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| ![]() Pakistan: Menschenrechtler kritisieren Urteil zu entführtem 13-jährigem Christenmädchenvor 9 Stunden in Weltkirche, 1 Lesermeinung Mädchen mutmaßlich entführt, zwangskonvertiert, zwangsverheiratet - Auch EU-Parlament forderte Pakistan neulich auf, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen zu verfolgen, Opfer besser zu schützen Islamabad (kath.net/KAP) Menschenrechtsorganisationen haben ein Gerichtsurteil in Pakistan scharf kritisiert, das einer mutmaßlich entführten und zwangsverheirateten 13-jährigen Christin die Rückkehr zu ihrem mutmaßlichen Entführer zuspricht. Der Fall werfe erneut ein Schlaglicht auf das Problem von Entführungen, Zwangskonversionen zum Islam und Kinderehen, von denen insbesondere religiöse Minderheiten betroffen seien, berichtete der katholische Nachrichtendienst AsiaNews. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurde das Mädchen am 12. Juni in Faisalabad entführt. Zwei Wochen später befreite die Polizei die Minderjährige und brachte sie in eine staatliche Schutzeinrichtung. Vor Gericht erklärte sie, von der Familie des Beschuldigten unter Druck gesetzt worden zu sein, sich fälschlich als volljährig auszugeben. Der mutmaßliche Entführer legte eine Konversions- und Heiratsurkunde mit einem manipulierten Geburtsdatum vor. Trotz widersprüchlicher Angaben und eines angeordneten Altersgutachtens sprach ein Gericht dem Mann am 25. Juli das Sorgerecht zu und gewährte ihm zugleich Kaution. Kritik an Rechtsstaat Der Präsident der Organisation Voice for Justice, Joseph Janssen, sprach von einem schweren Versagen des Rechtsstaats. Anwälte hätten das Mädchen im Gerichtssaal mit dem Vorwurf des Glaubensabfalls bedroht, sollte sie dem Islam abschwören. Menschenrechtsaktivisten fordern die Behörden auf, amtliche Geburtsdokumente stärker zu berücksichtigen und gefälschte Unterlagen nicht als Beweis anzuerkennen. Der Fall sei ein wichtiger Test für den Schutz von Kindern und religiösen Minderheiten in Pakistan. Kritik kommt auch mit Blick auf das 2026 verschärfte Gesetz gegen Kinderehen in der Provinz Punjab. Dessen Schutzbestimmungen würden durch mangelhafte Ermittlungen und Gerichtsverfahren unterlaufen. Zuletzt hatte auch das Europäische Parlament Pakistan aufgefordert, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen konsequent zu verfolgen und die Opfer wirksam zu schützen. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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