Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  2. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  5. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  6. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Dokumentationsstelle: Islamistischer Einfluss in Österreich nimmt zu
  10. Weißes Haus: FBI untersucht auf „Inlandsterrorismus und Hasskriminalität gegen Katholiken“
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. Den tradierten Glauben demütig anbieten
  13. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  14. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  15. "Ohne ihr heldenhaftes Handeln hätte es deutlich schlimmer kommen können"

Psychologe: Bei Wunderheilungen stößt Wissenschaft an Grenzen

25. April 2020 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Experte für Paranormologie, P. Resch, in Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" über Wunderheilungen und Skepsis gegenüber unerklärbaren Phänomenen


Wien (kath.net/KAP) Bei einem Wunder stößt auch die Wissenschaft an ihre Grenzen, "fest steht aber, dass es viele Wunder gibt": Mit diesen Worten erläutert der Psychologe und Redemptoristenpater Andreas Resch einen Grenzbereich zwischen Theologie, Naturwissenschaft und Medizin, nämlich Wunderheilungen. Gott verbringe sie immer wieder Wunder und Wunderheilungen, "auch in der heutigen Zeit", so der Experte für Paranormologie in einem aktuellen Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Dazu gebe es u.a. "bestuntersuchte Fälle" rund um Heiligsprechungen und Seligsprechungen, für die jeweils ein Wunder verlangt werde. Skepsis gebe es aber trotzdem, selbst bei Christen, so der Ordensmann. Er erklärt dies damit, dass es für Menschen schlicht schwierig sei, "an etwas zu glauben, das sie nicht greifen können". Zweifel an Wunder käme aber auch von Theologen selbst, die das Thema aussparen oder nicht über sogenannte Gnadenwirkungen sprechen, aus Angst "von der Naturwissenschaft ausgelacht oder nicht ernst genommen zu werden", so P. Resch. "Ein Wunder ist immer eine direkte Antwort auf ein Gebet oder eine Fürbitte. Ohne Gebet - kein Wunder", stellt Resch klar, der als Professor für Klinische Psychologie und Paranormologie an der "Accademia Alfonsiana" (Päpstliche Lateranuniversität in Rom) lehrte. Als Wunder definiert sind u.a. Heilungsprozesse, die weder von medizinischer noch von wissenschaftlicher Seite erklärt werden können. Als Beispiel nennt der Ordensmann eine plötzliche Heilung von Krebs nach einem Bad mit Wasser in Lourdes. Speziell bei Selig- oder Heiligsprechungsverfahren prüfe eine theologische Kommission die Frage, ob dabei ein göttlicher Einfluss gegeben war. "Denn es ist immer Gott, der das Wunder tut, nie die Person selbst", für die das Verfahren läuft, so der 1934 in Südtirol geborene Psychologe. Wenn ein Wunder nach einer diözesanen Untersuchung unter Beteiligung von Ärzten und Experten wissenschaftlich nicht erklärbar ist, sei "Rom am Zug", so P. Resch. Dort werde der "consulta medica", ein medizinischer Rat von sieben Medizinern, einberufen. Und nur wenn dieser einstimmig oder mehrheitlich zum Ergebnis kommt, dass der Fall medizinisch nicht erklärbar sei, müsse eine Theologenkommission klären, ob die Wunderheilung tatsächlich unter göttlichem Einfluss erfolgt sei. "Dann steht am Ende noch die Kommission der Kardinäle und Bischöfe und letztlich das Urteil des Papstes." Wunder sind keine Einfälle Die volkstümliche Bezeichnung "Wunder" stehe hingegen für innere psychologische Erlebnisse, wie plötzliche innere Erleuchtungen oder Einfälle sowie andere Veränderungen einer äußeren Situation, die wissenschaftlich nicht erklärbar seien. Es könne zwar sein, dass auch hier Gott "tatsächlich eingreift, aber man kann diese Ereignisse nicht beweisen", stellt P. Resch klar. Wunder seien jedoch keine Spontanremission, also Gesundung aufgrund der eigenen Selbstheilungskraft, erläutert der Autor zahlreicher Fachbücher. Gleiches gelte auch für das Phänomen, dass Kranke nach der Berührung von Päpsten gesunden. Dies könne man damit erklären, dass "die Berührung des Papstes die Bioenergie und Selbstheilungskraft" stimuliere. "Ein Wunder ist es nur dann, wenn die Heilung tatsächlich vollkommen von außen herbeigeführt wird." Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Wunder

  1. Das Wunder, das Carlo Acutis zum Heiligen macht
  2. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  3. Bischof erkennt eucharistisches Wunder in Honduras an
  4. Spanier kann wieder gehen – nach einer Novene ist er geheilt
  5. Mexikanischer Kardinal mahnt zur Vorsicht bei angeblichem eucharistischen Wunder
  6. Neapel erwartet mit Spannung das Blutwunder des San Gennaro
  7. Einfamilienhaus durch Feuer völlig zerstört – nur Bibel bleibt heil
  8. Zeitung: Wunder auf Fürbitte Johannes Pauls I. hin
  9. Frankreich: 70. Lourdes-Wunder anerkannt
  10. Genueser Kardinal löst ‘Blutwunder’ in Neapel aus






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  5. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  6. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  7. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  8. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  9. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  10. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  11. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  12. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  13. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  14. Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell
  15. 'Alles, was künftig geschehen soll, ist für Gott bereits geschehen'

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz