Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  10. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  11. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Propst Höslinger: Papst Leo hat Ruhe in die Kirche gebracht
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Rom: Chaldäische Kirche wählt neuen Patriarchen

vor 12 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Synode zur Wahl des neuen Kirchenoberhaupts tritt am Donnerstag zusammen - Am Freitag empfängt Papst Leo die Synodenväter und möglicherweise schon den neuen Patriarchen


Rom (kath.net/KAP) In Rom beginnt am Donnerstag die Synode der Chaldäisch-katholischen Kirche, auf der ein neuer Patriarch gewählt werden soll. Die Wahl ist notwendig, nachdem Papst Leo XIV. am 10. März das Rücktrittsgesuch von Patriarch Louis Raphael Sako (77) angenommen hat. Sako wird an der Versammlung zur Wahl des neuen Kirchenoberhaupts nicht teilnehmen, wie er selbst schon vor ein paar Tagen angekündigt hat. Seit dem 10. März und bis zur Wahl des neuen Patriarchen leitet das ranghöchste Mitglied der Synode, Erzbischof Habib Hormuz Al-Naufali von Basra im Südirak, die Kirche interimistisch.

Bischof Hormuz bestätigte gegenüber dem Portal "gaudiumpress.ca", dass die Synodenväter am Freitag im Vatikan mit Papst Leo XIV. zusammentreffen werden. Wenn alles gutgeht, soll dann bereits der neue Patriarch gewählt sein. Sicher ist das aber nicht. Der gedrängte Zeitplan hängt auch mit der anstehenden Afrikareise des Papstes zusammen, die am Montag beginnt. Die chaldäische Synode ist von 9. bis 15. April anberaumt.

Am Beginn der Synode werden die chaldäischen Bischöfe noch eine geistliche Einkehr halten und danach ausführlich die Lage der Kirche erörtern, wobei jeder Bischof gehalten ist, Stellung zu nehmen. Erst danach wird gewählt. Altpatriarch Sako wird an der Synode nicht teilnehmen. Für die erfolgreiche Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit nötig. Können sich die Bischöfe auch nach 15 Tagen auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen, muss die Angelegenheit an den Papst übergeben werden, der über das weitere Prozedere entscheidet. Der Papst muss auch die Wahl des neuen Patriarchen bestätigen.


Neuer Patriarch muss kein Bischof sein

In den sozialen Medien wurden als aussichtsreiche Kandidaten etwa der Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, der Erzbischof von Teheran, Imad Khoshaba Gargees, oder der Erzbischof von Sydney, Emil Shimoun Nona, genannt. Offizielle Stellungnahmen gibt es keine. Das für die katholischen Ostkirchen zur Anwendung kommende Kirchenrecht schreibt auch nicht zwingend vor, dass der neue Patriarch zum Zeitpunkt der Wahl bereits Bischof sein muss.

Druck auf Christen

Louis Sako leitete seit 2013 als Patriarch die Chaldäisch-katholische Kirche, eine mit Rom verbundene Ostkirche, die weit zurück in die Anfänge des Christentums reicht. Sie hat rund eine halbe Million Mitglieder. Ihr Zentrum liegt im heutigen Irak, der Sitz des "Patriarchen von Babylon" ist die Hauptstadt Bagdad; ein großer Teil der Gläubigen lebt aber in den USA, Westeuropa und Australien.

Im Nahen Osten gibt es bedeutende chaldäische Gemeinden im Irak, Syrien, dem Libanon und im Iran. Im Irak gehörten zuletzt rund zwei Drittel der Christen der Chaldäischen Kirche an. Islamistischer Terror, eine instabile Sicherheitslage, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und Ressentiments in der muslimischen Mehrheitsgesellschaft machen den christlichen Gläubigen in der Region seit vielen Jahren zu schaffen.

Sako fordert Modernisierung des Islam

Patriarch Sako setzte sich unermüdlich gegen die Abwanderung der Christen aus ihrer Heimat und für Religionsfreiheit sowie einen freien und demokratischen Irak mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger ein. An die muslimischen Partner gerichtet, forderte er eine Modernisierung des Islam. - All das werden auch für seinen Nachfolger die großen Herausforderungen sein. Dazu kommen noch interne Spannungen in der Kirche, die in den letzten Jahren sichtbar wurden. Aufgabe des Nachfolgers wird es sein, die Bischöfe bzw. die Kirche wieder zu einen.

Die Chaldäisch-katholische Kirche ist ab dem 16. Jahrhundert aus der Assyrischen Kirche des Ostens hervorgegangen. In der Kirche wird der ostsyrische Ritus verwendet. Liturgiesprache ist grundsätzlich Syrisch (Aramäisch), oft aber auch in Kombination mit Arabisch. Wegen der Union mit der römisch-katholischen Kirche haben auch lateinische Elemente Eingang in die Liturgie gefunden.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Innenraum der Kathedrale Unsere Liebe Frau von den Schmerzen in Bagdad (c) Wikipedia/CC BY 2.0/Christian World


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Unierte

  1. Russische Griechisch-katholische Kirche von Rom vernachlässigt?
  2. Schönborn: Österreich erlebt "Aufblühen" der unierten Kirchen
  3. Chaldäischer Patriarch: Wir fürchten um unser Überleben
  4. Papst errichtet Diözese für chaldäisch-katholische Kirche in Kanada







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz