Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Schafft die Kirchensteuer endlich ab und predigt wieder das Evangelium!

11. Februar 2025 in Kommentar, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Der Hahn Herbert ist im Anmarsch" - Auch die österreichische Kirche wird nervös und vergisst dabei, dass es in der katholischen Kirche nicht nur ums Geld gehen sollte - Ein Kommentar von Roland Noé


Wien (kath.net/rn)
In Österreich geht es derzeit aufgeregt wie in einen Hühnerstall zu. Ein Hahn ist im Anmarsch, nennen wir ihn Herbert. Dieser soll gemeinsam mit einem anderen kleineren Hahn einen Hühnerstall für die nächsten 2, 3, 4 oder 5 Jahre "betreuen". Die Hühner sind darüber ganz aufgeregt. Täglich werden dazu gezielt Medien mit angeblichen Infos gefüttert, was denn alles passieren sollte. Aufgeregt sind sie alle, vom ORF bis zur Kirche. Am Montag war es dann soweit. Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka ist diesmal sehr aufgeregt und erklärt den Österreichern, dass von den vermeintlichen steuerlichen Eingriffen der FPÖ angeblich "Millionen Menschen" betroffen seien und die Spenden und Kirchenbeiträge einen "unersetzlichen Beitrag" für die Allgemeinheit leisten. Aja, dass man in Österreich den Kirchenbeitrag von der Steuer abziehen darf oder einen bestimmten Teil davon, ist zwar nice, aber ändert nichts am Grundproblem, dass die österreichische Kirchensteuer - genau so wie in Deutschland - ein Auslaufmodell ist und besser heute als morgen abgeschafft gehört.


Zurück zu Peter Schipka. Dieser meint, dass in Österreich rund 3,2 Millionen Katholiken ihren "Kirchenbeitrag" (gemeint ist eine plumpe Steuer) "leisten" und damit ein "österreichweites Netz", das den Menschen in ihrer religiösen Suche und der Seelsorge dient, sichern helfen. Aber wo ist denn das Netz in Österreich, wenn Menschen wirklich auf der Gottsuche sind? Ich denke hier an Menschen, die z.b. die Hürden nehmen und eine Pfarre aufsuchen und dann von einer Regenbogenfahne und einer feministischen Pastoralassistentin angesprochen werden, die dann vor allem eines 'predigt': Nichts über Gott. Das allerdings - das ist vielleicht das Gute - nur in ihren Bürozeiten, dh. Mo und Do am Vormittag zwischen 9.00 und 11.00 Uhr. Ne später gehts leider nicht mehr, da sind schon andere Sitzungen.

Ja, es gibt ein Netz in Österreich, das Menschen auffängt, die auf der Gott-Suche sind. Dies hat aber oft nichts mit der "Kirchensteuer-Kirchenstruktur" zu tun. Ich denke hier an Ordensgemeinschaften, Gebetskreise, die Loretto-Bewegung, Mütter beten, katholische Männer-Runden, die Medjugorje-Bewegung und vieles mehr. Diese agieren überall im ganzen Land, Kirchensteuer brauchen diese interessantweise keine. Sie sind auch ohne einen einzigen Euro Kirchensteuer entstanden. Man sollte auch die Priester erwähnen, die sozusagen wirklich Tag und Nacht zur Verfügung stehen, wenn es um eine Seele geht.

"Menschen, die spenden oder Kirchenbeiträge zahlen, wollen Gutes tun", meint Peter Schipka. Sorry, lieber Hr. Schipka, kein Mensch, der Kirchensteuer zahlen muss, will Gutes tun. Wir müssen das in Österreich machen. Wenn man es nicht macht, der spürt schnell die "barmherzige Kirche", dann gibt es Briefe und Briefe und nochmals Briefe vom "kirchlichen Finanzamt" und Drohungen. Dies wird dann sehr unbarmherzig werden und zerrt einen vors Gericht. Passiert alles jedes Monat in Österreich. Darüber schweigt die Kirche, darüber schweigen die Bischöfe. Es ist halt vielleicht doch ein Problem, wenn man Menschen wegen ein paar Euros vors Gericht zerrt und wenn man damit vermutlich nicht ganz das macht, was Jesus wollte.

Herr Schipka meint auch, dass der österreichische Staat durch die Streichung der Absetzbarkeit von Spenden und Kirchenbeiträgen viel verlieren würde. "Die volkswirtschaftlichen Leistungen der Kirche betragen nämlich ein Vielfaches vom möglichen Steuerentgang." Wow, jedes Jahr verlassen zehntausende Menschen die Kirche und bekunden damit oft, dass sie ihren Glauben verloren haben und Hr. Schipka spricht von "wirtschaftlicher Leistung" der Kirche. Hat hier jemand die Zeichen der Zeit nicht verstanden? Meint der Generalsekretär wirklich, dass dies das ist, was den lieben Gott interessiert? Wäre es nicht an der Zeit für eine gewaltige Zeitwende: Jesus & Mission, alles andere sollte sich dem radikalst unterordnen.

P.S: Und als Schritt 1 wäre es, wenn man als österreichischer Katholik nicht als einzige fixe offizielle Zuschrift der Kirche nicht einfach so einen Zahlschein bekommt. Oder ist das die Message, die die Kirche jedes Jahr an Gläubige vermitteln will, sehr verehrter Hr. Schipka: Wir wollen euer Geld, alles andere ist uns eigentlich egal?


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eine Frage hätte ich da noch

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  3. „SpielerInnen“ - Der österreichische „Witze“-Kanzler und Merz-Geschwätz
  4. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  5. Quod erat demonstrandum
  6. So nicht, Mr. Präsident!
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  9. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  10. Die Stunde der Heuchler






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz