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Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“

29. Mai 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Der emeritierte Kurienkardinal kritisiert deutschen Pessimismus und belehrende Reformvorschläge an die Weltkirche. Die „Gotteskrise“ sei ein rein europäischer Sonderweg, während das Christentum in Afrika wachse.


Stuttgart (kath.net)

Scharfe Kritik an der Mentalität der katholischen Kirche in Deutschland kommt von prominenter Stelle: Kurienkardinal Walter Kasper (93) hat die deutschen Katholiken eindringlich davor gewarnt, andere Teile der Weltkirche mit ungebetenen Reformvorschlägen zu belehren. Wer arrogant auftrete oder meine, von Deutschland aus „die Marschrichtung angeben“ zu können, bewirke das genaue Gegenteil. „Das wäre die beste Methode, sich unbeliebt zu machen in der Welt“, betonte Kasper am Donnerstag bei einer Tagung in Stuttgart, wie das Kölner "Domradio" berichtet.


Ratschläge nach dem Motto „Wir sagen, wie es weitergeht“ akzeptiere in der heutigen Weltkirche niemand mehr, stellte der frühere Bischof von Rottenburg-Stuttgart klar: „Auch nicht in Afrika.“ Während man in Deutschland momentan in einer tiefen Krise stecke, die von einem weit verbreiteten, typisch gewordenen „Pessimismus und Skeptizismus“ gelähmt werde, zeige sich global ein völlig anderes Bild. In Afrika wachse das Christentum unaufhörlich; mittlerweile gebe es auf dem afrikanischen Kontinent mehr Katholiken als in ganz Europa.

Kasper wies in diesem Zusammenhang die Vorstellung zurück, die europäische Glaubenskrise sei ein globales Zukunftsmodell. Die grassierende „Gotteskrise“ sei vielmehr ein reiner „Sonderweg Europas“. Um dieser Entwicklung zu begegnen, forderte der Kardinal, die Verkündigung des Gottesglaubens wieder konsequent in das Zentrum der kirchlichen Arbeit zu rücken. Mit Blick auf die historische Aufklärung stellte er fest: „Es ist eine Aufklärung der Aufklärung nötig und schon im Gange.“ Als positives Beispiel für neue Dynamik nannte er ausgerechnet das Mutterland der Aufklärung, Frankreich, wo derzeit bemerkenswerte christliche Aufbrüche zu verzeichnen seien. Kasper sprach als Ehrengast bei der Tagung „Gott in der Welt von heute“ der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Anlass der Konferenz war der 25. Jahrestag seiner Ernennung zum Kardinal.

Foto (c)  Petra Lorleberg/kath.net


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Lesermeinungen

 Christine 1. Juni 2026 

@Rolando

"Da bei zur kath. Kirche Konvertierenden der Protestantismus gebeichtet und widersagt werden muß..."

Was ist das denn für eine hanebüchene Vorgabe und was wäre die Grundlage dafür?
Können Sie eine Begründung dafür geben?


0
 
 Rolando 30. Mai 2026 
 

Stefan Fleischer

Man kann es auch so sehen, wir begegnen Jesus in der Hl. Messe persönlich, und in seinem Wort,
die "Reformierten", (was haben die reformiert?), gingen zu einem Ausleger des Wortes Gottes, der nicht im Sinne Gottes auslegte, denn dann wäre er katholisch.


1
 
 Stefan Fleischer 30. Mai 2026 

@ Rolando

In meiner Jugend wurden wir im Religionsunterricht auf einen grundlegenden Unterschied zwischen katholisch und reformiert aufmerksam gemacht. Die Reformierten gingen am Sonntag zur Predigt, wir hingegen zur Heiligen Messe.


1
 
 Rolando 29. Mai 2026 
 

Der Kampf geht gehen die Sakramente

Deutschland trägt das Erbe des Protestantismus, der kirchenrebellische Geist existiert weiter, (obwohl Luther nicht mehr lebt).
Da bei zur kath. Kirche Konvertierenden der Protestantismus gebeichtet und widersagt werden muß, ist es klar das die falsche Ökumene nichts bringt als weiteres Abtriften in die Sakraments- und Priesterlosigkeit. Wir brauchen eine neue Eucharistische Ausrichtung, Katechese zu den Sakramenten und dem von Jesus eingesetzten Priestertums, sowie eine klare rechtmäßige Auslegung der Hl. Schrift mittels des kath. Katechismus. Eigenmächtige Bibelauslegungen entgegen 2Petr 1,20 und 2 Petr 3,16 wie es Evangelsche und Freikirchen machen führen nicht zu Jesus in den Sakramenten, wo er leiblich da ist.


2
 
 Stefan Fleischer 29. Mai 2026 

Weit besser wäre es

sich mit der Verkündigung des Glaubens, des ganzen, ungeschönten Glaubens, in Wort und Tat, d.h.in einem Leben aus dem Glauben, unbeliebt zu machen. Wobei wir uns am besten an das Rezept des Völkerapostels halten: «Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.» (2.Tim 4,2) und dabei das Wort geduldig nicht überlesen.


3
 

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