habe.

Die Strafanzeige richtet sich gegen Unbekannt, erhebt aber den Tatverdacht gegen die verantwortlichen Organisatoren der Veranstaltung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und gegen Erzbischof Bentz.

Bentz habe es als Inhaber des Hausrechts und oberste kirchliche Autorität unterlassen, seiner „Schutz- und Verhinderungspflicht“ nachzukommen. Er habe der Veranstaltung beigewohnt, sei jedoch nicht eingeschritten und habe sich auch nicht distanziert. Dies begründet nach Ansicht von Anwalt Schmitz den Anfangsverdacht einer strafbaren Unterlassung des Schutzes eines sakralen Ortes.

Als weiteren in Betracht kommende Straftatbestände führt Schmitz die Beschimpfung von Bekenntnissen an. Die Darbietung sei geeignet gewesen, den öffentlichen Frieden zu stören und das Glaubensbekenntnis der katholischen Kirch in herabwürdigender Weise zu verunglimpfen.

Sollte der Auftritt von „bodytalk“ ganz oder teilweise ohne oder gegen den Willen des Hausherrn im geweihten Altarraum erfolgt sein, würde dies unter den Straftatbestand des Hausfriedensbruches fallen, schreibt Schmitz.


© Foto: Screenshot YouTube

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Paderborn

  1. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  2. ‚Tote-Hühner‘-Tanztruppe erhält ‚Exzellenzförderung Tanz‘ des Bundeslandes NRW
  3. Kritik an Schließung von Kirchen und Pfarrheimen in zwei Paderborner Pastoralverbünden
  4. Katholischer Pfarrer schließt AfD-Funktionär von ehrenamtlicher Tätigkeit aus
  5. Marienweihe des Erzbistums Paderborn am 10. Mai 2020
  6. Bielefelder Pfarreien streichen Gottesdienste wegen Coronafall
  7. Verheerender Schmusekurs
  8. Paderborn: Keine Heimatprimiz für Priester der Petrusbruderschaft?
  9. „Man mag sich bessere Zeiten aussuchen wollen für Dienst als Priester"
  10. „Man mag sich bessere Zeiten aussuchen wollen für Dienst als Priester"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz