Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur

30. April 2026 in Schweiz, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Vorfall in der Zürcher Pfarrei Guthirt, bei dem Gottesdienstbesucher konsekrierte Hostien mit ihren Hunden teilten, sorgte in den vergangenen Monaten für Entsetzen unter Gläubigen. Jetzt hat das Bistum den Vorfall untersucht


Chur (kath.net/gem/rn)
Ein Vorfall in der Zürcher Pfarrei Guthirt, bei dem Gläubige konsekrierte Hostien mit ihren Hunden teilten, sorgte in den vergangenen Monaten für Entsetzen unter Gläubigen und für eine gründliche Untersuchung durch das Bistum Chur. Nun liegt das Ergebnis vor: Trotz des massiven Verstoßes gegen die eucharistische Ordnung sieht der Bischof von einer Exkommunikation ab.  Der Vorfall ereignete sich bereits am 4. Oktober 2025 während einer Tiersegnung. Aufgrund schlechten Wetters wurde die Zeremonie in die Kirche verlegt und mit einer Eucharistiefeier kombiniert. In deren Verlauf kam es zu einer Szene, die für viele Katholiken kaum fassbar ist: Drei Personen teilten Teile der Hl. Eucharistie mit ihren Hunden.  


Bischof Joseph Maria ließ den Vorfall umfassend prüfen, um die Umstände und vor allem die Absichten der Beteiligten zu klären. Im Zentrum stand die Frage, ob ein Sakrileg im Sinne des Kirchenrechts (CIC can. 1382 §1) vorliegt, was die automatische Exkommunikation zur Folge hätte.  Das Untersuchungsergebnis des Bistums fällt jedoch erstaunlich milde aus: Die Ergebnisse hätten „eindeutig gezeigt“, dass die beteiligten Personen nicht mit einer sakrilegischen Absicht gehandelt haben. Da dieser vorsätzliche Wille zur Schändung fehlte, könne man ihnen das schwere Vergehen eines Sakrilegs rechtlich nicht zur Last legen. Damit bleibt den Beteiligten die Tatstrafe der Exkommunikation erspart.

Auch wenn keine kirchenrechtliche Höchststrafe verhängt wurde, bezeichnet das Bistum den Vorfall als „höchst bedauerlich“. Um eine Wiederholung solcher Grenzüberschreitungen zu verhindern und das Sakramentsverständnis zu schärfen, hat Bischof Joseph Maria Konsequenzen für die Pfarrei gezogen: Er hat ein Klausurtreffen mit dem gesamten Team von Guthirt vereinbart, um die Geschehnisse aufzuarbeiten.  Kritische Stimmen innerhalb der Kirche bemängeln, dass die Untersuchung viele Fragen offen lasse und der Respekt vor der Eucharistie durch solche „Abklärungen“ weiter ausgehöhlt werde. In der Pfarrei Guthirt selbst dürfte das Thema noch länger für Diskussionsstoff sorgen, wie man die Heiligkeit des Altarsakraments künftig besser schützen will. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz