Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Ein Patron für alle Fälle

vor 16 Stunden in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über den heiligen Josef schweigt sich das Neue Testament aus. Aber sind nicht Taten wichtiger als Worte? Eine kleine Spurensuche im Josefs-Monat März.


Wien (kath.net / pk) Er war eine der wichtigsten Figuren in der Heilsgeschichte, und ist gleichzeitig einer, über den wir kaum etwas wissen: Josef, Ziehvater von Jesus, Ehemann von Maria, Beschützer der Heiligen Familie. Die Bibel schweigt sich über ihn aus, heißt es in einem Beitrag von ChurchPOP, der einige interessante Details ans Licht bringt.

Acht interessante Fakten über den heiligen Josef

ERSTENS: Es ist kein direktes Zitat des heiligen Josef in der Bibel überliefert. Er erscheint als stiller, demütiger Diener Gottes, der seine Aufgaben gut erfüllt. Gerne wird dieses Schweigen so interpretiert, dass es bedeutender gewesen sei, was Josef getan habe und nicht, was er gesagt habe. Matthäus hält fest, dass Josef „das tat, was der Engel ihm befahl“, nämlich das Kind Jesus zu nennen.

ZWEITENS: Im Markusevangelium wird Josef gar nicht erwähnt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas schreiben über Josef hauptsächlich in ihren Stammbäumen und den Kindheitsgeschichten Jesu. Nach den ersten Kapiteln verschwindet er gleichsam. Auch in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes sucht man vergeblich nach dem Ziehvater Jesu.


DRITTENS: In den Erzählungen von Matthäus und Lukas über die Geburt Jesu wird Josef eine wichtige Rolle zugeschrieben. Die letzte Tat, die ihm zugeordnet wird, ist, als er, gemeinsam mit Maria, Jesus im Tempel wieder auffindet. Im Gegensatz dazu taucht Maria immer wieder in den Erzählungen vom Wirken Jesu auf, etwa bei der Hochzeit zu Kana sowie bei der Kreuzigung. Von Josef scheint jede Spur verloren zu sein. Was ist mit ihm passiert? Folgt man verschiedenen Traditionen, so gibt es Vermutungen, dass Josef frühzeitig starb, noch bevor Jesus seinen Dienst begann. Die Bibel selbst gibt dazu keine Auskunft, und in der Forschung gibt es keine einheitlichen Erkenntnisse dazu.

VIERTENS: In der Heiligen Schrift wird nicht erwähnt, wie alt Josef war, als er Maria heiratete. Wir wissen nichts über sein vorheriges Leben. In einigen frühen apokryphen Schriften wird er als Witwer fortgeschrittenen Alters porträtiert, etwa im Protoevangelium von Jakobus und im Pseudo-Matthäus-Evangelium.  Hier wird notiert, er sei bereits Vater gewesen und für Maria als Ehemann und Beschützer bestimmt worden.

Dies könnte erklären, warum er schon starb, als Jesus noch ein junger Mann war; ebenso könnte dies erklären, warum in den Evangelien von Brüdern und Schwestern Jesu die Rede ist. Glaubt man diesen Schriften, so könnten dies die Kinder von Josef gewesen sein. Diese Details sind Vermutungen. Der heilige Hieronymus zieht eine andere Erklärung vor: Die Geschwister Jesu seien als nahe Verwandte oder Cousins zu verstehen und nicht als die Kinder von Josef, ist er überzeugt

FÜNFTENS: Historiker halten fest, dass die Verehrung des heiligen Josef zurückgeht ins frühe Mittelalter. Später wurden ihm Namen zugeschrieben wie „Beschützer des Herrn“.

SECHSTENS: Der heilige Josef hat zwei Festtage im Jahr. Am 19. März ehrt in die Kirche als Ehemann der seligen Jungfrau Maria und Ziehvater von Jesus. Das zweite Fest wird am 1. Mai gefeiert: An diesem Tag wird Josef seit 1955 auf Initiative von Papst Pius XII.  als Patron der Arbeiter verehrt. Das dritte Fest, in dem er natürlich eine wichtige Rolle spielt, ist jenes der Heiligen Familie, das am Sonntag in der Weihnachtsoktav gefeiert wird.

SIEBTENS: Der heilige Josef ist definitiv ein Patron für alle Fälle. Er ist Patron der Weltkirche, ebenso jener für eine gute Todesstunde. Häufig wird er als Patron für die Familien, Väter, Arbeiter und Künstler verehrt, ebenso als Patron der Ehemänner, Kranken und Arbeitssuchenden. Im Heiligenlexikon ist außerdem angeführt, dass er als Patron der Ehepaare, Kinder, Jugendlichen und Waisen verehrt wird; weiters als Kämpfer gegen den Kommunismus, als Patron der Zimmerleute, Tischler, Totengräber, Erzieher, Reisenden.

Zuständig ist Josef außerdem für Pioniere, Sterbende, bei Augenleiden, in Versuchungen, bei Wohnungsnot und bei Verzweiflung. Ebenso ist er Patron zahlreicher Länder, darunter Amerika, Mexiko, Philippinen, Kanada, China, Österreich, Belgien, Peru, Russland und Kroatien. Die heilige Teresa von Avila sagte einmal: „Was auch immer du vom heiligen Josef erbittest, du wirst es erhalten.“

ACHTENS: In der Theologie gibt es nicht nur die wissenschaftlichen Kategorien Christologie und Mariologie sondern auch eine Josefologie, die sich im 20. Jahrhundert in Europa und Nordamerika wissenschaftlich etablierte.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bücherwurm vor 10 Stunden 

@Uwe Lay: Sie sollten im Zusammenhang mit dem Protoevangelium des Jakobus

aber unbedingt erwähnen, dass dies KEINE anerkannte Schrift der Bibel ist und dass es NICHT für den Glauben verpflichtend ist!


0
 
 Uwe Lay vor 10 Stunden 
 

Mehr über den hl. Joseph

Über den hl. Joseph berichtet das "Protoevangelium des Jakobus" und ist wärmstens zum Lesen zu empfehlen. Die Intention dieses Textes ist die Einsicht, daß wir Jesus Christus nur kennen können, wenn wir nicht nur seinen Vater, Gott, sondern auch seine Mutter und ihren Bräutigamm kennen ob der Herkunftsbestimmtheit eines jeden. Dieser Text bietet uns sozusagen die Summa des damals über Maria und Joseph Bekannten.
Uwe Lay Pro Theol Blospot


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz