Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Frühere finnische Innenministerin Räsänen muss wegen Bibel-Zitat erneut vor Gericht

4. September 2025 in Chronik, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Päivi Räsänen hat 2009 die Teilnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an einer Homosexuellen-Parade mit einem Bibelwort kritisch kommentiert. Mit ihr ist der evangelisch-lutherische Bischof Juhana Pohjola angeklagt.


Helsinki (kath.net/jg)
Die frühere finnische Innenministerin Päivi Räsänen und der evangelisch-lutherische Bischof Juhana Pohjola müssen erneut vor Gericht. Der Oberste Gerichtshof Finnlands hat für den 30. Oktober eine mündliche Anhörung angesetzt. Dies teilte die Alliance Defending Freedom (ADF) mit. Die Organisation unterstützt die Räsänen und Pohjola juristisch.

Die beiden sind im März 2022 und im November 2023 bereits freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch Berufung ein. Jetzt liegt der Fall vor dem Obersten Gerichtshof.


Räsänen wird „Aufstachelung gegen eine Minderheit“ vorgeworfen. Die christdemokratische Politikerin hat sich auf Twitter (heute X) und auf Facebook im Jahr 2019 mit einem Zitat aus der Bibel kritisch über die Teilnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche an einer Homosexuellen-Parade geäußert. Im Dezember 2019 verteidigte sie ihre Ansicht in einer Diskussionsrunde im Radio. Die Staatsanwaltschaft hält Räsänen auch die Veröffentlichung einer Broschüre vor, in welcher praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnet wird.

Bischof Pohjola ist angeklagt, weil er Räsänens Broschüre auf der Internetseite seiner Kirche veröffentlicht hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich für die Anklage im Jahr 2021 auf einen Abschnitt im finnischen Strafgesetzbuch bezogen, der auch „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ umfasst. Sie fordert eine hohe Geldstrafe.

Paul Coleman, der Geschäftsführer von ADF International, sagte, es sei „schockierend“, dass Räsänen trotz zweier Freisprüche erneut vor Gericht müsse. Ihr Fall zeige, dass ungenau formulierte Gesetzestexte zu Hassrede und ideologisch motivierten Strafverfahren führen könnten.

Räsänen sagte, sie hoffe, ihre Verfahren werde ein Präzedenzfall für die Meinungsfreiheit in Finnland sein. Es könne nicht strafbar sein, ein Bibelwort zu zitieren oder sich aus christlicher Perspektive am öffentlichen Diskurs zu beteiligen.

 

Foto: Archivbild Päivi Räsänen

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Finnland

  1. Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an
  2. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  3. Trendumkehr seit 2022: Auch in Finnland zeigt die Statistik ein neues Interesse am Christentum
  4. 16 US-Abgeordnete verurteilen Prozess wegen ‚Hassrede’ gegen finnische Politikerin
  5. Finnland: Minister übersteht Misstrauensvotum nach Gebetsvigil
  6. Katholische Kirche in Finnland hat bald acht Kirchengemeinden







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  3. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  4. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  7. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  8. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  9. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  10. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  13. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  14. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  15. Was auch immer Synodalität sein soll

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz