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Historischer Besuch von König Charles III. im Vatikan

24. Oktober 2025 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Premieren, neue Titel und ein Kleiderwechsel - Kathpress-Korrespondentenbericht von Severina Bartonitschek


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Staatschef und Kirchenoberhaupt zwar, doch auf der weltpolitischen Bühne lediglich mit "Soft Power" ausgestattet - das verbindet jene zwei Männer, die am Donnerstag erstmals im Vatikan zusammentrafen: Papst Leo XIV. und König Charles III. Doch im Bereich der Ökumene und des Umweltschutzes können die beiden Herren in ihren 70ern deutliche Zeichen setzen - und fügen so beides in einem symbolträchtigen wie bislang einmaligen Akt zusammen. 

Erstmals seit dem Bruch der englischen Kirche mit dem Vatikan vor rund 500 Jahren beten deren Oberhäupter gemeinsam in der Sixtinischen Kapelle. Unter den prächtigen Fresken Michelangelos loben sie Gott auf Latein für seine Schöpfung. Noch nie taten dies ein englischer König, das weltliche Oberhaupt der anglikanischen Church of England, und ein Papst seit der Reformation.

An Charles' Willen dürfte das nicht gelegen haben. Schon einmal vor 40 Jahren wollte der damalige Thronfolger bei einem Vatikanbesuch an einer Messe mit Papst Johannes Paul II. in dessen Privatkapelle teilnehmen. Doch Königin Elizabeth II. erhob Einspruch, weil sie die Zeit noch nicht für reif hielt.


Als König darf Charles III. nun selbst entscheiden. Als Zeichen der Annäherung beider Konfessionen verlieh er darum Leo XIV. auch noch einen neuen Titel - und bekam einen zurück. Während der Katholik nun Päpstlicher Mitbruder der Sankt-Georgs-Kapelle in Windsor Castle ist, trägt der britische Monarch nun den Titel des Königlichen Konfraters in der Päpstlichen Basilika und Abtei St. Paul vor den Mauern. 

Eigener "Thron" in Papstbasilika

Letzteres besiegelte neben einer Urkunde auch ein eigener Stuhl mit Charles' Wappen. Nachdem sich der König bei der feierlichen Verleihung erstmalig auf ihm niederließ, wird er für eine künftige Nutzung britischer Kings oder Queens im Chorgestühl in der Basilika verbleiben - einem historisch bedeutenden Ort für die Beziehung der Konfessionen. Im Jahr 1966 vereinbarten Papst Paul VI. und der damalige Erzbischof von Canterbury, Michael Ramsey, dort zum ersten Mal seit der Reformation einen formellen Dialog zwischen Anglikanern und Katholiken aufzunehmen. 

Leo XIV. blieb der Zeremonie am Nachmittag fern - sowohl physisch als auch im Bild. In der Basilika, in der Medaillons die Porträts aller Päpste zeigen, ist Leos Platz zwar angestrahlt, aber nach wie vor ohne sein Abbild. 

Von Schwarz zu Weiß

So konnte Königin Camilla auch auf hellere Kleidungsstücke zurückgreifen. Während Charles wie am Morgen seinen Anzug in royalem Blau trug, tauschte die Monarchin für diesen Termin ihr schwarzes Outfit gegen ein weißes ein. Strenge vatikanische Kleidervorschriften verlangen von weiblichen Papst-Gästen schwarze Kleidung plus Schleier. Ausnahmen gelten lediglich für Königinnen, Prinzessinnen und Ehefrauen von Monarchen, die den Titel "katholische Majestät" tragen: Sie dürfen sich im Vatikan ganz in Weiß kleiden. Das sogenannte "Privilege du blanc" ist ein Zeichen der Anerkennung des Vatikans gegenüber Monarchien, die dem Papst die Treue halten.

Trotz straffen Programms blieben dem britischen Königspaar in der Basilika außerhalb des römischen Zentrums auch einige Minuten für ein privates Gebet vor dem Grab des Apostels Paulus. Und auch Petrus blieb ihnen gewogen: Englisches Wetter mit 

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Foto aus dieser Begegnung (c) Vatican Media


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