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"Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliertvor 3 Stunden in Weltkirche, 9 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Streit nach Papst-Tweet um Krieg gegen das Mullah-Regime eskaliert. Tausendfache Kritik auf X gegen den Papst. Am Ende reagiert auch Trump selbst mit Angriffen auf Leo - Katholischer Journalist Damian Thompson ordnet die Lage ein
Rom (kath.net/rn)
„Gott segnet keinen Konflikt. Wer ein Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, ist, steht niemals auf der Seite derer, die gestern das Schwert ergriffen haben und heute Bomben abwerfen. Nicht militärische Aktionen werden Räume der Freiheit oder Zeiten des Friedens schaffen, sondern nur die geduldige Förderung des Zusammenlebens und des Dialogs zwischen den Völkern“, schrieb Papst Leo am Freitag und wurde damit auf X mit tausendfacher Kritik von seinen „Followern“ konfrontiert.
So meinte der Autor Hasnain Kazim: „Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen? Sollte man die Ukraine nicht unterstützen, sich der Aggressionen Russlands zu erwehren? Sollte man Terrororganisationen wie der Hamas nicht Einhalt gebieten? Ich halte derartigen Pazifismus für durchaus sympathisch, aber auch für sehr, sehr naiv.“
Megan Basham, Journalistin und Bestsellerautorin, fragte sich auf X: „Stand Gott auf der Seite des Vaters des Papstes, als dieser die Strände der Normandie stürmte, um ‚das Schwert zu schwingen‘?“ Basham verwies dabei auf einen Artikel über den Vater von Papst Leo, der in der US-Armee gedient hat.
Paul Carpathea schreibt: „Während der Papst im Vatikan in Rom sicher und unversehrt sitzt und predigt, wie falsch Krieg ist, lasst uns nie vergessen, dass Italien von einem totalitären Regime durch die amerikanischen Streitkräfte befreit wurde.“ Valentina Gomez meint: „David hat nicht für Goliath gebetet, er hat ihn getötet.“ Und ein anderer User schreibt: „War es also falsch, Buchenwald zu befreien?“ Zahlreiche User verweisen auf das Alte Testament und schreiben: „Gott befiehlt und segnet mehrere Kriege im Alten Testament.“ The Salty Lobster schreibt: „Stell dir vor, du hättest einen Papst, der noch nie von den Kreuzzügen gehört hat.“
Cynical Publius, der auf X Hunderttausende Follower hat, fragt den Papst: „Eure Heiligkeit, als Wiege-Katholik und frommer Anhänger der Kirche frage ich respektvoll, ob Sie mir bitte mitteilen könnten: 1. Wie verträgt sich Ihr Beitrag mit den Lehren von St. Augustinus und St. Thomas von Aquin zum Gerechten Krieg? 2. Hätten Sie den Hauptmann verurteilt? (Lukas 7,1-10). 3. Haben die USA unrecht getan, indem sie die Nazi-Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg befreit haben?“ 
Und Steve Skojec antwortet Papst Leo ebenfalls mit dem heiligen Augustinus: „Was ist das Böse am Krieg? Ist es der Tod einiger, die ohnehin bald sterben würden, damit andere in friedlicher Unterwerfung leben können? Dies ist lediglich feige Abneigung, kein religiöses Gefühl. Die wahren Übel im Krieg sind Liebe zur Gewalt, rachsüchtige Grausamkeit, wilde und unversöhnliche Feindschaft, zermürbender Widerstand und der Durst nach Macht und Ähnliches; und es geschieht in der Regel, um diese Dinge zu bestrafen, wenn Gewalt erforderlich ist, um die Strafe zu verhängen, dass gute Männer Kriege unternehmen, in Gehorsam gegenüber Gott oder einer gesetzmäßigen Autorität, wenn sie sich in einer solchen Lage befinden hinsichtlich der Führung menschlicher Angelegenheiten, dass rechtes Handeln sie dazu zwingt, so zu handeln oder andere dazu zu bringen, so zu handeln.“ (Augustinus von Hippo, Antwort an Faustus den Manichäer XXII. 74. Nicene and Post-Nicene Fathers, Bd. 4, S. 301.)
Zahlreiche Reaktionen auf den Tweet erinnerten auch an verschiedene Bibelstellen im Alten Testament. So wird unter anderem auf Prediger 3,8 („Es gibt eine Zeit zum Krieg und eine Zeit für Frieden“) oder auch auf Josua 6 („Gott weist an, Jericho zu erobern“), 1. Samuel 15 („Gott weist an, die Amalekiter zu vernichten“) oder 2. Mose 15,3 („Der Herr ist ein Krieger“) verwiesen.
Eskalation ab Sonntag Abend
Auch Trump selber hatte am Sonntag am Abend auf Truth Social den Papst reagiert und geschrieben, dass der Papst in Bezug auf Außenpolitik "schrecklich" sei und ""schwach" bei der Kriminalitätsbekämpfung. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan", meinte Trump und er wolle auch keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze und dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen habe. Wörtlich schrieb Trump auch: "Er redet über 'Angst' vor der Trump-Regierung, aber er erwähnt nicht die ANGST, die die katholische Kirche und alle anderen christlichen Organisationen während COVID hatten, als sie Priester, Geistliche und alle anderen verhafteten, nur weil sie Gottesdienste abhielten, selbst wenn sie draußen waren und zehn oder sogar zwanzig Fuß voneinander entfernt standen." Trump kritisierte auch, dass der Papst sich vergangene Woche ausgerechnet mit Obama-Berater Axelrod traf.
Damian Thompson, der englische Journalist und guter Kirchenkenner, meinte dazu auf X. zur Einordnung des Zwists: "Präsident Trumps Angriff auf Papst Leo ist eine Katastrophe für die amerikanischen Katholiken und für die Welt. Er ist äußerst schlecht durchdacht, auch wenn ich weiterhin verblüfft bin über das Versäumnis des Papstes, den Iran zu verurteilen, und sein rätselhaftes Treffen mit Axelrod. Hat Trump völlig unrecht mit dem einseitigen und manchmal verwirrenden Charakter der vatikanischen Außenpolitik-Erklärungen? Nein. Hat er falsch gehandelt, indem er in einem scheinbaren Wutanfall auf den Papst losging? Absolut."
Auch Eduardo Verástegui, der bekannte katholische Schauspieler und Regisseur, hat sich der Trump-Kritik an Papst Leo zu Wort gemeldet und folgende Nachricht veröffentlicht: ""Als Katholik antworte ich Ihnen mit Respekt, aber auch mit Klarheit: Papst Leo XIV ist weder ein politischer Akteur noch ein Untergebener irgendeiner Regierung. Er ist der Nachfolger des heiligen Petrus und der Vikar Christi, und seine Mission ist es, die Schafe Christi zu weiden; seine Mission ist geistlich: Seelen zu leiten, die menschliche Würde zu verteidigen und der Welt die Wahrheit zu verkünden, auch wenn sie der Macht unangenehm ist. Die Kirche existiert nicht, um Regierungen zu gefallen, sondern um Licht inmitten der Dunkelheit zu sein. Wir können über öffentliche Politik diskutieren. Wir können legitime Unterschiede haben. Aber den Papst mit persönlichen Herabsetzungen anzugreifen stärkt niemanden … und die katholische Kirche, die Millionen von uns bekennen, schon gar nicht. Ein starker Führer fürchtet sich nicht vor der Wahrheit. Und ein wahrer Christ sollte die Nächstenliebe nicht verlieren, nicht einmal im Widerspruch. Wichtige Klarstellung: Katholiken respektieren die weltlichen Autoritäten, aber unsere letzte Loyalität gilt Christus und seiner Kirche. Die Macht ist vergänglich. Die Wahrheit nicht. Ich lade alle Katholiken ein, für den Frieden in der Welt und für die Bekehrung aller politischen Führer zu beten, damit sie ihren Völkern dienen, wie Gott es gebietet. Gott segne Sie."
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Lesermeinungen| | rainier vor 1 Stunden | | | | Pazifismus ist nichts als Populismus, auch dann, wenn er aus dem Vatikan kommt Papst Leo tut sich und der HEILIGEN KIRCHE keinen Gefallen, wenn er sich naiv äußert.
Als Israel und die USA den Iran angegriffen haben, wussten sie von ihren Geheimdiensten, dass sich Vater und Sohn Chamenei und andere Anführer des Regimes in einem bestimmten Gebäude versammelt hatten. Diese Erkenntnisse, so denke ich, sind von Gott zugelassen worden. Die versammelte Clique hatte Wochen zuvor mindestens 30.000 Demonstranten erschießen lassen, die nichts anderes als Freiheit wollten.
Wären nicht die deutschen Städte zerbombt und sogar ganz bewusst das Leid der Zivilbevölkerung angestrebt worden, um den Wahnsinn des Führerkultes zu brechen und die Deutschen zu zermürben, würde ganz Europa heute unter der Herrschaft des Nationalsozialismus stehen. Denn die Nazis waren kurz davor, die Atombombe einsetzen zu können.
Das Volk hat ab 1945 über Jahre elendig gelitten, aber es war der überhohe Preis der Freiheit. Die Politik der Verhandlungen mit Hitler war komplett gescheitert. |  1
| | | | | Rolando vor 2 Stunden | | | | Holen wir mal etwas weiter aus, |  0
| | | | | Schillerlocke vor 2 Stunden | | | | Mich stört diese pseudomessianische Inszenierung Trumps als segnender und heilender Christus auf dem Bild. Welch eine Hybris! |  2
| | | | | Gandalf vor 2 Stunden | |  | Ein Vatikaninsider Meine gestern zu uns: Er ist sich nicht sicher, ob die Tweets wirklich von Leo kommen oder nicht noch von Franziskus-Leuten abgesetzt werden.
Auf jeden Fall sind einige der Tweets leider nicht besonders gut durchdacht, leider, leider.. |  1
| | | | | Stefan Fleischer vor 2 Stunden | |  | Oje, oje, oje... "Der Tweet von Leo war ein historischer Fehler."
Hier bin ich nicht einverstanden. Unser Heiliger Vater sah sich verpflichtet zur Entwicklung der Situation Stellung zu nehmen, und zwar deutlich, da all seine bisherigen Appelle nicht gefruchtet haben. Dass er dabei auf Deeskalation setzte und versuchte, die Eskalationsspirale zu durchbrechen scheint, mir sehr vernünftig und für einen Papst angemessen. Auf die Frage der Rechtfertigung dieses Krieges ging er nicht ein, ebenso wenig wie auf die Frage der Erfolgsaussichten, welche von verschiedenen Experten zumindest als sehr fragwürdig beurteilt werden. Und noch weniger sprach er die Frage an, ob ein einzelner Mensch, und sei er Präsident eines der mächtigsten Länder der Welt, den Weltpolizisten spielen darf. Nicht einmal ein Papst dürfte sich ähnliches leisten. |  0
| | | | | Gandalf vor 2 Stunden | |  | DANKE an USA/Churchill usw. für die Bomben! Noch ein Nachsatz zum Papst-Tweet: [.... steht niemals auf der Seite derer, die gestern das Schwert ergriffen haben und heute Bomben abwerfen..]
Ich bin super dankbar, dass die USA/GB usw. damals bei uns die Bomben auf die Nazis abgworfen haben, sonst würden wir nicht in Freiheit hier leben können! Dh. durch BOMBEN gab es nachweislich FREIHEIT für die Länder in Europa! |  1
| | | | | Stephaninus vor 2 Stunden | | | | für mich eine persönliche Lehre 1. Als konservativer Katholik habe ich gelernt: nicht alles, was antilinks, gegen den Zeitgeist und religiös unterfüttert daherkommt, ist eine angemessene Alternative zur herrschenden Ideologie.
2. Historische Vergleiche können auch gefährlich sein: Bei aller Apathie gegen Iran, den Angriff Amerikas auf dieses Land leichthin mit der Befreiung Europas durch Amerika zu vergleichen, geht in die Irre.
3. Und nein: Trump und der Papst haben nicht viel gemein. Hier eine hochgebildeter, moralisch integrer Führer, dort ein selbstverliebter, in vielen Bereichen moralisch hochproblematischer Narzist, der gelegentlich die Religion vor seinen Wagen spannt.
4. Trump wird den Werten, die er zu verteidigen vorgibt, langfristig schaden. |  2
| | | | | Vox coelestis vor 3 Stunden | | | | Das ist zu einfach gedacht Als im Iran tausende, ja zehntausende Menschen einfach erschossen wurden, als sie gegen das Mullah-Regime demonstrierten, hat das Papst Leo genauso scharf verurteilt? Hätten die USA die Hände in den Schoß legen sollen und sagen das interessiert uns nicht, ist nicht unsere Sache.
Wenn jemand auf der Strasse verprügelt wird, und ich sehe tatenlos zu, weil ein Jünger Christi nicht mit Gewalt dazwischengeht, ist es das was der Papst meint?
Geduldig abwarten bis sich alles von alleine wieder schüsselt?
Nein, hier macht es sich der Papst zu einfach.
Trotzdem werden Kriege aber viel weniger durch Waffengewalt, als durch das inständige Gebet, bes. des Rosenkranzes (heute ist Fatimatag), beendet werden. |  1
| | | | | Gandalf vor 3 Stunden | |  | ... ora pro nobis... Oje, oje, oje...
Der Tweet von Leo war ein historischer Fehler.
Die Angriffe von Trump und das dumme Trump-Bild auch!
Heute ist der Tag, wo für LEO + TRUMP beten sollten, denn beide stehen sich viel näher, als dieser Showdown vermuten lässt.. |  2
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