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Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"

vor 5 Stunden in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Kölner Erzbischof betont in Predigt zur Chrisammesse zentrale Bedeutung der Eucharistie für Priester und Kirche - Woelki gegen verbreitete Praxis sonntäglicher Wortgottesdienste mit Kommunionspendung - VIDEO dieser Predigt


Köln (kath.net/KAP/gro/red) Der deutsche Kardinal Rainer Maria Woelki hat in seiner Predigt zur Chrisammesse die zentrale Bedeutung der Eucharistie für Priester und Kirche betont. Die tägliche Feier der Messe sei "konstitutiv für unser priesterliches Sein und Wirken" und geistlich "geradezu überlebenswichtig", wandte er sich bei dem Gottesdienst am Montagabend im Kölner Dom insbesondere an die versammelten Priester der Erzdiözese Köln, die im Rahmen der Feier auch ihr Weiheversprechen erneuerten. Die Eucharistie sei Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens und nicht austauschbar.

Woelki rief die Priester seiner Erzdiözese auf, die Bedeutung der Eucharistie zu stärken und ihre zentrale Rolle für die Kirche zu bewahren. Sie bilde den unverzichtbaren Mittelpunkt des kirchlichen Lebens. Zugleich äußerte der Kardinal große Sorge darüber, dass in Kirchengemeinden am Sonntag immer häufiger Wortgottesdienste mit Kommunionspendung die Feier der Eucharistie ersetzten. "Nachdrücklich und eindringlich möchte ich daher heute erneut meine große Sorge mit Ihnen teilen, dass wir durch eine solche Praxis in der Gefahr stehen, mehr und mehr unsere katholische Identität zu verlieren", sagte Woelki.

Aus den Gemeinden höre er, dass in solchen Fällen ein Teil der Gläubigen am Sonntag zu einer Kirche fahre, wo die heilige Messe gefeiert wird. Gleichzeitig gäbe es Kirchgänger, die sagten, es genüge ihnen ohnehin, einen Wortgottesdienst mitzufeiern und sie bräuchten gar nicht mehr; wieder andere hingegen "bleiben ganz einfach weg", so der Kölner Erzbischof. Woelki weiter: "Es scheint inzwischen sogar Orte zu geben, von denen es heißt, man tue alles, um sich für die Zukunft unabhängig vom Priester zu machen, sodass man ihn und seinen Dienst nicht mehr brauche. Das, liebe Mitbrüder, ist ganz einfach nicht mehr katholisch und ich bitte Sie eindringlich, dem von Anfang an entgegenzuwirken."


Eucharistische Solidarität fördern

Woelki erinnerte an die bis in die frühe Kirche zurückreichende Tradition, wonach in einer Gemeinde am Sonntag nur eine Eucharistie als Versammlung der ganzen Gemeinschaft gefeiert wurde. "Dahinter steht die Glaubensüberzeugung, dass die Feier der Eucharistie am Sonntag der Sammlung der Gemeinde und nicht ihrer Zerstreuung dienen soll", sagte der Kardinal. Diese Tradition "situationsgerecht und pastoral verantwortet in unseren großen pastoralen Einheiten beziehungsweise Pfarreien zu erneuern und anzuwenden", könne eine "geistliche und eucharistische Erneuerung" anstoßen und die eucharistische Solidarität unter den einzelnen Gemeinden fördern.

Wichtige Zitate aus dieser Predigt:

  • „Wenn die Liturgie, wie das Zweite Vatikanische Konzil formuliert hat, der Höhepunkt ist, auf den das Tun der Kirche hingeordnet ist und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt, dann ist auch für uns Priester die Feier des Gottesdienstes der Höhepunkt, auf den all unser übriges Tun hingeordnet ist und die Quelle, aus der all unsere Kraft fließen muss.“
  • „Die Kirche empfiehlt daher besonders uns Priestern nachdrücklich die tägliche Feier der heiligen Messe.“
  • „Auch wenn nur wenige Gläubige oder sogar gar keine Gläubigen zu ihrer Mitfeier kommen sollten, ist ihre tägliche Feier für uns Priester sinnvoll und geistlich geradezu überlebenswichtig.“
  • „Die tägliche Feier der heiligen Messe ist konstitutiv für unser priesterliches Sein und Wirken.“
  • Es erfülle ihn mit großer Sorge, dass „immer häufiger am Sonntag Wortgottesfeiern – oftmals mit Austeilung der heiligen Kommunion – die Feier der Eucharistie ersetzen. Nachdrücklich und eindringlich möchte ich daher heute erneut meine große Sorge mit Ihnen teilen, dass wir durch eine solche Praxis in der Gefahr stehen, mehr und mehr unsere katholische Identität zu verlieren. Von dort, wo diese Praxis bereits geübt wird, höre ich, dass die einen Gläubigen am Sonntag dorthin fahren, wo die Hl. Messe gefeiert wird… andere dagegen bleiben ganz einfach weg. Und wieder andere sagen, es genüge ihnen ohnehin, nur einen Wortgottesdienst mitzufeiern.“„Ja, es scheint inzwischen sogar Orte zu geben, wo es heißt, man tue alles, um sich für die Zukunft unabhängig vom Priester zu machen, so dass man ihn und seinen Dienst nicht mehr brauche. Das, liebe Mitbrüder, liebe Schwestern und Brüder, ist ganz einfach nicht mehr katholisch. Und ich bitte Sie eindringlich, dem von Anfang an entgegenzuwirken.“
  • „Die Eucharistiefeier am Sonntag ist letztlich durch nichts ersetzbar und austauschbar.“

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Woelki (c) DBK/Marko Orlovic


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Lesermeinungen

 Versusdeum vor 3 Stunden 
 

Ein Wortgottesdienst ist keine Hl. Messe!

- Jesus hat seinen Aposteln nicht aufgetragen, "Tut irgendwas frommes zu meinem Gedächtnis", sonden "Tut dies". Und "dies" bedeutet v.a.
- Die Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die nur einem Apostel = Priester gegeben ist (letztes Abemdmajhl mit "den Zwölfen"). Ganz klare Übertragung göttlicher Vollmachten wie z.B. auch hier: "Empfanget den Heiligen Geist. Wem Ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen, wem Ihr sie behaltet, dem sind sie behalten")
- Die Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi. Wir stehen also buchstäblich mit Maria, Maria Magdalena und dem Apostel Johannes unter dem Kreuz
Das alles ist unendlich großes göttliches Handeln! Freuen wir uns dessen und bereiten wir unser hochzeitliches Gewand in der heiligen Beichte, damit uns diese göttliche Speise zum Segen gereiche!


1
 
 Peter2021 vor 4 Stunden 
 

Die Heilige Eucharistie ist unser wahrer Schatz auf Erden.

Der hl. Pfarrer von Ars hat gesagt, dass das Priestertum die Liebe des Herzens Jesu ist. Für den hl. Pierre Julien Eymard - bekannt als „Apostel der Heiligen Eucharistie“ - war der Priester derjenige, der das eucharistische Herz Jesu hütet und der Welt schenkt. Die hl. Mutter Teresa hat gesagt:„Ohne Priester haben wir keinen Jesus. Ohne Priester haben wir keine Absolution. Ohne Priester können wir die heilige Kommunion nicht empfangen.“

Hl. Johannes Paul II.: »Durch die eucharistische Anbetung trägt der Christ auf geheimnisvolle Weise bei zur radikalen Verwandlung der Welt und zur Aussaat des Evangeliums. Jeder, der zum Erlöser betet, zieht die ganze Welt mit ihm und erhebt sie zu Gott. Jene, die vor dem Herrn stehen, erfüllen daher einen eminent wichtigen Dienst. Sie stellen all jene hin vor Christus, die ihn nicht kennen oder weit von ihm entfernt sind: Sie halten Wache in seiner Gegenwart zu deren Gunsten.»

www.bonifatius.tv/home/pere-florian-racine-ewige-eucharistische-anbetung-folge-4_7689


2
 
 pikkuveli vor 4 Stunden 
 

Bekümmerlich

Recht hat er. Absolut. Die frühen Christen schon feierten jeden Herrentag die Eucharistie. Mit Priestern. Das Weglassen, wenn man es (vermeindlich) nicht mehr gebacken bekommt, bedeutet Untergang. Immer weniger - und der gelebte Glaube verkümmert.


1
 
 Medusa vor 4 Stunden 
 

die Prediger und die Opposition

Nichts gegen Kardinal Woelki und seine Predigt, nicht gegen Bischof Oster und seine Predigten auf seinem Youtube -Kanal, aber - sie können so oft predigen, wie sie wollen und wir uns über solche Predigten freuen, beten und Mahnwachen halten… usw., in entscheidendem Moment reden die Bischöfe wieder mit der Opposition („ZdK“, „Wir sind Kirche“, „Synodaler Weg“), wie mit Gleichgesinnten und spätestens bei der Neuwahl eines neuen Vorsitzenden der DBK wählen sie einen, der wieder die Rolle der Frau in der Kirche stärken will (egal was damit gemeint ist) und nichts gegen die homo LGBTQ hat.
Die Geschichte wiederholt sich seit Jahren - die ahnungslosen Katholiken lassen sich beschwatzen und die Kirchgänger/Wortgottesdienstbesucher sagen dazu gar nichts, weil sie zufrieden sind, solange sie die konsekrierte Hostie bekommen.


1
 
 Dominus vobiscum vor 4 Stunden 
 

Danke!

Gut dass seine Eminenz diesen Missstand klar anspricht, gerade wenn Wortgottesdienste mit Kommunionausteilung Sonntags um 10 Uhr gefeiert werden, kann man hier von einem bewussten Täuschungsmanöver ausgehen, das gerade für die sehr alten und sehr gewöhungsorientierten Menschen nicht zu durchschauen sein wird...


2
 
 Bilbo B. vor 5 Stunden 
 

Gehirnwäsche?

Sollen nicht durch eine richtiggehende Gehirnwäsche die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher dazu umerzogen werden, dass sie die Wortkommunionfeiern als gleichwertig erachten. Gerade mal in der einmal monatlich stattfindenden Eucharistiefeier werden dazu in solchen Fällen eine Unmenge von konsekrierten Hostien „produziert“. Wird irgendwann einmal auch dies wegfallen?


1
 
 Medusa vor 5 Stunden 
 

Wortgottesdienste mit Kommunionspendung

Zitat: „Woelki gegen verbreitete Praxis sonntäglicher Wortgottesdienste mit Kommunionspendung“

Es reicht nicht, die Zustände zu beklagen und auch wenn man die Wortgottesdienste mit Kommunionspendung verbietet, interessiert das den „Synodaler Weg & Co." nicht. Sie werden den Katholiken weiter vorgaukeln, dass wegen Priestermangel (den es in Wirklichkeit gar nicht gibt) nötig sei, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, oder Wortgottesdienste mit Kommunionspendung zu feiern.
Und wo nehmen eigentlich die Gemeinden ohne Priester die konsekrierten Hostien her? Wurden diese bereits von einem Kommunionhelfer/in gewandelt oder vom Sakristan auf „wunderbare“ Weise geklont?
Ich empfehle dem (noch) gläubigen Mesner/Küster/Sakristan eine praktische Maßnahme: Die Schlösser im Tabernaculum heimlich auswechseln, so dass kein(e) Möchtegernpriester/in oder Kommunionhelfer/in an die konsekrierten Hostien rankommt.


3
 
 Jörgen vor 5 Stunden 
 

Großartige Predigt, klare Worte.


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