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Papst Leo: Deutliche Unterschiede zwischen Synodalem Prozess und deutsch-synodalem Weg!

3. Dezember 2025 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
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'Fliegende Pressekonferenz' mit Leo XIV. am Rückflug von Beirut nach Rom - Papst hofft auf Reise nach Algerien, auch Besuch in Lateinamerika geplant


Beirut/Rom  (kath.net/KAP/red) Papst Leo XIV. hofft, dass die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung zwischen seinem Heimatland USA und Venezuela doch noch gebannt werden kann. Im Gespräch mit mitreisenden Journalisten auf dem Rückflug von Beirut nach Rom nach seiner sechstägigen Nahost-Reise sagte der Papst am Dienstag, der Vatikan setze sich im Konflikt zwischen Washington und Caracas auch auf diplomatischer Ebene für eine Beruhigung der Lage ein. Die Möglichkeit einer US-Invasion nannte Leo XIV. eine Gefahr. Besser sei, den Dialog zu suchen; und auch wirtschaftlicher Druck sei besser als ein Militärkonflikt. Unter einem Krieg litte am Ende die Bevölkerung, nicht die politischen Führer, so der Papst. Bei der ersten Auslandsreise in seinem Pontifikat hatte der Papst seit vergangenem Donnerstag zunächst die Türkei und dann den Libanon besucht. Im Libanon rief das Kirchenoberhaupt zum Einsatz für Versöhnung und Frieden auf. Er glaube, dass ein "nachhaltiger Frieden" in der Region erreichbar ist, sagte der Papst nun auf Journalistenfragen über die Situation.

In Beirut hatte Leo XIV. auch die religiösen und politischen Führer der Schiiten im Land getroffen, deren militärischer Arm die Hisbollah-Miliz ist. Sie ist die einzige der früheren libanesischen Bürgerkriegsparteien, die weiterhin schwer bewaffnet ist und vor allem gegen Israel kämpft. Ziel der Kirche sei, die Parteien in dem Konflikt zu überzeugen, die Waffen niederzulegen und im Dialog Lösungen ohne Gewalt zu finden, bekräftige der Papst. Daran arbeite der Vatikan nicht in der Öffentlichkeit, sondern "hinter den Kulissen".

Die Hisbollah wird vor allem vom Iran finanziell und militärisch unterstützt und von Israel mit gezielten Luftschlägen und Attacken gegen ihr Führungspersonal bekämpft. Die anderen konfessionellen Gruppierungen im Land, darunter auch die früheren christlichen Milizen, sind nach dem Ende des Bürgerkriegs 1990 schrittweise wieder zu unbewaffneten politischen Parteien geworden.


Papst hofft auf Reise nach Algerien

Im Rahmen der "Fliegenden Pressekonferenz" äußerte sich Leo XIV. auch zu seinen weiteren Reiseplänen und gab Einblicke in seine Situation vor der Papstwahl. Nächstes Reiseziel soll Afrika sein, so der Papst. "Ich persönlich würde gerne nach Algerien reisen, um die Orte zu besuchen, die mit dem Leben des heiligen Augustinus verbunden sind", sagte der frühere Generalprior des Augustinerordens. Dabei gehe es ihm auch um eine Vertiefung des Dialogs zwischen Christen und Muslimen. Die Person des Kirchenlehrers Augustinus sei hilfreich für den Brückenbau zwischen der christlichen und der muslimischen Welt, so der am 8. Mai gewählte Papst. Neben Algerien seien noch weitere Länder geplant; doch eine definitive Bestätigung könne er noch nicht geben.

Auf die Frage, ob er auch eine Reise nach Lateinamerika plane, wo er über 20 Jahre als Priester und Bischof in Peru lebte, antwortete er: "Argentinien und Uruguay erwarten den Besuch des Papstes", sicher auch Peru und andere Länder. Das Projekt sei aber ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

Eigentlich schon an Ruhestand gedacht

Auf Journalistenfragen sprach Leo XIV. auch über die Zeit vor seiner Wahl zum Papst. "Vor ein oder zwei Jahren dachte ich darüber nach, mich irgendwann zur Ruhe zu setzen", sagte Leo. Als er beim Konklave gemerkt habe, dass es auf ihn hinauslaufen könnte, habe er sich in die Tatsache gefügt. "Ich tat einen tiefen Atemzug und sagte: Auf geht's, Herr, Du hast die Führung, Du zeigst mir den Weg", so der erste gebürtige US-Amerikaner im Papstamt. "Alles ist in Gottes Hand", das sei schon immer seine tiefe Überzeugung gewesen, sagte der Papst. "Auch bei großen Herausforderungen, zum Beispiel in Peru während Jahren des Terrors, oder berufen zu werden an Orte, wohin ich niemals dachte, berufen zu werden, habe ich auf Gott vertraut." Insofern sei seine Spiritualität ganz schlicht.

Mimik nicht überinterpretieren

Im Gespräch mit den mitreisenden Medienvertretern warnte Leo XIV. derweil vor Fehlinterpretationen seiner Mimik. "Mein Gesicht scheint so ausdrucksstark zu sein, und ich amüsiere mich oft, wie die Journalisten es interpretieren - ehrlich, es ist interessant", sagte er. "Sie denken, Sie könnten meine Gedanken durch meinen Gesichtsausdruck lesen; aber Sie liegen nicht immer richtig", sagte er lachend.

Mit Blick auf den umstritttenen "Synodaler Weg" der katholischen Kirche in Deutschland hält Papst Leo XIV. einen weiteren Dialog innerhalb der Kirche in Deutschland für nötig, wie er bei der "Fliegenden Pressekonferenz" auf Anfrage hin erklärte. Er wisse, dass für viele Katholiken in Deutschland bestimmte Aspekte des Reformprojekts, wie es bisher gestaltet sei, nicht "ihre eigene Hoffnung für die Kirche oder ihres eigenen Weges, Kirche zu leben", spiegelten, sagte der Papst. "Also braucht es einen weiteren Dialog und weiteres Zuhören in Deutschland selbst, so dass niemandes Stimme ausgeschlossen wird." Es dürfe nicht die Stimme derer, die mächtiger sind, die Stimme derer verstummen lassen, die vielleicht auch sehr zahlreich seien, aber keinen Ort hätten, um sich Gehör zu verschaffen und Teilhabe an der Kirche zu erhalten, mahnte Leo.

Der Papst erinnerte, dass auch in der Kirche weltweit ein Synodaler Prozess laufe, der einige große Ähnlichkeiten, aber auch deutliche Unterschiede zur Art und Weise des deutschen Synodalen Wegs habe. In der Kirche gebe es grundsätzlich Raum für Respekt für Inkulturation, erklärte er. "Die Tatsache, dass an einem Ort Synodalität in bestimmter Weise gelebt wird und an einem anderen Ort anders, bedeutet nicht, dass da Risse oder Brüche entstehen würden. Ich denke, es ist sehr wichtig, daran zu erinnern."

Weiter verwies er auf den seit einigen Jahren laufenden Dialog einer Gruppe deutscher Bischöfe mit Kardinälen der römischen Kurie, an dem er selbst als während seiner Amtszeit als Leiter der vatikanischen Bischofsbehörde teilgenommen hatte. Es gebe einen fortdauernden Prozess, um sicherzustellen, dass der Synodale Weg nicht vom Weg der universalen Kirche abweiche. "Ich bin sicher, dass es weitergehen wird. Ich erwarte, dass es Anpassungen auf beiden Seiten in Deutschland gemacht werden - aber ich bin sehr hoffnungsvoll, dass sich alles zum Guten wenden wird." 

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich  Alle Rechte vorbehalten

Video + Foto (c) VaticanNews


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Lesermeinungen

 Versusdeum 10. Dezember 2025 
 

Natürlich gibt es die SED noch! Sie liegt sogar bei über 10%!

@Felmy Sie hat nicht einmal beim Namen mit ihrer Diktaturvergangenheit gebrochen, sondern ganz bewusst den Namen "SED" noch jahrelang mitgeschleift: SED, SED-PDS, PDS, Die Linke.
Und ausgerechnet bei der Stasi- und Todesstreifenpartei schaut niemand auf ihre Russlandfreundlichkeit oder ihre vom Inlandsgeheimdienst beobachteten offen marxistischen Flügel, "Giga-Schuldenbremse"-Merz lässt sich regelmäßig von ihnen aushalten und in den Medien dürfen sie sich täglich als Superdemokraten geben. Und als man endlich gehofft hatte, dass sie aus dem Bundestag fliegen, kroch der Kommunismus wieder aus seinen Löchern. Aber das sind zwar Extremisten, aber bei Linken und Islamisten schaut ja keiner hin. Tagalpträume wohin man auch sieht.


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