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800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom

20. Juni 2026 in Österreich, 13 Lesermeinungen
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‚Auch deshalb dieses Mahl in der Kirche: Miteinander ins Gespräch kommen – neugierig und aufmerksam auf ein Du, für eine Tischnachbarschaft, die man sich nicht ausgesucht hat‘, sagt Hausherr Bischof Hermann Glettler.


Innsbruck (kath.net/CNA/jg)
Der Dom zu St. Jakob in Innsbruck wurde am Sonntag, den 14. Juni, vorübergehend als Speisesaal verwendet. Rund 800 Gäste aßen im Rahmen der Veranstaltung „Pasta per tutti“ (dt. „Pasta für alle“) an einem langen Tisch, der im Mittelgang des Gotteshauses aufgestellt war, ihre Nudeln.

Vier Stunden lang wurde der Tisch jede halbe Stunde für etwa 100 Gäste neu gedeckt. Bischof Hermann Glettler, der selbst an dem Essen im Dom teilnahm, sagte wörtlich: „Wie sollten wir dieses Franziskusjahr besser begehen als ,franziskanisch‘? Wir wollen den Tisch mit denen teilen, die es schwieriger haben.“ 

Das Bistum bezeichnete die Veranstaltung, die von mehreren Unternehmen und Organisationen als Sponsoren und Partner unterstützt wurde, als „Franziskus-Mahl“. Im Zentrum sei „nicht nur das Teilen von Speisen, sondern die bewusste Gestaltung von Begegnung über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg“ gestanden, heißt es in einem Bericht auf der Internetpräsenz der Diözese Innsbruck.


„Die besondere Atmosphäre im Dom – geprägt von Offenheit, Respekt vor dem heiligen Raum und gemeinsamer Verantwortung – machte den Abend für viele Beteiligte zu einem nachhaltigen Erlebnis“, teilte das Bistum mit.

Bischof Glettler sagte dazu: „Auch deshalb dieses Mahl in der Kirche: Miteinander ins Gespräch kommen – neugierig und aufmerksam auf ein Du, für eine Tischnachbarschaft, die man sich nicht ausgesucht hat. Ganz im Stil der Initiative ,Österreich der runden und eckigen Tische‘.“ 

Das Kirchenrecht legt fest: „An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten.“ (Can. 1210 CIC) 

Neben der Diözese Innsbruck war das italienische Kulturinstitut Dante Alighieri Mitveranstalter des Nudelessens im Dom. Deren Präsident Piero Salituri sagte zu der Veranstaltung: „Abseits der Zahlen, die uns natürlich mit Stolz erfüllen, lag der wahre Erfolg der Veranstaltung auf einer anderen Ebene.“ Das wichtigste Ziel sei es gewesen, „Barrieren abzubauen und Menschen zu einem authentischen, geschwisterlichen Austausch zusammenzubringen, um die Schönheit des Miteinanders an einem gemeinsamen Tisch neu zu entdecken.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurden Spenden gesammelt, die der Obdachlosenarbeit in Tirol zugutekommen und bereits bestehende Hilfsangebote unterstützen sollen.

 

Foto: Symbolbild

 


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