Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  5. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  6. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  7. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  10. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  11. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  14. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Innsbrucker Kirche soll in Zukunft auch als Kletterhalle genutzt werden

30. September 2024 in Österreich, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Glettler hofft, dass von dem Projekt alle profitieren. Der Glaube soll damit ‚auch für Menschen wieder zugänglich’ werden, ‚die mit Kirche sonst nie in Berührung kämen’.


Innsbruck (kath.net/jg)
Die Kirche Petrus Canisius in Innsbruck soll bald auch als Kletterhalle genutzt werden. Dies geht aus einem Brief mit der Überschrift „Train your body & soul“ hervor, den der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler an die Pfarre Petrus Canisius geschickt hat. Die Pfarre hat den Brief auf ihrer Internetpräsenz veröffentlicht.

Im Erdgeschoß der Kirche soll die Pfarre künftig mit weniger Raum auskommen. Die Kapelle bleibt bestehen und soll jederzeit zugänglich sein. Am Sonntagabend soll im großen Kirchenraum ein „jugendlicher Gottesdienst“ gefeiert werden, heißt es in dem Brief.

Konkret sind folgende Maßnahmen geplant. Die Kirchenbänke sollen entfernt werden, an den Wänden werden freistehende Wandobjekte zum Bouldern, einer Form des seilfreien Kletterns, errichtet. Der Altarraum soll für die Feier der Liturgie erhalten bleiben.


Die Kapelle und die pfarrlichen Begegnungsräume im Erdgeschoß der Kirche sollen neu gestaltet werden. Dort sollen die Wochentagsgottesdienste stattfinden und Besprechungen, Einzelgespräche und Treffen von Pfarrgruppen abgehalten werden.

Die Fläche im Erdgeschoß soll vom Betreiber der Boulder-Anlage genutzt werden, der dort die Bereiche für den Empfange, die Gastronomie, die Umkleideräumlichkeiten und eine Kindererlebniswelt einrichten wird.

Hintergrund der Maßnahmen ist die Zusammenlegung der Pfarren Petrus Canisius und Guter Hirte, die derzeit gemeinsam den Seelsorgeraum Innsbruck West bilden. Im Zuge dieser Maßnahme sollen die Kirche und das Pfarrzentrum Guter Hirte saniert werden und die zentrale Rolle übernehmen. Die Kirche Petrus Canisius soll erhalten bleiben und „ein lebendiges Gesicht von Kirche zeigen“, wie Bischof Glettler wörtlich schreibt.

Dies lasse sich nur mit Hilfe eines „starken Kooperationspartners“ erreichen, fährt der Bischof fort. Diesen meint er in dem Unternehmen gefunden zu haben, welches die Boulder-Anlage errichten und betreiben soll. „Pastorale und wirtschaftliche Gründe“ würden dafür sprechen „neue Nutzungskonzepte ernsthaft in Erwägung zu ziehen“.

Bischof Glettler erhofft sich, dass mit „dem Angebot für junge Leute und Familien, sowie mit der bleibenden Präsenz der christlichen Zeichen“ „Petrus Canisius ein offener, sympathischer Ort der Begegnung mit Kirche sein“ wird. „Alle Kletter- und Fitnessbegeisterten, die den Kirchenraum in ihrer Weise nützen, können zugleich an diesem christlichen Ort zur Ruhe kommen und spirituell auftanken“, schreibt er wörtlich.

Von dem Projekt sollen alle Beteiligten profitieren können. Der Glaube soll damit „auch für Menschen wieder zugänglich“ werden, „die mit Kirche sonst nie in Berührung kämen“, fährt er fort.

Canon 1210 des Codex Iuris Canonici legt für „heilige Orte“, also Orte, die durch Weihung oder Segnung für Gottesdienste oder das Begräbnis bestimmt sind, folgendes fest: „An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten.“

Die Kirche Petrus Canisius wurde 1968 bis 1972 nach Plänen des Architekten Horst Parson erbaut. Sie ist dem heiligen Petrus Canisius, dem Patron der Diözese Innsbruck, geweiht und steht unter Denkmalschutz.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Innsbruck

  1. Kirche in Tirol verwüstet – Polizei sucht Zeugen
  2. Laienseelsorger der Diözese Innsbruck führen ‚tröstende Salbung‘ durch
  3. LGBT-Popup Fenster auf der Internetseite der Katholischen Jugend Innsbruck
  4. Diözese Innsbruck: Seelsorgeräume statt Groß-Pfarren
  5. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  6. ‚Bloody Mary’ – Frauenreferat der Diözese Innsbruck lädt zum ‚Zyklusstammtisch’ ein
  7. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  8. Drastische Nacktzeichnungen in katholischer Kapelle in Tirol ausgestellt
  9. Bischof Glettler schweigt über Kosten für Kunstaktionen zur Fastenzeit
  10. ‚Glettler hat als Bischof das Herz-Jesu-Gelöbnis der Tiroler gebrochen’






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  3. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  6. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  7. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  8. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  9. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  12. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  13. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz