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Nicaragua: Öffentliche Osterfeiern verboten

18. April 2025 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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In dem mittelamerikanischen Land dürfen laut Portal "Vaticannews" kirchliche Feiern ausschließlich innerhalb der Kirchen stattfinden - Rund um Kathedralen sind Sicherheitskräfte im Einsatz.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Osterprozessionen und Feuerwerk sind in Nicaragua verboten. Das harte Durchgreifen der Regierung bei den Feierlichkeiten in der Karwoche lasse keinen Raum für öffentliche christliche Prozessionen anlässlich des Osterfestes, berichtet das Portal "Vaticannews" am Donnerstag. Präsident Daniel Ortega habe etwa auch verboten, Heiligenbilder auf den Straßen zu zeigen; rund um Kathedralen seien Sicherheitskräfte im Einsatz.
Seit 2023 gilt in dem mittelamerikanischen Land ein Verbot öffentlicher Prozessionen, die, wie am Palmsonntag, ausschließlich innerhalb der Kirchen stattfinden dürfen; die gleiche Maßnahme werde für den Kreuzweg am Karfreitag gelten, heißt es. Zuwiderhandlungen würden mit Verhaftung geahndet, wie einige Priester, die von Polizisten besucht wurden, bestätigten.


"Die Unmöglichkeit, Prozessionen abzuhalten, die ein zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten in der Karwoche sind", stelle einen schweren Schlag für das religiöse Leben des Landes dar, wird das nicaraguanischen Portal "100 % Noticias" zitiert. Auch das Verbot öffentlicher Gebete zu sensiblen Themen wie der Situation in Nicaragua, Migranten und politischen Gefangenen werde als Versuch interpretiert, die Stimme der Kirche zu Fragen der Gerechtigkeit und der Menschenrechte zum Schweigen zu bringen.
Seit der Niederschlagung der Sozialproteste von 2018 regiert das sandinistische Regime von Staatspräsident Daniel Ortega mit Repression gegen die Opposition, Menschenrechtler und die Kirche. Papst Franziskus hat vor Hintergrund der angespannten Lage mehrfach zum Gebet für die Kirche in Nicaragua und zum Dialog aufgerufen.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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