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Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

vor 4 Stunden in Kommentar, 3 Lesermeinungen
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Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)

Zu Hause werde gebetet, wenn er abends da sei. Er möchte seinen Töchtern ein „Wertegerüst“ anbieten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gab vor einigen Tagen im Funke-Podcast tiefere Einblicke in sein Privatleben. Was er dort präsentiert, ist das Lehrbuchbeispiel eines modernen Wohlfühl-Katholizismus: unverbindlich, konsumorientiert und frei von Pflichten.

Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“ und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis. Interessant: Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“?


Dass Glauben jedoch kein reines Buffet ist, aus dem man sich bequem nur die wohlschmeckenden Rosinen herauspickt, blendet der Christdemokrat offensichtlich aus. Wer den christlichen Glauben nicht nur als kulturelles Accessoire vor sich hertragen, sondern tatsächlich leben will, für den ist die Praxis eben kein vernachlässigbares Beiwerk.

Ein gelebter Glaube erschöpft sich nicht in heimischer Wohlfühlatmosphäre nach Feierabend. Er sucht die Gemeinschaft, das Sakrament und das Bekenntnis – und dazu gehört ganz zentral die Teilnahme an der Sonntagsmesse. Wer sich hier ausklinkt, degradiert den Glauben zu einer rein individuellen Befindlichkeit.

Dass Wüst seinen Töchtern das Christentum lediglich als „Angebot“ hinterlassen will, wirkt wie die konsequente Fortsetzung dieser Haltung von de facto Unverbindlichkeit. Eine Spiritualität ohne sonntägliche Praxis und eine Tradition ohne sichtbaren Vollzug bieten Kindern kein echtes Fundament, sondern nur ein unverbindliches Orientierungsangebot im Supermarkt der Möglichkeiten.

Eine Frage hätte ich noch an Herrn Wüst: Denken Sie, dass Ihre Kinder den Glauben später wirklich ernst nehmen? Und was denken die vielen gläubigen Muslime in Deutschland darüber, über Katholiken, die den eigenen Glauben so wenig ernst nehmen?


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Lesermeinungen

 ottokar vor 46 Minuten 
 

Habe Wüst schon immer für einen politischen Opportunisten gehalten.

Hier muss man sich schon fragen, was der Herr( ich meine Wüst) unter Christ sein versteht.Wo hat er seinen Anker? Offensichtlich leben nicht nur er in der CDU nur mehr ein typisches Wischiwaschi-Christentum, um gewählt zu werden.Mit einem solchen Gewissen lässt sich auch für Abtreibung und Ehe für alle stimmen.


0
 
 girsberg74 vor 2 Stunden 
 

Solche muss man wegen des "C" nicht wählen,

die nehmen auch mich als Christ nicht ernst; höchstens als Wahlvieh.


1
 
 Jothekieker vor 2 Stunden 
 

Nicht täuschen lassen

Das "C" im Namen seiner Partei heißt nur, daß diese Partei gerne von Christen gewählt werden möchte.


1
 
 Stephaninus vor 2 Stunden 
 

Erwartung

Hat da wirklich jemand noch was anderes erwartet?


0
 

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