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Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum

vor 52 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2025 nimmt nach fast einem Jahr im Exil an Gottesdienst in Barquisimeto teil


Caracas (kath.net/KAP) Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist nach fast einem Jahr im Exil nach Venezuela zurückgekehrt. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt auf heimischem Boden besuchte sie am Sonntag das Marienheiligtum der "Divina Pastora" in Barquisimeto und nahm an einem Gottesdienst teil. Anschließend brach sie in einer Fahrzeugkolonne in Richtung der Hauptstadt Caracas auf.

"Ich bin hier. Bei euch", schrieb Machado am Sonntag auf der Plattform X. An der Wallfahrtsstätte versammelten sich hunderte Menschen, die ihre Rückkehr mit Freiheitsrufen begleiteten. Die bekennende Katholikin gab gegenüber Medien an, sie sei zu dem Heiligtum gekommen, um der Jungfrau Maria für ihre sichere Rückkehr zu danken. Die "Divina Pastora" zählt zu den wichtigsten Pilgerorten Venezuelas. Die jährliche Prozession zu Ehren der Gottesmutter am 14. Jänner zieht Millionen Gläubige in die Straßen von Barquisimeto.


Auch anschließend in Caracas wurde Machado von jubelnden Anhängern empfangen, die ihre Fahrzeugkolonne durch die Hauptstadt begleiteten. Politische Beobachter werteten ihre Rückkehr als wichtigen Schritt, weil die Opposition damit wieder über eine zentrale Führungspersönlichkeit im Land verfügt. Machado fordert weiterhin einen demokratischen Übergang, steht nun allerdings vor einer veränderten politischen Lage: Die Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez arbeitet mit Washington zusammen, wobei jedoch Machado ein von den USA ausgehandeltes Ölgeschäft mit Venezuela kritisiert.

Machado hatte Venezuela im Dezember 2025 verlassen und war nach einer von den USA unterstützten Operation nach Oslo gelangt, wo sie den Friedensnobelpreis entgegennahm. Seit der Präsidentschaftswahl vom Juli 2024 hatte sie sich zeitweise im Untergrund aufgehalten. Damals erklärte sich Nicolas Maduro zum Wahlsieger, obwohl die Opposition und unabhängige Beobachter den Oppositionskandidaten Edmundo González vorne sahen. Maduro befindet sich inzwischen in einem Hochsicherheitsgefängnis in den USA, wo ihm im kommenden Jahr unter anderem wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden soll.

US-Außenminister Marco Rubio brachte Machados Rückkehr mit Gesprächen zwischen der venezolanischen Regierung und Teilen der Opposition in Verbindung. Diese hätten bereits zur Freilassung politischer Gefangener und zur Rückkehr von Exilanten beigetragen. US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe im Vorfeld nichts von Machados Rückkehr nach Venezuela gewusst und hoffe, dass sie in Sicherheit sei.

Übergangspräsidentin Rodriguez warf am Montag Machado vor, eine "Show" zu inszenieren. Die zurückgekehrte Oppositionsführerin bekundete indes ihre Bereitschaft zu einem Treffen mit Rodriguez. Sie wolle sich nicht nur mit ihr zusammensetzen, "sondern mit wem auch immer sie es tun sollte, vor dem ganzen Land, in völliger Transparenz und mit einer Agenda", sagte ihre Sprecherin Claudia Macero.

Die katholische Kirche Venezuelas hatte sich wiederholt und auch nach dem Sturz Maduros für demokratische Reformen eingesetzt. Prominente Kirchenvertreter forderten unter anderem die Freilassung politischer Gefangener, Medienfreiheit und die Anerkennung des Wahlergebnisses von 2024. Machado hatte diese Forderungen unterstützt.

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