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RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

vor 8 Stunden in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Doku über Gewaltdelikte – „Zwei Journalisten, die sich als freie Mitarbeiter u.a. des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks ausgaben, verfolgten mein Team und mich durch den Stuttgarter Bahnhof und versuchten, unsere Berichterstattung zu unterbinden“


Stuttgart (kath.net) „Mehr als 27.000 Gewaltdelikte gab es laut Bundespolizei an deutschen Bahnhöfen und in Zügen im Jahr 2025. Ein neuer Höchststand. Ich habe die Bundespolizei deshalb zwei Nächte lang auf Streife begleitet. Im gesamten Stuttgarter Bahn- und S-Bahn-Netz. Wir eilten von Einsatz zu Einsatz, hörten Meldungen über Messerdelikte, Steinwürfe, wurden zu einer Massenschlägerei gerufen und waren dabei, als die Schicht von zwei Zugbegleiterinnen im Krankenhaus endete.“ Das schreibt die RTL-Investigativjournalistin Liv von Boetticher auf ihrem Auftritt auf X. Sie ist auch Buchautorin, ihr 2026 erschienenes Buch „Wir verlieren dieses Land“ lässt Polizistinnen und Polizisten aus ganz Deutschland zu Wort kommen.

Sie sei dabei einer Realität begegnet, „die viele Menschen längst spüren, über die aber oft nur verkürzt oder gar nicht gesprochen wird: jugendliche Intensivstraftäter, fast ausschließlich junge Männer, deren Gewaltbereitschaft selbst erfahrene Beamte erschüttert“. Dabei stellt sie klar, dass sie es als Journalistin nicht als ihre Aufgabe verstehe, „Realität zu beschönigen oder gesellschaftliche Entwicklungen weichzuzeichnen“, sondern zu dokumentieren und auch Unbequemes auszusprechen. Denn der demokratische Auftrag des Journalismus bestehe darin: „Menschen zu informieren, nicht zu bevormunden“.


Sie habe es als „schockierend“ empfunden, schildert sie weiter, dass „zwei Journalisten, die sich als freie Mitarbeiter u.a. des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks ausgaben“, sie und ihr Team „durch den Stuttgarter Bahnhof“ verfolgten „und versuchten, unsere Berichterstattung zu unterbinden“. Eigens betont sie, dass dies nicht deshalb geschehen sei, weil man möglicherweise falsch berichtet habe, sondern „weil wir dokumentierten, was geschah. Ein Mann mit afrikanischer Abstammung wurde kontrolliert. Die beiden erklärten sofort, das Filmen sei ‚stigmatisierend‘. Ob es einen berechtigten Anlass für die Kontrolle gab (den gab es: der Mann hatte laut eigener Aussage seinen Aufenthaltstitel wegen eines Gefängnisaufenthaltes verloren und seine Duldung lief am Tag des Drehs ab), interessierte sie nicht, sie fragten nicht mal danach. Die Realität selbst schien das Problem zu sein“, schildert die RTL-Journalistin und macht sich in den folgenden Zeilen Gedanken über die Aufgabe der Pressefreiheit: „Demokratie lebt von mündigen Bürgern. Mündige Bürger brauchen vollständige Informationen. Und genau deshalb ist ehrlicher, unbequemer Journalismus keine Gefahr für die Demokratie — sondern eine Voraussetzung für ihr Überleben.“


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Lesermeinungen

 Felmy vor 2 Stunden 
 

Sie hat es als schockierend empfunden, dass zwei Journalisten ihre Arbeit unterbinden wollten. Das sind ja schon fast Nord-koreanische Zustände und eine Schande für ihren Beruf.


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 JP2B16 vor 6 Stunden 
 

Ein gutes Beispiel für das künftige "Public-Value-System"

Solche Dokus werden im künftigen "Public-Value- System" herausgefiltert, oder nur ganz schwer auffindbar sein.


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