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Wie aus einem ehemaligen Satanisten ein Apostel des Rosenkranzes wurde

8. März 2025 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
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Der italienische Rechtsanwalt Bartolo Longo war ein geweihter Satanist, ehe er zum Glauben fand und Ordensmann wurde. Jetzt wird er heiliggesprochen.


Rom (kath.net / pk) Wer Pompeii besucht und die berühmte Wallfahrtskirche Madonna del Rosario, der findet dort auch das Grab eines ungewöhnlichen Seligen – Bartolo Longo (1841-1926). Nur wenige kennen die atemberaubende Geschichte jenes Mannes, der vom glühenden Bekämpfer der Kirche zu einem tiefgläubigen Menschen und schließlich zu einem Heiligen wurde.

Der Glaube des jungen Bartolo begann zu bröckeln, als er in Neapel studierte. Die Wellen eines tiefen Anti-Klerikalismus und Atheismus, schließlich des Okkultismus schlugen über ihm zusammen. Bartolo Longo experimentierte mit Drogen, nahm an Séancen teil und war sogar in Orgien involviert.

Er zog andere in seine Kreise hinein und machte die Kirche öffentlich lächerlich. Schließlich wurde er sogar zum satanistischen Priester geweiht. Allerdings ging es dem jungen Mann psychisch immer schlechter. Seine Familie betete intensiv für ihn. Eines Nachts hörte er eine Stimme. Es war jene seines toten Vaters, der ihm zurief: „Kehr zurück zu Gott!“


Bartolo war zutiefst erschrocken und besuchte einen Freund, Professor Vincenzo Pepe. Der wies ihn darauf hin, in welche Gefahr er sich begeben hatte und vereinbarte einen Gesprächstermin mit dem Dominikanerpater Alberto Radente. Dieser führte ihn behutsam zur Beichte.

Einen Monat später fühlte Bartolo sich frei genug, um Menschen zu Christus zu führen. Er begann, öffentlich in Cafés und bei Studentenpartys über die Gefahren von okkulten Praktiken zu sprechen. Nach sechs Jahren trat er als Laienbruder bei den Dominikanern ein und erhielt den Namen „Bruder Rosenkranz“.

Zu diesem Zeitpunkt besuchte er seine letzte Séance. Er kam hinein, hielt seinen Rosenkranz hoch und rief: “ „Ich schwöre dem Spiritismus ab, denn er ist nichts anderes als ein Labyrinth aus Irrtum und Falschheit.“

Dennoch hatte auch Bartolo mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen. Seine Erinnerungen an diese Zeit machten ihm schwer zu schaffen: Er fühlte sich unwürdig, Gottes Vergebung zu empfangen, fühlte sich befleckt. Zutiefst verzweifelt machte er fast einen Suizidversuch.

In dieser Zeit erinnerte er sich zurück an das Rosenkranzgebet. Er zog nach Pompeii, wo er Gebetsgruppen und Prozessionen organisierte. Gleichzeitig startete er das Projekt, eine Wallfahrtskirche zur Madonna del Rosario zu errichten. Über 50 Jahre lang wirkte Bartolo in Pompeii: Er gründete Schulen für die Armen und Waisenhäuser.

Er sei „ein Mann Mariens“ gewesen, sagte Papst Johannes Paul II. bei seiner Seligsprechung. Er ist ein Seliger und bald Heiliger speziell für jene Menschen, die sich hoffnungslos und zerbrochen fühlen, die meinen, ihre Chance auf Heiligkeit aufgrund ihres schlechten Lebenswandels verspielt zu haben.

Der Selige Bartolo Longo war ein blasphemischer satanischer Priester. Aber für Gott ist nichts unmöglich. Und so ist das Erbe, das dieser Mann der Welt hinterlässt, ein Gutes: Er ist ein Seliger und bald ein Heiliger. Seliger Bartolo Longo, bitte für uns!


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