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| ![]() Ein Patron für alle Fällevor 16 Stunden in Spirituelles, 2 Lesermeinungen Über den heiligen Josef schweigt sich das Neue Testament aus. Aber sind nicht Taten wichtiger als Worte? Eine kleine Spurensuche im Josefs-Monat März. Wien (kath.net / pk) Er war eine der wichtigsten Figuren in der Heilsgeschichte, und ist gleichzeitig einer, über den wir kaum etwas wissen: Josef, Ziehvater von Jesus, Ehemann von Maria, Beschützer der Heiligen Familie. Die Bibel schweigt sich über ihn aus, heißt es in einem Beitrag von ChurchPOP, der einige interessante Details ans Licht bringt. Acht interessante Fakten über den heiligen Josef ERSTENS: Es ist kein direktes Zitat des heiligen Josef in der Bibel überliefert. Er erscheint als stiller, demütiger Diener Gottes, der seine Aufgaben gut erfüllt. Gerne wird dieses Schweigen so interpretiert, dass es bedeutender gewesen sei, was Josef getan habe und nicht, was er gesagt habe. Matthäus hält fest, dass Josef „das tat, was der Engel ihm befahl“, nämlich das Kind Jesus zu nennen. ZWEITENS: Im Markusevangelium wird Josef gar nicht erwähnt. Die Evangelisten Matthäus und Lukas schreiben über Josef hauptsächlich in ihren Stammbäumen und den Kindheitsgeschichten Jesu. Nach den ersten Kapiteln verschwindet er gleichsam. Auch in den übrigen Schriften des Neuen Testamentes sucht man vergeblich nach dem Ziehvater Jesu. DRITTENS: In den Erzählungen von Matthäus und Lukas über die Geburt Jesu wird Josef eine wichtige Rolle zugeschrieben. Die letzte Tat, die ihm zugeordnet wird, ist, als er, gemeinsam mit Maria, Jesus im Tempel wieder auffindet. Im Gegensatz dazu taucht Maria immer wieder in den Erzählungen vom Wirken Jesu auf, etwa bei der Hochzeit zu Kana sowie bei der Kreuzigung. Von Josef scheint jede Spur verloren zu sein. Was ist mit ihm passiert? Folgt man verschiedenen Traditionen, so gibt es Vermutungen, dass Josef frühzeitig starb, noch bevor Jesus seinen Dienst begann. Die Bibel selbst gibt dazu keine Auskunft, und in der Forschung gibt es keine einheitlichen Erkenntnisse dazu. VIERTENS: In der Heiligen Schrift wird nicht erwähnt, wie alt Josef war, als er Maria heiratete. Wir wissen nichts über sein vorheriges Leben. In einigen frühen apokryphen Schriften wird er als Witwer fortgeschrittenen Alters porträtiert, etwa im Protoevangelium von Jakobus und im Pseudo-Matthäus-Evangelium. Hier wird notiert, er sei bereits Vater gewesen und für Maria als Ehemann und Beschützer bestimmt worden. Dies könnte erklären, warum er schon starb, als Jesus noch ein junger Mann war; ebenso könnte dies erklären, warum in den Evangelien von Brüdern und Schwestern Jesu die Rede ist. Glaubt man diesen Schriften, so könnten dies die Kinder von Josef gewesen sein. Diese Details sind Vermutungen. Der heilige Hieronymus zieht eine andere Erklärung vor: Die Geschwister Jesu seien als nahe Verwandte oder Cousins zu verstehen und nicht als die Kinder von Josef, ist er überzeugt FÜNFTENS: Historiker halten fest, dass die Verehrung des heiligen Josef zurückgeht ins frühe Mittelalter. Später wurden ihm Namen zugeschrieben wie „Beschützer des Herrn“. SECHSTENS: Der heilige Josef hat zwei Festtage im Jahr. Am 19. März ehrt in die Kirche als Ehemann der seligen Jungfrau Maria und Ziehvater von Jesus. Das zweite Fest wird am 1. Mai gefeiert: An diesem Tag wird Josef seit 1955 auf Initiative von Papst Pius XII. als Patron der Arbeiter verehrt. Das dritte Fest, in dem er natürlich eine wichtige Rolle spielt, ist jenes der Heiligen Familie, das am Sonntag in der Weihnachtsoktav gefeiert wird. SIEBTENS: Der heilige Josef ist definitiv ein Patron für alle Fälle. Er ist Patron der Weltkirche, ebenso jener für eine gute Todesstunde. Häufig wird er als Patron für die Familien, Väter, Arbeiter und Künstler verehrt, ebenso als Patron der Ehemänner, Kranken und Arbeitssuchenden. Im Heiligenlexikon ist außerdem angeführt, dass er als Patron der Ehepaare, Kinder, Jugendlichen und Waisen verehrt wird; weiters als Kämpfer gegen den Kommunismus, als Patron der Zimmerleute, Tischler, Totengräber, Erzieher, Reisenden. Zuständig ist Josef außerdem für Pioniere, Sterbende, bei Augenleiden, in Versuchungen, bei Wohnungsnot und bei Verzweiflung. Ebenso ist er Patron zahlreicher Länder, darunter Amerika, Mexiko, Philippinen, Kanada, China, Österreich, Belgien, Peru, Russland und Kroatien. Die heilige Teresa von Avila sagte einmal: „Was auch immer du vom heiligen Josef erbittest, du wirst es erhalten.“ ACHTENS: In der Theologie gibt es nicht nur die wissenschaftlichen Kategorien Christologie und Mariologie sondern auch eine Josefologie, die sich im 20. Jahrhundert in Europa und Nordamerika wissenschaftlich etablierte. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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