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| ![]() New York: Katholiken warnen vor Folgen des neuen Sterbehilfegesetzesvor 10 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung Proteste gegen "Medical Aid in Dying Act": Kritiker fordern mehr Pflege und Schutz für vulnerable Menschen Washington (kath.net/KAP) Wenige Tage vor dem Inkrafttreten des neuen Sterbehilfe-Gesetzes im US-Bundesstaat New York haben katholische Organisationen und Behindertenverbände vor möglichen Folgen der Regelung gewarnt. Bei einer Kundgebung vor den Vereinten Nationen protestierten Vertreter der Initiative "End Assisted Suicide" mit Slogans wie "Wir verdienen Pflege - nicht Suizid" und "Suizid ist keine medizinische Behandlung" gegen das Gesetz, berichtete das Nachrichtenportal OSV News am Dienstag. Der "Medical Aid in Dying Act" tritt am 5. August in Kraft und erlaubt es unheilbar kranken Erwachsenen unter bestimmten Voraussetzungen, von Ärzten verschriebene tödliche Medikamente einzunehmen. Damit gehört New York zu den 13 US-Bundesstaaten sowie dem District of Columbia, die eine solche Regelung eingeführt haben. Die katholische Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, hatte das Gesetz im Februar unterzeichnet und dabei auf die Erfahrungen mit ihrer an ALS erkrankten Mutter verwiesen. "Es war eine quälende Erfahrung, zu wissen, dass ich nichts tun konnte, um die Schmerzen eines Menschen zu lindern, den ich liebte", sagte Hochul. Die Regelung ermögliche Sterbenden, ihr Leben "friedlich und mit Würde und Mitgefühl" zu beenden. Kritische Stimmen Kritiker sehen dagegen die Gefahr, dass Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder in schwierigen sozialen Situationen unter Druck geraten könnten. Dennis Poust von der New York State Catholic Conference begrüßte zwar Änderungen am ursprünglichen Gesetz, darunter eine Wartefrist, psychologische Begutachtung und zusätzlichen Schutz für religiöse Einrichtungen. Gleichzeitig äußerte er seine Sorge, "dass wir auch in den USA eine Ausweitung auf chronische Krankheiten oder psychische Erkrankungen erleben werden". Matt Vallière vom Patients Rights Action Fund erklärte, die Konsequenzen müssten genau beobachtet werden: "Wer durch dieses Gesetz Schaden erleiden wird, weiß niemand." Besonders kritisch sei, dass Menschen mit lebensbedrohlichen Behinderungen möglicherweise nicht dieselben Angebote zur Suizidprävention erhielten wie andere Menschen. Auch aus Kalifornien, wo assistierter Suizid seit 2015 erlaubt ist, kommen warnende Stimmen. Molly Sheahan von der California Catholic Conference sagte: "Aus Sicht der Kirche ist es niemals akzeptabel, jemandem dabei zu helfen, sein Leben zu beenden." Stattdessen müsse die Gesellschaft eine umfassende Begleitung anbieten, vor allem durch Palliativmedizin, Hospizversorgung und geistliche Unterstützung. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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