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Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“

15. Dezember 2025 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Israelisch-arabisch-deutscher Extremismusforscher Ahmad Mansour: „Der Angriff auf eine familiäre Chanukka-Feier in Sydney ist kein australischer Sonderfall, sondern Ausdruck einer weltweiten antisemitischen Pandemie…“


Sydney-Berlin (kath.net) „Die Warnzeichen waren unübersehbar. Wenn Antisemitismus sich verfünffacht, Synagogen brennen und jüdische Kindergärten attackiert werden, ist ein Terroranschlag keine ‚Überraschung‘, sondern die logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik.“ Das schreibt der israelisch-arabisch-deutscher Extremismusforscher Ahmad Mansour, der selbst moderater Muslim ist, auf seinem Auftritt auf X. Dazu postet er das erschütternde Foto eines blutverschmierten jüdischen Gebetsschals. Er reagiert damit auf den furchtbaren Terrorschlag am Bondi Beach (Syndey, Australien), bei dem ca. 16 jüdische Menschen bei einer Chanukkafeier gezielt erschossen worden waren, darunter ein 10-jähriges Mädchen. Es kam zu weiteren Dutzenden Verletzten. Manour (siehe Link) setzt sich seit Jahren für einen „Euro-Islam“ ein und arbeitet in Programmen der Extremismusprävention mit. Der mutige Mahner und seine Familie in Berlin müssen aus Sicherheitsgründen schon seit Jahren unter Polizeischutz leben. 


In einem weiteren Beitrag twittert der Experte für Extremismusforschung und -bekämpfung: „Der Anschlag in Sydney, der Angriff an Jom Kippur in Manchester, die Menschenjagd auf israelische Fußballfans in Amsterdam, Hunderte antisemitische Übergriffe in den letzten 2 Jahren – all das fällt nicht vom Himmel. Es entsteht nicht im luftleeren Raum. Es hat einen Katalysator. Eine Ursache. Und sie hat einen Namen: die radikalisierten Stimmen von Linksaußen und Islamisten, die in den letzten zwei Jahren Narrative normalisiert haben, die einst tabu waren. Diese Stimmen diffamieren jede Gegenrede, online wie offline.“

Demgegenüber stehe eine Politik gegenüber, informiert er weiter, „die entweder nicht willens oder – schlimmer noch – nicht fähig ist, diesen Kräften Einhalt zu gebieten. Zwei Jahre nach dem 7. Oktober ist das Ergebnis verheerend: zutiefst verunsicherte jüdische Gemeinschaften und ein selbstbewusster, aggressiver antisemitischer Mob, der in Medien, Kultur, auf der Straße und im Netz Tag für Tag die Grenzen des Sagbaren verschiebt – weg von Vernunft, weg von historischer Verantwortung.“ Er fordert: „Die Politik muss jetzt handeln. Nicht reden. Handeln.“

Lobend erwähnt Mansour das heldenhafte Handeln des „Ahmad Al Ahmed, 43, Muslim und Vater von zwei Kindern“, der sich unbewaffnet auf einen der um sich schießenden Attentäter geworfen hatte und ihn entwaffnen konnte. Er wurde „dabei selbst verletzt. Ahmad wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Seinem Mut verdanken viele ihr Leben. Ich wünsche ihm eine rasche und vollständige Genesung.“ 


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