
Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechenvor 1 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Präsident der Vatikan-Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum sieht Christen angesichts des Gaza-Kriegs in einem schmerzhaften Spannungsfeld.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Im Nahost-Konflikt plädiert der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch für ein ehrliches Gespräch zwischen Juden und Christen. "Viele Christen befinden sich in einem schmerzhaften Spannungsfeld zwischen ihrer Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und ihrer ethischen Verpflichtung gegenüber den Leidenden in Gaza, vor allem gegenüber den zivilen Opfern", sagte der Präfekt des Dikasteriums für die Einheit der Christen und Präsident der Vatikan-Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum dem Portal "Vatican News" am Mittwoch.
Unerlässlich sei es gerade in solchen Situationen, den Dialog nicht abreißen zu lassen. "Die Kirche erkennt daher ihre Verpflichtung an, sich für den Frieden sowohl für das israelische als auch für das palästinensische Volk einzusetzen", so Koch weiter. Der Heilige Stuhl sei schon immer davon überzeugt gewesen, dass nur die Schaffung zweier Staaten Frieden im Nahen Osten bringen kann. 
Judentum ist "Mutterboden" des Christentums
Zugleich betonte der Kardinal, für einen Christen sei es unmöglich, antisemitisch zu sein. Das Judentum sei der "Mutterboden", aus dem das Christentum hervorgegangen sei. "Man kann kein gutes Familienmitglied sein, wenn man seine Mutter nicht schätzt und liebt", sagte Koch.
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Foto: Kurt Kardinal Koch, Archiv
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Lesermeinungen| | antony vor 20 Minuten | |  | Ein einfaches und schnelles Mittel gegen zivile Opfer in Gaza: Die Hamas und die anderen Terrorbanden nutzen in Zukunft keine Schulen, Moscheen oder Privathäuser als militärische Stützpunkte.
Sie geben alle Tunnels im Untergrund von Gaza auf, (auf denen ebenfalls zivile Gebäude stehen).
Sie geben die Waffen ab und lösen sich auf.
Die Rhetorik von Kardinal Koch (klingt wie "Wir sind dem jüdischen Volk verbunden, aber Gaza leidet unter dem jüdischen Staat") führt an den Realitäten vorbei. Die nicht-israelische arabische Bevölkerung zwischen Mittelmeer und Jordan hat zwischen 1947 (UN-Teilungsplan) und 2000 (Camp David II) immer wieder das Angebot eines eigenen Staates auf dem Silbertablett präsentiert bekommen. Sie hat sich jedes Mal dagegen entschieden, weil es bedeutet hätte, auf Dauer die Existenz Israels zu akzeptieren.
Israel hat Gaza 2005 geräumt. Die Palis hätten ein funktionierendes Gemeinwesen aufbauen können. Stattdessen schossen sie von 2005-2022 20.000 Raketen auf Israel, gefolgt vom schrecklichen Massaker vom 7.10.23. |  0
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