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| ![]() Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimenvor 9 Stunden in Aktuelles, 4 Lesermeinungen Algerien ist erste Station der elftägigen Afrikareise von Leo XIV. - Papst: "Lasst uns die Oasen des Friedens vermehren, die Ursachen der Verzweiflung anprangern und beseitigen Algier (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seiner Afrikareise die Gemeinsamkeit von Muslimen und Christen im Glauben an den einen Gott betont. In einer Ansprache an Vertreter von Regierung, Diplomatie und Zivilgesellschaft in Algerien sagte er am Montag in der Hauptstadt Algier: "Wir sind Brüder und Schwestern, weil wir denselben Vater im Himmel haben." Weiter sagte der Papst in seiner auf Englisch gehaltenen und ins Arabische übersetzten Rede: "In einer Welt voller Konflikte und Missverständnisse wollen wir einander begegnen und versuchen, einander zu verstehen, in der Erkenntnis, dass wir eine einzige Familie sind! Heute ist dieses einfache Bewusstsein der Schlüssel, um viele verschlossene Türen zu öffnen." Er unternehme seine Reise als "Zeuge des Friedens und der Hoffnung, nach denen sich die Welt zutiefst sehnt". Leo XIV., der vor seiner Wahl zum Papst als Generaloberer des Augustiner-Ordens bereits zweimal Algerien bereist hat, lobte das algerische Volk für seine Gastfreundschaft, die tief in der arabischen und in der berberischen Kultur verwurzelt sei. Zugleich betonte er die Tugenden der Barmherzigkeit und des Gerechtigkeitssinns. "Ungerecht ist, wer Reichtümer anhäuft und anderen gegenüber gleichgültig bleibt", erklärte er. "Eine Religion ohne Barmherzigkeit und ein gesellschaftliches Leben ohne Solidarität sind in den Augen Gottes ein Skandal." Kritik am Neokolonialismus Der Papst fuhr fort mit einer Kritik an den wirtschaftlichen Großmächten der Gegenwart: "Viele Gesellschaften, die sich für fortschrittlich halten, stürzen immer tiefer in Ungleichheit und Ausgrenzung", so Leo XIV. "Die Menschen und Organisationen, die über andere herrschen - das weiß Afrika nur zu gut -, zerstören die Welt, die der Allerhöchste erschaffen hat, damit wir zusammenleben." Er kritisierte "fortwährende Verstöße gegen das Völkerrecht und neokoloniale Versuchungen" in der Gegenwart. Weiter rief der Papst zur Förderung einer "lebendigen, dynamischen und freien Zivilgesellschaft" in Algerien auf. Die wahre Stärke eines Landes bestehe in der Zusammenarbeit aller zur Verwirklichung des Gemeinwohls. Entsprechend seien die staatlichen Verantwortlichen "nicht dazu bestimmt, zu beherrschen, sondern dem Volk und seiner Entwicklung zu dienen". Politisches Handeln habe seinen Maßstab also in der Gerechtigkeit, ohne die es keinen wahren Frieden gebe. "Es findet seinen Ausdruck in der Förderung gerechter und würdiger Lebensbedingungen für alle." Dazu wolle die katholische Kirche beitragen, so der Papst. "Lasst uns die Oasen des Friedens vermehren, die Ursachen der Verzweiflung anprangern und beseitigen, gehen wir gegen diejenigen vor, die aus dem Unglück anderer Profit schlagen!", sagte Leo XIV. "Denn die Gewinne derer, die mit dem menschlichen Leben spekulieren, dessen Würde unantastbar ist, sind unrechtmäßig." Von Staatspräsident Tebboune empfangen Das Kirchenoberhaupt war am Montag kurz vor 11 Uhr mit einer Sondermaschine der italienischen Fluggesellschaft Airways in Algier angekommen und dort von Staatspräsident Abdelmajid Tebboune sowie den Bischöfen des Landes um Kardinal Jean-Paul Vesco begrüßt worden. Im Anschluss an eine für Staatsbesuche übliche Station am Märtyrerdenkmal zum Algienkrieg im zentralen Viertel Riadh el Feth absolvierte der Papst einen Höflichkeitsbesuch bei Tebboune im Präsidentenpalast. Anschließend fand die Begegnung mit Vertretern aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft in der früheren französischen Kolonie statt. Im heute vom Islam geprägten Algerien wollte Leo XIV. noch am Montagnachmittag die große Moschee von Algier, die weltweit drittgrößte muslimische Gebetsstätte, besuchen. Auch an die eigenen katholischen Gläubigen wird sich der Papst gleich am Ankunftstag wenden, und zwar bei einem abendlichen Treffen in der Marienbasilika "Unsere Liebe Frau von Afrika". Heute machen Katholiken etwa 0,2 Prozent der rund 46 Millionen Algerier aus. Ihre Kirche ist als einzige christliche Gemeinschaft offiziell registriert. Am Dienstag in Hippo Der zweite Besuchstag in Algerien steht am Dienstag ganz im Zeichen des Heiligen Augustinus (354-430). Papst Leo fliegt in die Stadt Annaba und wird die archäologische Stätte von Hippo besuchen, wo Augustinus, auf den der Augustinerorden zurückgeht, in der Spätantike Bischof war. Anschließend feiert Leo XIV. in der örtlichen Augustinus-Basilika einen Gottesdienst. Auch ein privates Treffen mit seinen Ordensbrüdern im Haus der Augustiner-Gemeinschaft steht auf dem Programm. Von Algerien geht es am Mittwoch (15. April) weiter in Kameruns Hauptstadt. Weitere Stationen der dritten und bisher längsten Auslandsreise des vor knapp einem Jahr gewählten Papstes sind bism 23. April Angola und Äquatorialguinea. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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