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Christus, das Licht der Jugend und der Familien

vor 4 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Leo XIV.:  Die Jugend als lebendiges Zeichen von Hoffnung und Glaubensfreude. Familie als Ursprung und Schule der Liebe und des Lebens. Arbeit, Würde und Verantwortung im Licht des Evangeliums. Von Armin Schwibach


Bata (kath.net/as) Im Stadion von Bata begegnete Papst Leo XIV. jungen Menschen und Familien und zeigte sich bewegt von ihrem lebendigen Glauben. Er begrüßte sie „mit großer Freude“ und dankte für den herzlichen Empfang sowie für die Begeisterung, die „eure Glaubensfreude zum Ausdruck brachte“.

Der Papst griff das Bild eines „jungen, voller Energie“ geprägten Landes auf und stellte fest, dass sich das Motto der Reise - Christus als Licht der Zukunft - in den Gesichtern der Anwesenden widerspiegle: Das „strahlendste Licht“ sei in ihren Augen, in ihrem Lächeln und in ihren Liedern sichtbar gewesen. So bezeugten sie, dass Christus „Freude, Sinn, Inspiration und Schönheit in unser Leben bringt“. Mit Blick auf die kulturelle Identität des Landes würdigte Leo XIV. die Traditionen und Symbole, die die Jugendlichen mitgebracht hatten. Diese einfachen Zeichen des Alltags erzählten von Werten wie Einheit, Gastfreundschaft und Vertrauen. Darin erkannte er ein „glanzvolles und anspruchsvolles Erbe“, auf dessen Grundlage die jungen Menschen ihre Zukunft gestalten sollten.

Der Papst erinnerte an Worte des heiligen Johannes Paul II.: „Seid stets ein Vorbild der Eintracht untereinander, der gegenseitigen Liebe, der Fähigkeit zur Versöhnung und der wirksamen Achtung der Rechte jedes Bürgers, jeder Familie und jeder sozialen Gruppe. Respektiert und fördert die Würde aller Menschen in eurem Land, als Menschen und als Kinder Gottes“. Leo XIV. bekräftigte, dass Eintracht, Versöhnung und die Achtung der Würde jedes Menschen den Weg weisen müssten. Zugleich griff er Zeugnisse junger Menschen auf, die von Verantwortung, Arbeit und Berufung sprachen. Er unterstrich, dass ein Leben für Gott kein Verlust sei, sondern Erfüllung bringe: Wer sich Christus schenke, empfange „das Hundertfache und […] das ewige Leben“. Besonders eindringlich ging der Papst auf die Familie ein. Sie sei der „fruchtbare Boden“, in dem das menschliche und christliche Leben wachse. Ehe und Elternschaft bezeichnete er als „begeisternde Aufgabe“, als Weg der Liebe, der Hoffnung und der Heiligkeit. Dabei warnte er davor, den Wert der Familie durch Vorurteile zu relativieren, und rief dazu auf, sie zu schützen und zu stärken.

Abschließend führte Leo XIV. alle Gedanken auf einen gemeinsamen Mittelpunkt zurück: die Liebe. Diese Liebe müsse im Alltag gelebt und bezeugt werden. Sie sei die Kraft, die nicht nur das persönliche Leben, sondern auch die Gesellschaft verwandle. Wenn die Familien diese Liebe lebten, werde ihr Licht die Welt erhellen und eine Zukunft der Hoffnung eröffnen.

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kath.net veröffentlicht die Ansprache von Papst Leo XIV. Beim Treffen mit jungen Menschen und Familien, Stadion in Bata


Liebe junge Menschen, liebe Familien, der Friede sei mit euch!

Mit großer Freude begrüße ich euch. Ich danke dem Bischof für die Worte, die er an mich gerichtet hat. Euch allen danke ich für den herzlichen Empfang und für eure Begeisterung, die eure Glaubensfreude zum Ausdruck bringt.

Seine Exzellenz hat Äquatorialguinea als ein Land beschrieben, das „jung, voller Energie, voller Fragen und Lebenslust“ ist und zugleich den Wunsch hegt, Christus zu seinem Licht zu machen. Dies erinnert an das Motto dieser Reise – Christus, Licht Äquatorialguineas auf dem Weg in eine Zukunft der Hoffnung – sowie an das Logo mit der zentralen Darstellung eines goldenen Kreuzes. Vor allem aber findet es seine Bestätigung in eurer Anwesenheit! Das strahlendste Licht hier ist jenes in euren Augen, in euren Gesichtern, in eurem Lächeln, euren Liedern, die alle bezeugen, dass Christus Freude, Sinn, Inspiration und Schönheit in unser Leben bringt.

Äquatorialguinea ist ein Land voller Geschichte und Traditionen. Das haben wir eben gesehen in den Tänzen, Trachten und Symbolen, mit denen jede Gruppe ihre Identität zum Ausdruck gebracht hat, was unsere Zusammenkunft noch sichtbarer und bewegender gemacht hat. Ihr habt schlichte Alltagsgegenstände mitgebracht – einen Stock, ein Netz, das Modell einer Insel, ein Boot, ein Musikinstrument –, die von eurem Leben und den alten und edlen Werten erzählen, die es prägen, wie etwa der Dienst am Nächsten, die Einheit, die Gastfreundschaft, das Vertrauen und das Feiern. Dies ist das glanzvolle und anspruchsvolle Erbe, auf dessen Grundlage ihr, liebe junge Menschen, im Glauben eure Zukunft und die eures Landes gestalten sollt.

Daran erinnerte auch der heilige Johannes Paul II. bei seiner Ankunft in diesem Land, wo er auf eine so lebendige und dynamische Kirche traf. Zu den Gläubigen, die da waren, um ihn zu begrüßen, sagte er: »Seid stets ein Vorbild der Eintracht untereinander, der gegenseitigen Liebe, der Fähigkeit zur Versöhnung und der wirksamen Achtung der Rechte jedes Bürgers, jeder Familie und jeder sozialen Gruppe. Respektiert und fördert die Würde aller Menschen in eurem Land, als Menschen und als Kinder Gottes« (Ansprache bei der Ankunft in Äquatorialguinea, Malabo, 18. Februar 1982). Diese Worte leiten unsere Herzen auch heute noch und müssen euren Weg erhellen, wenn ihr euch auf eure zukünftigen Aufgaben vorbereitet.

Diesbezüglich hat Alicia davon gesprochen, dass es wichtig ist, den eigenen Pflichten treu zu bleiben und durch die tägliche Arbeit zum Wohl der Familie und der Gesellschaft beizutragen. Sie hat ihren Traum von einer Welt mit uns geteilt, „in der junge Menschen, Männer wie Frauen, nicht den einfachen Erfolg suchen, sondern sich für eine Kultur des Einsatzes, der Disziplin und der gut gemachten Arbeit entscheiden, und dass das auch wertgeschätzt werden sollte“. Sie sagte, Christin zu sein bedeute über die Teilnahme an der Eucharistiefeier hinaus, auch in Würde zu arbeiten und alle mit Respekt zu behandeln, wobei sie auch auf die Herausforderung hinwies, der sie als Frau in der Arbeitswelt begegnet. Dies lädt uns ein, über die Bedeutung einer fruchtbaren Beschäftigung nachzudenken wie auch über die Notwendigkeit, sich stets für die Würde aller Menschen einzusetzen.

Dasselbe bezeugte Francisco Martin in Bezug auf seine Berufung zum Priestertum. Er hat uns einen Blick auf die wunderbare Wirklichkeit vieler junger Menschen eröffnet, die sich zum Heil ihrer Brüder und Schwestern ganz Gott schenken. Er hat nicht verschwiegen, dass es ihm schwerfiel, den Mut aufzubringen, sein fiat zu sprechen, doch aus seinen Worten haben wir alle verstanden, dass es Freude und tiefe Gelassenheit bereitet, sich dem Willen Gottes zu überlassen. Ein Leben für Gott ist ein glückliches Leben, das sich jeden Tag im Gebet, in den Sakramenten und in der Begegnung mit den Brüdern und Schwestern erneuert, mit denen uns der Herr auf unserem Weg zusammenführt. In herzlicher Gemeinschaft und im fürsorglichen Handeln gegenüber den Bedürftigen erneuern sich die Wunder der Nächstenliebe. Wenn ihr also spürt, dass Christus euch ruft, ihm auf einem Weg besonderer Hingabe zu folgen – als Priester, Ordensfrauen, Ordensmänner –, dann fürchtet euch nicht, euch in seine Spuren zu begeben: Wie er selbst versichert hat – und auch ich möchte euch das hier heute mit Nachdruck sagen –, werdet ihr »das Hundertfache und […] das ewige Leben« erhalten (Mt 19,29).

Meine Lieben, ihr seid mit euren Familien zu diesem Treffen gekommen. Sie sind der fruchtbare Boden, in dem der junge, zarte Baum eures menschlichen und christlichen Wachstums Wurzeln schlägt. Ich lade euch daher ein, gemeinsam dem Herrn für das Geschenk eurer Angehörigen zu danken und euch, wie es uns Purificación und Jaime Antonio gesagt haben, dem Herrn anzuvertrauen, damit eure Familien in der Einheit wachsen und das Leben als ein Geschenk annehmen können, das zu schützen und zur Begegnung mit dem Herrn zu führen ist, mit ihm, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Joh 14,6). Viele von euch werden sich auf das Sakrament der Ehe vorbereiten. Ehepartner und Eltern zu sein ist eine begeisternde Aufgabe, ein Bund, der Tag für Tag gelebt werden will, in dem man sich gegenseitig stets neu entdeckt und gemeinsam mit Gott das Wunder des Lebens ermöglicht und das Glück für euch und für eure Kinder. Bereitet euch darauf vor, diese Berufung als einen Weg wahrer Liebe zu leben, die in der Freiheit wächst; als einen Weg der Hoffnung, die aus dem Bewusstsein kommt, dass Gott euch nicht im Stich lässt; als einen Weg der Heiligkeit, die immer das Wohl und das Glück des anderen sucht.

Ich danke Victor Antonio sehr für seine Aufrichtigkeit und seinen Mut, mit denen er uns seine Geschichte erzählt hat. Seine Worte helfen uns, noch tiefer den Wert dessen zu verstehen, was wir gesagt haben. Sie fallen wie ein Felsbrocken auf uns herab, sind aber nicht zerstörerisch. Diese Worte sollen uns vielmehr ermutigen, eine bessere Welt aufzubauen, die auf der Achtung vor dem ungeborenen und heranwachsenden Leben gründet, ebenso wie auf dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kindern. Victor Antonio hat uns daran erinnert, dass die Annahme des Lebens Liebe, Engagement und Fürsorge erfordert, und diese Worte aus dem Mund eines jungen Menschen müssen uns ernsthaft zu denken geben, wie wichtig es ist, die Familie zu schützen und zu bewahren, zusammen mit den Werten, die in ihr erlernt werden. Pflegen wir sie, leben wir sie und bezeugen wir sie auch dann, wenn es Opfer verlangt, oder wenn, wie Jaime Antonio und Purificación sagten, Urteile, Vorurteile und Klischees ihren Wert herabsetzen wollen. Eine Familie, in der man es versteht, einander anzunehmen und zu lieben, ist Licht, ist Wärme. Papst Franziskus hat uns hierzu sehr schöne Worte hinterlassen: »[Das] Paar von Vater und Mutter mit seiner ganzen Geschichte der Liebe. […] Das liebende Paar, das Leben zeugt, ist das wahre, lebende „Bildnis“ […], das imstande ist, den Gott, der Schöpfer und Erlöser ist, darzustellen« (Apostolisches Schreiben Amoris laetitia, 9.11).

Liebe junge Menschen, liebe Eltern und ihr alle, lassen wir uns von der Schönheit der Liebe begeistern, werden wir zu Zeugen der Liebe, die Jesus uns geschenkt und gelehrt hat! Bezeugen wir jeden Tag, dass es schön ist zu lieben, dass die größten Freuden in allen Bereichen daraus entstehen, dass wir im Stande sind zu geben und uns zu verschenken, insbesondere wenn wir uns denen zuwenden, die am bedürftigsten sind. Das Licht der Nächstenliebe, das in den Familien gepflegt und im Glauben gelebt wird, kann die Welt wirklich verwandeln, auch in ihren Strukturen und Institutionen, damit jeder Mensch Anerkennung findet und niemand vergessen wird (vgl. Papst Franziskus, Botschaft zum Welternährungstag, 14. Oktober 2022). Nehmen wir uns dies gemeinsam fest zum Vorsatz, machen wir es uns zur freudigen Verpflichtung, damit Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, das Licht Äquatorialguineas, Afrikas und der ganzen Welt, uns alle in eine hoffnungsvolle Zukunft führe.

 


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