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Papst in seinem ersten Reiseziel Uruguay gelandet

vor 48 Minuten in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Gut 14-stündiger Flug von Rom nach Uruguay gab mitreisenden Journalisten auch Gelegenheit Leo XIV. Fragen zu stellen - Es ging um Politik, Gesundheit, Sport und Musik


Papst:utl: Montevideo  (kath.net/KAP)

Papst Leo XIV. ist am Freitagabend in Montevideo gelandet. Sein Airbus A330-900 der Fluggesellschaft ITA landete nach einem mehr als 13-stündigen Flug um 20.20 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der Hauptstadt von Uruguay. Das kleine südamerikanische Land ist das erste Ziel einer elftägigen Südamerikareise, die das 71-jährige Kirchenoberhaupt ab Sonntag auch nach Argentinien und ab Mittwoch (11. November) in seine zweite Heimat Peru führen wird.

Später wird er im Präsidentenpalast offiziell von Staatspräsident Orsi empfangen. Ab 23 Uhr MEZ will der Papst in der Kathedrale der Hauptstadt eine Vesper mit Vertretern der katholischen Kirche des Landes halten.

Nach Johannes Paul II. (1987 und 1988) ist Leo XIV. der zweite Papst, der Uruguay besucht. Kein anderes Land Lateinamerikas ist nur annähernd so stark säkularisiert. An die 1,2 Millionen Menschen und damit etwa 33 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Am Samstag fliegt der Papst nach Paysandu im Osten Uruguays, wo er die erste Messe seiner Südamerika-Reise feiern wird. Noch am Nachmittag kehrt Leo XIV. in die Hauptstadt Montevideo zurück. Dort trifft er Menschen, die unter schwierigen sozialen Bedingungen im Stadtviertel Casavalle leben, und im Anschluss Vertreter aus dem Bildungsbereich an der Katholischen Universität von Uruguay.


Am Samstagabend (Ortszeit) ist eine Vigil mit Jugendlichen im Estadio Centenario, dem größten Fußballstadion des Landes, geplant. Am Sonntag geht es für Leo XIV. weiter in die nördlich von Montevideo gelegene Stadt Florida. Dort befindet sich das Heiligtum der "Virgen de los Treinta y Tres" ("Jungfrau der 33"), der Schutzpatronin Uruguays. Nach der Messe reist der Papst weiter nach Argentinien. In der Hauptstadt Buenos Aires folgt noch am Sonntag das Zusammentreffen von Leo XIV. mit dem wirtschaftsliberalen Staatspräsidenten Javier Milei, einer der Höhepunkte des Papst-Aufenthalts in Südamerika.

Papst Leo XIV. hat sein Recht bekräftigt, als US-Bürger bei den Midterms mitzuwählen. "Ich bin stolz darauf, Amerikaner zu sein, und ich bin stolz darauf, mein Wahlrecht ausgeübt zu haben", sagte er am Freitag auf dem Flug von Rom nach Montevideo vor mitreisenden Journalisten. Vor einer Woche hatte der Vatikan bestätigt, dass sich der gebürtige Chicagoer per Briefwahl an den US-Zwischenwahlen beteiligte. Zudem hat Leo XIV. aus seiner Zeit als Missionar und Bischof in Peru auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Auch hier würde er wählen, wenn er die Gelegenheit hätte, da es "eine gute Sache" sei, so der Papst.

Dankbar für Waffenruhe in Oleschky

Dankbar zeigte Leo XIV. sich für die Waffenruhe und die humanitäre Aktion, die auch durch seine Vermittlung für die besetzte ukrainische Frontstadt Oleschky ermöglicht wurde. "Leider ist noch viel zu tun, um zum Frieden zu gelangen", so das Kirchenoberhaupt. Eine humanitäre Geste könne jedoch Leben retten. "Hoffen wir, dass dies kein Einzelfall bleibt."

Auf Medienfragen zu seinem Befinden nach seiner Lungenkrebs-OP vom 13. Oktober sagte der Papst: "Vielleicht besser als vorher." Sein Geheimnis sei "der Glaube an Gott, gute Ärzte und ein gesunder Lebensstil", betonte er. "Ich weiß, dass manche Zweifel an dieser Reise hatten - ich selbst hatte nie welche." "Ich werde wieder Tennis spielen"

Es sei wichtig, Kranke zu begleiten und die öffentliche Gesundheit zu fördern. Menschen in ähnlicher Situation wolle er beruhigen: "Habt keine Angst! Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein Segen", so der 71-Jährige. "Das Beste, was man tun kann, ist, auf sich selbst zu achten." Auch seine sportlichen Hobbys will er wieder pflegen: "Ich werde wieder Tennis spielen", versicherte der Papst.

Springsteen für einen Papst zu teuer

Am Tag vor seiner Abreise nach Südamerika hatte Leo XIV. den Sänger und Literaturnobelpreisträger Bob Dylan empfangen. Auf die Frage, ob der Papst ein Konzert im Vatikan mit Bruce Springsteen organisieren könne, sagte Leo XIV. scherzhaft auf Englisch: "Some things are above my pay grade" ("Manches übersteigt meine Gehaltsklasse"). Beim vorweihnachtlichen "Konzert mit den Armen" am 5. Dezember in der Vatikanischen Audienzhalle wird die US-Sängerin Jennifer Hudson als Topact auftreten - in Anwesenheit des Papstes, und wie er in Chicago geboren.

 

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