Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Schönborn zum Guadalupe-Tag: Maria ist in allen Kulturen zuhause

12. Dezember 2025 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal erinnert an Marienerscheinungen von Mexiko des Jahres 1531: Bild mit "berührender Geschichte und Wirkung" sowie Hinweis auf nahendes Weihnachtsfest


Wien (kath.net/KAP) Auf die Marienerscheinungen von Mexiko des Jahres 1531 und deren universelle Botschaft hat Kardinal Christoph Schönborn am Gedenktag der Jungfrau von Guadalupe (12. Dezember) erinnert. "Maria ist für alle Menschen wie eine Mutter. Sie spricht in allen Sprachen. Sie spricht allen zu Herzen. Sie ist in allen Kulturen zu Hause, weil sie alle Menschen im Herzen trägt", so der emeritierte Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne der Tageszeitung "Heute" (Freitag). Das Guadalupe-Bild der schwangeren Jungfrau Maria verweise auch auf das nahende Fest der Geburt Christi zu Weihnachten.

Der 12. Dezember ist in Mexiko und ganz Lateinamerika ein großer Festtag, unterstrich der Kardinal. Die in einem Außenbezirk von Mexiko-Stadt gelegene Guadalupe-Basilika sei der größte Marienwallfahrtsort der Welt und werde von 20 Millionen Menschen jährlich aufgesucht. Im Zentrum stehe ein "einzigartiges Marienbild", dessen Entstehung bis heute wissenschaftlich nicht erklärbar sei. Von seiner großen Anziehungskraft habe es auch nach fast 500 Jahren nichts verloren, "seine Geschichte ist so berührend wie seine Wirkung", so Schönborn.


Verehrung seit Erscheinung 1531

Hintergrund sind die Ereignisse vom 9. bis 12. Dezember 1531, als laut den in Indigenen-Sprache verfassten Chronik der "Nican Mopohua" die Jungfrau Maria am Ort der heutigen Basilika einem einfachen mexikanischen Ureinwohner, Juan Diego, viermal erschien. "Er sah Maria als Frau aus seinem Volk. Sie sprach liebevoll zu ihm in seiner Sprache", unterstrich Schönborn. Als Juan Diego dem Bischof von der Erscheinung berichtete, habe sich auf seinem Poncho ihr genaues Bild gezeigt, das bis heute verehrt werde. Kopien davon finde man heute weltweit, wobei eine der ersten in Europa in der Wiener Votivkirche auf einem Seitenaltar zu sehen ist, bemerkte der Kardinal.

Die Mariendarstellung auf dem Umhang des Juan Diego gilt als komplexer Bildcode, der zentrale Elemente indigener und christlicher Symbolik vereint. Das Bild transportierte im 16. Jahrhundert für ein weitgehend schriftloses Volk unmittelbar verständliche Botschaften von göttlicher Barmherzigkeit und stellt zugleich eine Brücke zwischen zwei Kulturen - Spanier und indigene Kulturen Mexikos - dar, die sich bis dahin feindlich gegenüberstanden. Die Deutungen verweisen auch auf eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, göttlicher Mutterschaft sowie kultureller Versöhnung.

Obwohl man bei dem Bild aufgrund des einfachen Stoffes aus Agaven-Faser eine übliche Lebensdauer von wenigen Jahrzehnten annehmen könnte, hat es die Jahrhunderte und auch mehrere Beschädigungen - darunter Säureeinwirkung und eine Bombenexplosion - nahezu unversehrt überstanden.

In mexikanischen Medien ist von einem erneuten "Tsunami an Pilgern" die Rede, die derzeit zum Festtag die Guadalupe-Basilika fluten: Die Stadtverwaltung rechne heuer mit 13 Millionen Besuchern allein in dieser Woche, berichtete das Portal "El Milenio" am Donnerstag. Die Feierlichkeiten begannen am Freitag zu Mitternacht (Ortszeit) mit dem von den TV-Stationen übertragenen Singen des Glückwunschliedes "Mañanitas". 

Auch in Österreich wird der Freitag mit einem großen Festgottesdienst in spanischer Sprache im Wiener Stephansdom um 18 Uhr gefeiert. Die Messgesänge im Mariachi-Stil werden dargeboten von Musikern des tr-illa Orchesters Wien und der Ensembles mehrerer spanischsprachigen katholischen Gemeinden der Bundeshauptstadt. Im Zentrum der von der Österreichisch-Mexikanischen Gesellschaft organisierten Feier, zu der viele der in Wien und Umgebung lebenden Lateinamerikaner erwartet werden, steht eine Darstellung des Gnadenbildes von Guadalupe in Originalgröße.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Guadalupe

  1. Guadalupe-Fest vereint Lateinamerikaner erstmals im Stephansdom
  2. Die erste Guadalupe-Predigt von Papst Leo ermöglicht einen Blick in sein Herz
  3. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  4. Es werden wieder um die 13 Millionen Guadalupe-Pilger in Mexiko-Stadt erwartet
  5. Kardinal Burke ruft zu neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe auf
  6. 'In Medjugorje erscheine ich, aber in Guadalupe wohne ich'
  7. Mexiko-Stadt: Elf Millionen Pilger kamen zum Guadalupe-Fest
  8. Mexiko: 10 Millionen Pilger zum Guadalupe-Fest erwartet
  9. Wegen Coronavirus: Lateinamerika der Madonna von Guadalupe geweiht
  10. Vom March for Life bis zur schwangeren Gottesmutter von Guadalup







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz