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Nuntius Filipazzi/Polen: „Die Eucharistie ist das größte Ereignis, das auf Erden stattfindet“

vor 13 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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„Deshalb müssen wir die Wahrheit über die Heilige Messe ständig vertiefen und weitergeben und uns jeder Oberflächlichkeit und Vereinfachung widersetzen. Sie ist weder ein Symbol noch eine einfache Zusammenkunft von Menschen.“


Warschau-Posen (kath.net/Polnische Bischofskonferenz/red) kath.net dokumentiert den Beitrag „Apostolischer Nuntius an Fronleichnam: Man kann der Eucharistie gegenüber nicht gleichgültig bleiben“ auf der Website der Polnischen katholischen Bischofskonferenz in voller Länge in eigener Übersetzung:

Man kann der Eucharistie gegenüber nicht gleichgültig bleiben, denn der lebendige Herr ist in ihr gegenwärtig – sagte Erzbischof Antonio Guido Filipazzi, der Apostolische Nuntius in Polen, während der zentralen Fronleichnamsprozession in Posen.

„Wir nehmen an der Eucharistie teil, empfangen die Heilige Kommunion und beten das Allerheiligste Sakrament an. Doch die entscheidende Frage lautet: Wissen wir, *Wen* – und nicht *was* – wir feiern, empfangen und anbeten? Die größte Gefahr besteht darin, zur Heiligen Messe zu kommen, ohne zu begreifen, was darin eigentlich geschieht“, gab der Apostolische Nuntius zu bedenken.

Die Heilige Messe ist Christus, der sich selbst darbringt


Er räumte ein, dass oft zunächst Langeweile aufkomme. „Die eucharistische Liturgie erscheint lang und mühsam. Doch das Problem ist nicht die Messe an sich – das Problem liegt in unseren Herzen. Wir lieben denjenigen nicht, der gegenwärtig ist. Also versuchen wir, diese Langeweile zu übertönen, indem wir alles ausfüllen: mit Worten, Gesang und Aktivität. Wir werden unruhig, fast unfähig zur Stille. Doch das ist keine wahre Teilhabe – es ist vielmehr eine innere Unruhe. Der Mensch beginnt, an die Stelle Gottes zu treten“, bemerkte der Prälat. Er fügte hinzu, dass wir – oft ohne es überhaupt zu merken – am Ende uns selbst feiern. „Die Heilige Messe wird zur Kulisse oder zum Podest für unsere Ideen, Initiativen oder Persönlichkeiten. Doch die Eucharistie gehört nicht uns, und wir stehen nicht in ihrem Mittelpunkt. Die Heilige Messe ist Christus, der sich selbst darbringt“, betonte er.

Die Eucharistie ist das größte Ereignis auf Erden

„Deshalb müssen wir die Wahrheit über die Heilige Messe ständig vertiefen und weitergeben und uns jeder Oberflächlichkeit und Vereinfachung widersetzen“, unterstrich Erzbischof Filipazzi und fügte hinzu, die Heilige Messe sei nicht bloß ein Gedenken. „Sie ist weder ein Symbol noch eine einfache Zusammenkunft von Menschen. Die Eucharistie ist das größte Ereignis, das auf Erden stattfindet. In ihr ist Jesus Christus – wahrer Gott und wahrer Mensch – wahrhaft gegenwärtig. In ihr werden wir Teilhaber am Kreuzesopfer, das ‚ein für alle Mal‘ zur Erlösung der Welt dargebracht wurde. Es gibt nichts Größeres. Nichts Entscheidenderes“, hielt er fest. Gegenüber der Eucharistie kann man nicht gleichgültig bleiben

„Wenn dies wahr ist – und das ist es –, dann ändert sich alles“, betonte der Prälat. „Letztlich entscheidet sich hier alles: Entweder wir erkennen an, wer gegenwärtig ist, und lassen uns verwandeln, oder selbst das Heiligste verliert für uns seinen Glanz und seine Bedeutung“, merkte er an.

Erzbischof Filipazzi betonte, dass „man der Eucharistie gegenüber nicht gleichgültig bleiben kann, denn der lebendige Herr ist in ihr gegenwärtig“.

Abschließend ermutigte er die Gläubigen, um zwei Gnaden zu bitten, die Früchte des Fronleichnamsfestes sind. Die erste: „Herr, gib, dass ich verstehe, wer Du bist. Gib, dass ich mich niemals an Dich gewöhne. Lass nicht zu, dass ich Dich durch mein eigenes Tun oder durch mich selbst ersetze. Bewahre mich davor, mich selbst und meine eigenen Vorstellungen zu überhöhen. Schenke mir die Gnade, Dich zu erkennen und wahrhaft anzubeten, denn Du bist wahrhaft hier.“

Die zweite Gnade: „Herr, gib, dass ich meinen Mitmenschen – besonders den jungen Menschen – helfen kann, denjenigen zu kennen und zu verstehen, den sie in der Eucharistie empfangen, oder – leider – denjenigen, den sie womöglich nicht empfangen (vgl. Katechismus des heiligen Pius X., Frage 335). Lass mein Leben ein klares Zeugnis für dieses Geheimnis ablegen.“

Foto: Waldemar Wylegalski, Jan Jeliński / Erzdiözese Posen/Polnische Bischofskonferenz

 


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Lesermeinungen

 matthieu vor 12 Stunden 
 

Die Stille übertönen

Ja, den Eindruck habe ich auch oft. Dabei spricht Gott in der Stille zu uns, bei der Eucharistischen Anbetung z.B. Und dann setzt der Mensch sich an die Stelle, wie der Nuntius es sagt. Man merkt es bei einigen Liedern: "Heilig, heilig bist Du Herr der Welten". Nur zweimal heilig und die Betonung immer auf wir und unser statt auf Gott und Du (wer will, vergleiche die Betonungen bei Großer Gott wir loben Dich)


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