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Papst Leo auf Versöhnungskursvor 6 Stunden in Weltkirche, 9 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Privataudienzen für den emeritierten argentinischen Bischof Pedro Daniel Martínez Perea, der von Papst Franziskus frühzeitig in den Ruhestand geschickt wurde, und mit zwei Professoren, die eine Studie über Besucher der Alten Messe verfasst haben.
Vatikan (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Am 5. März 2026 empfing Papsts Leo XIV. in privaten Audienzen zwei Persönlichkeiten beziehungsweise Gruppen, die unter dem Pontifikat seines Vorgängers Franziskus starke Benachteiligungen oder Kritik erfahren hatten.
Treffen mit dem emeritierten argentinischen Bischof Martínez Perea
Der emeritierte Bischof von San Luis in Argentinien, Pedro Daniel Martínez Perea, wurde von Papst Leo XIV. in einer privaten Audienz empfangen. Martínez musste im Juni 2020 – mit nur 64 Jahren und damit deutlich vor dem üblichen Rücktrittsalter von 75 – seinen Bischofssitz räumen. Papst Franziskus hatte ihn nach einer apostolischen Visitation, die im Dezember 2019 stattgefunden hat, zum vorzeitigen Rücktritt aufgefordert.
Hintergrund war vor allem Martínez’ klare Ablehnung heterodoxer Interpretationen des nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia (2016). In einem Hirtenbrief von 2017 hatte der Bischof die Unauflöslichkeit der Ehe verteidigt und betont, Franziskus habe die kirchliche Lehre zur Ehe nicht ändern wollen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass bestimmte Ansätze im Dokument – insbesondere die Öffnung für die Kommunion bei wiederverheirateten Geschiedenen – große Verwirrung gestiftet hätten. Zusätzlich hatte Martínez traditionelle Praktiken in seiner Diözese wiederhergestellt, etwa die Beschränkung der Altarhelfer auf Jungen. 
Seit 2020 erhielt Martínez keinerlei öffentliche Anerkennung mehr vom Vatikan und bekleidete keine pastoralen Ämter. Das jetzige Treffen mit Papst Leo wird daher als bemerkenswerte Geste der Rehabilitation und als Zeichen der Wertschätzung für seine treue zur Lehre der Kirche interpretiert. Der Heilige Stuhl veröffentlichte keine Details zum Inhalt der Audienz.
Audienz mit den Autoren der Studie über die Tridentinische Messe
Am selben Tag traf Papst Leo XIV. die Soziologen Stephen Bullivant und Stephen Cranney. Die beiden Professoren hatten 2024 eine empirische Studie über Besucher der Tridentinischen Messe (außerordentliche Form des römischen Ritus) in den USA veröffentlicht und bereiten ein Buch mit dem Titel „Trads: Latin Mass Catholics in the United States“ vor, das im für November 2026 erscheinen soll.
Ihre zentrale Erkenntnis: Entgegen der Darstellung in Franziskus’ Motu proprio Traditionis Custodes (2021), welches die alte Messe massiv einschränkte und Traditionalisten als schismatisch und ablehnend gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil charakterisierte, sind die Besucher der Lateinischen Messe überdurchschnittlich orthodox und keineswegs schismatisch.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind folgende: 49 Prozent der Befragten akzeptieren die Lehren des Zweiten Vatikanums, nur 11 Prozent lehnen sie ab oder lehnen sie stark ab. Nur 2 Prozent glauben nicht an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie – im Gegensatz zu mehr als der Hälfte der US-Katholiken insgesamt.
Das Treffen wird vor dem Hintergrund gesehen, dass Papst Leo seit August 2025 monatlich Audienzen mit prominenten Befürwortern der Alten Messe gewährt (u. a. Kardinal Burke, Kardinal Sarah, Bischof Athanasius Schneider). Er hat bereits Messen im Alten Ritus im Petersdom durch Kardinal Burke erlaubt und Ausnahmeregelungen in einigen Diözesen verlängert, hält jedoch restriktive Kräfte wie Kardinal Roche bis jetzt im Amt.
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Lesermeinungen| | Versusdeum vor 29 Minuten | | | | @Richelius Nun ja, dann haben wir aber ein Problem: Da letzteres unter das Beichtgeheimnis fällt (außer z.B., die Betroffenen posaunen es öffentlich herum), dürfte der Priester die Kommunion nicht verweigern, da dies strenggenommen bereits das Berichtgeheimnis verletzen würde. Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? |  0
| | | | | Richelius vor 2 Stunden | | | | @ Versusdeum Ein weiterer Punkt bei den wiederverheirateten Geschiedenen ist, daß die neue „Ehe“ auch vollzogen werden muß. Ohne Sex stellt die neue „Ehe“ keine Sünde dar. |  0
| | | | | Versusdeum vor 3 Stunden | | | | @LouiseS Ein Priester kann und darf nur bei sicher (!) vorliegenden und schweren Gründen die Kommunion verweigern. Er muss dabei m.W. ausschließen können, dass der Kommunikant kurz zuvor gebeichtet oder gar bereits sein Leben geändert haben könnte.
Im Übrigen wird allzu oft vergessen, dass es bei den "wiederverheirateten Geschiedenen" nur um Personen geht, deren
- katholisch geschlossene Ehe nicht annuliert wurde (Feststellung, dass die kirchliche Ehe ungültig war)
- kirchliche Ehe standesamtlich geschieden wurde und
- deren neue Beziehung ebenfalls standesamtlich geschlossen wurde |  0
| | | | | SalvatoreMio vor 4 Stunden | | | | Egal, wie es weitergeht - eines ist klar: ein Reich , das in sich gespalten ist, wird angreifbarer und schwacher. Das zeigt sich immer deutlicher, schon bis in den Kern der Gemeinden hinein. Die Auswirkungen: Selbstverständlichstes muss hinterfragt und diskutiert werden, nur zu Gebet und Andacht ist keine Zeit. |  0
| | | | | LouiseS. vor 5 Stunden | | | | @ marlin Kommunion fûr wiederverheiratete Geschiedene: Wir sind eine grossfusionierte Gemeinde und haben selten den gleichen Pfarrer an Sonntag. Das bedeutet, dass die Pfarrer doch zu 99,98 Prozent gar nichts über die Familienverhältnisse wissen und wenn da jemand vor ihnen steht und die Kommunion erbittet, bekommt er sie, unabhängig ob erlaubt oder nicht. Eine Nichte meines Mannes ist geschieden und neu verheiratet. Ihre eheliche Tochter hatte Erstkommunion und sowohl Mutter als auch Stiefvater bekamen wie Alle selbstverständlich die Kommunion. Soviel zum Thema! |  1
| | | | | marlin vor 5 Stunden | | | | @ LouiseS. Leider muss ich Ihnen recht geben. So ähnlich sehe ich das auch.
Aber vielleicht werden wir mal sagen können: „Was lange währt, wird endlich gut!“ |  1
| | | | | LouiseS. vor 6 Stunden | | | | Papst Leo zögert schon viel zu lange Ausser Audienzen und einer offiziellen erlaubten Feier durch Kardinal Burke ist noch nichts passiert. Er ist fast 1 Jahr Papst, aber ich bin enttäuscht. Er lässt Frauen in Leitungspositionen, er hat Mädchen als Ministranten. Diese Symbolik deutet eher auf ein modernes Amtsverständnis hin. Predigt er nicht auch wiederholt zum 2. Vatikan Konzil? Ich glaube, Papst Leo will sich nicht festlegen und / oder in einen Machtkampf gehen. Macht er bei der traditionellen Messe Zugeständnisse, hat er mit dem nächsten Flug Deutsche Bischöfe in Rom, die ihrerseits auch Zugeständnisse fordern. |  1
| | | | | marlin vor 6 Stunden | | | | Unauflöslichkeit der Ehe Zitat: „In einem Hirtenbrief von 2017 hatte der Bischof die Unauflöslichkeit der Ehe verteidigt und betont, Franziskus habe die kirchliche Lehre zur Ehe nicht ändern wollen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass bestimmte Ansätze im Dokument – insbesondere die Öffnung für die Kommunion bei wiederverheirateten Geschiedenen – große Verwirrung gestiftet hätten.“
Solche Bischöfe schickt man in den Ruhestand, aber Bischöfe, die behaupten, Homosexualität sei von Gott gewollt lässt man weiter walten!
Erlaubt man den Wiederverheirateten die Kommunion zu empfangen, so existiert die Unauflöslichkeit der Ehe nur virtuell auf dem Papier, denn es geht den Geschiedenen nicht um die Zeremonie in der Kirche (Eheschließung nach Scheidung), sondern um die Zugehörigkeit zum Volke Gottes trotz Ehebruches, die sich im Teilen des Tisches in der Eucharistie manifestiert.
Was sagt man dazu?! Glaubt man denn wirklich, dass Gott sich so primitiv überlisten lässt? |  1
| | | | | Wilolf vor 6 Stunden | | | | Bitte Hl. Vater, - retten Sie das göttliche 6. Gebot
- retten Sie das katholische Sakrament der Ehe
- retten Sie die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Altarsakrament.
Ziehen Sie FS, AL und TC zurück oder lassen Sie sie so „präzisieren“, dass sie wieder mit der katholischen Lehre übereinstimmen. |  1
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