Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Wie aus einem ehemaligen Satanisten ein Apostel des Rosenkranzes wurde

8. März 2025 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der italienische Rechtsanwalt Bartolo Longo war ein geweihter Satanist, ehe er zum Glauben fand und Ordensmann wurde. Jetzt wird er heiliggesprochen.


Rom (kath.net / pk) Wer Pompeii besucht und die berühmte Wallfahrtskirche Madonna del Rosario, der findet dort auch das Grab eines ungewöhnlichen Seligen – Bartolo Longo (1841-1926). Nur wenige kennen die atemberaubende Geschichte jenes Mannes, der vom glühenden Bekämpfer der Kirche zu einem tiefgläubigen Menschen und schließlich zu einem Heiligen wurde.

Der Glaube des jungen Bartolo begann zu bröckeln, als er in Neapel studierte. Die Wellen eines tiefen Anti-Klerikalismus und Atheismus, schließlich des Okkultismus schlugen über ihm zusammen. Bartolo Longo experimentierte mit Drogen, nahm an Séancen teil und war sogar in Orgien involviert.

Er zog andere in seine Kreise hinein und machte die Kirche öffentlich lächerlich. Schließlich wurde er sogar zum satanistischen Priester geweiht. Allerdings ging es dem jungen Mann psychisch immer schlechter. Seine Familie betete intensiv für ihn. Eines Nachts hörte er eine Stimme. Es war jene seines toten Vaters, der ihm zurief: „Kehr zurück zu Gott!“


Bartolo war zutiefst erschrocken und besuchte einen Freund, Professor Vincenzo Pepe. Der wies ihn darauf hin, in welche Gefahr er sich begeben hatte und vereinbarte einen Gesprächstermin mit dem Dominikanerpater Alberto Radente. Dieser führte ihn behutsam zur Beichte.

Einen Monat später fühlte Bartolo sich frei genug, um Menschen zu Christus zu führen. Er begann, öffentlich in Cafés und bei Studentenpartys über die Gefahren von okkulten Praktiken zu sprechen. Nach sechs Jahren trat er als Laienbruder bei den Dominikanern ein und erhielt den Namen „Bruder Rosenkranz“.

Zu diesem Zeitpunkt besuchte er seine letzte Séance. Er kam hinein, hielt seinen Rosenkranz hoch und rief: “ „Ich schwöre dem Spiritismus ab, denn er ist nichts anderes als ein Labyrinth aus Irrtum und Falschheit.“

Dennoch hatte auch Bartolo mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen. Seine Erinnerungen an diese Zeit machten ihm schwer zu schaffen: Er fühlte sich unwürdig, Gottes Vergebung zu empfangen, fühlte sich befleckt. Zutiefst verzweifelt machte er fast einen Suizidversuch.

In dieser Zeit erinnerte er sich zurück an das Rosenkranzgebet. Er zog nach Pompeii, wo er Gebetsgruppen und Prozessionen organisierte. Gleichzeitig startete er das Projekt, eine Wallfahrtskirche zur Madonna del Rosario zu errichten. Über 50 Jahre lang wirkte Bartolo in Pompeii: Er gründete Schulen für die Armen und Waisenhäuser.

Er sei „ein Mann Mariens“ gewesen, sagte Papst Johannes Paul II. bei seiner Seligsprechung. Er ist ein Seliger und bald Heiliger speziell für jene Menschen, die sich hoffnungslos und zerbrochen fühlen, die meinen, ihre Chance auf Heiligkeit aufgrund ihres schlechten Lebenswandels verspielt zu haben.

Der Selige Bartolo Longo war ein blasphemischer satanischer Priester. Aber für Gott ist nichts unmöglich. Und so ist das Erbe, das dieser Mann der Welt hinterlässt, ein Gutes: Er ist ein Seliger und bald ein Heiliger. Seliger Bartolo Longo, bitte für uns!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  3. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  4. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  5. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  6. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  7. Christus ist der Fels, der uns trägt
  8. Ökumenischer "Marsch für Jesus" zieht am 19. September durch Wien
  9. Der Realismus der Barmherzigkeit
  10. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  11. Libertas als Auftrag für Mensch und Frieden
  12. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  13. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz