Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  9. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  10. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  11. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  12. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  13. Realitätsverlust im Bistum Chur
  14. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  15. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!

Japans älteste Kirche neu im UNESCO-Weltkulturerbe

7. Juli 2018 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Insgesamt zwölf neue christliche Stätten auf Welterbe-Liste erinnern an Zeit der Christenverfolgung in Japan - Freude bei neu ernanntem Kardinal Maeda, der selbst ein Nachkomme "versteckter Christen" ist


Rom-Tokio (kath.net/KAP) Zwölf christliche Stätten in Nagasaki und in der Region von Amakusa in Japan gehören seit Monatsbeginn neu zum Weltkulturerbe. Das hat die Weltkulturorganisation UNESCO bei ihrer jüngsten Tagung in Bahrain beschlossen, wie das vatikanische Portal "Vatican News" und die asiatische Nachrichtenagentur "AsiaNews" berichten. Demnach handelt es sich um Orte, die für die Christenverfolgung während der sogenannten "Edo-Zeit" zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert stehen. Neu auf der Liste des Weltkulturerbes findet sich etwa die katholische Oura-Kathedrale von Nagasaki, die älteste Kirche Japans. Sie wurde 1863 von zwei französischen Missionaren zur Erinnerung an 26 Märtyrer errichtet, neun europäischen Priestern und 17 japanischen Katholiken, die 1597 in der Stadt gekreuzigt wurden.

Berühmt wurde die Oura-Kathedrale für ein Ereignis, das Papst Pius IX. (1846-1878) als "Wunder" bezeichnete: Nach der Einweihung der Kirche kam eine Gruppe von Menschen aus dem nahen Dorf Urakami und bat darum in die Kathedrale gehen zu dürfen, um "Maria zu begrüßen". Dabei handelte es sich um die Nachfahren der ersten japanischen Christen, die während der "Edo-Zeit" gezwungen waren, ihren christliche Glauben geheim zu halten. Ihnen folgten Zehntausende dieser sogenannten "versteckten Christen", die sich nun öffentlich zum Christentum bekannten.


Ebenfalls in die Weltkulturliste aufgenommen wurden die Überreste der Burg von Hara. An dem Ort fand 1637 ein Christenaufstand statt, der ihre Verfolgung während der Edo-Periode (1603-1868) noch verschärfte. Die Unterdrückung des Christentums in der Edo-Zeit beendete ab dem 17. Jahrhundert die zuvor durchaus erfolgreichen Missionierungsbemühungen der katholischen Kirche in Japan.

Von den dramatischen Ereignissen rund um die Jesuitenmission im kulturell abgeschotteten Japan der damaligen Zeit handelt auch der auf einem Roman des christlichen japanischen Schriftstellers Shusaku Endo basierende Film "Silence", mit dem US-Starregisseur Martin Scorsese im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgte.

Japans neuer Kardinal erfreut

Große Freude löste die Entscheidung des UNESCO-Komitees bei Japans katholischen Kirchenvertretern aus. Der erst in der vergangenen Woche vom Papst zum Kardinal erhobene Erzbischof von Osaka, Thomas Aquino Manyo Maeda, der selbst ein Nachkomme "versteckter Christen" ist, sagte der "Japan Times", diese Anerkennung ermögliche es den Menschen, die Geschichte des Christentums in Japan zu entdecken.

Ähnlich äußerte sich der Erzbischof von Nagasaki, Joseph Mitsuaki Takami. Über 250 Jahre hinweg sei das Christentum in Japan verfolgt worden. "Jetzt ist es in seiner Geschichte anerkannt, und viele Japaner beginnen sich für das Christentum zu interessieren", sagte der Erzbischof. Die Tatsache sehe man auch als Chance, die Menschen, die diese Orte besuchen werden, zu missionieren, heißt es weiter.

Die traditionell stärksten Religionen in Japan sind der Shintoismus und der Buddhismus. Etwa ein Prozent der japanischen Bevölkerung, rund eine Million Menschen, bekennt sich zum Christentum. Gut die Hälfte von ihnen gehört der römisch-katholischen Kirche an.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Bild oben: Japanische Mariendarstellung


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Japan

  1. Achtjährige Japanerin möchte die Taufe empfangen, um „Gott näher zu sein“
  2. Japan: Wie Jesuiten Blockaden durchbrechen
  3. US-Atombombe traf 1945 das "katholische Herz" Japans
  4. US-Atombombe traf 1945 das "katholische Herz" Japans
  5. Medien: Papst besucht Nagasaki und Hiroshima
  6. Papst plant für 2019 einen Besuch in Japan
  7. Papst mahnt Bischöfe in Japan zu größerer missionarischer Begeisterung
  8. Papst Franziskus würdigt frühe Christen Japans
  9. Moskaus Patriarch Kyrill I. wirbt für Sushi
  10. Japanische Schulkinder besuchen Papst Benedikt






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  15. Der entschärfte Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz