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USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?

18. Februar 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
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Bereits 10 US-Bischöfe plus Intellektuelle protestieren gegen die Ernennung von Susan Ostermann, einer prominenten Abtreibungsbefürworterin, zur Leiterin des Asien-Instituts an der katholischen Universität Notre Dame.


Indiana (kath.net/pl) Die katholische Privat-Universität Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana hat die prominente Abtreibungsbefürworterin Susan Ostermann zur Leiterin ihres Asien-Instituts berufen. Ortsbischof Kevin Carl Rhoades von Fort Wayne-South Bend hat offiziell Protest gegen diese Berufung eingelegt. Rhoades ist auch der Vorsitzende des Komitees für den Glauben der USCCB. Ihm schlossen sich inzwischen mindestens neun weitere US-Bischöfe an, darunter auch Erzbischof Paul S. Coakley, der Präsident der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB). Erzbischof Coakley sagte wörtlich: „Ich unterstütze Bischof Kevin Rhoades voll und ganz in seinem Appell an die Universität Notre Dame, ihre Fehlentscheidung bei der Einstellung einer Professorin zu korrigieren, die sich offen gegen die katholische Lehre zur Heiligkeit des Lebens, in diesem Fall zum Schutz des ungeborenen Lebens, ausspricht.“ Das berichteten OSV News, ETWN sowie weitere US-amerikanische sowie internationale katholische Medien.

In seiner Stellungnahme äußerte Bischof Rhoades – in dessen Diözese die Universität liegt – seine „Bestürzung“ und seine „entschiedene Ablehnung“ von Ostermanns Ernennung. Als Grund nannte er ihre entschiedene öffentliche Unterstützung des sogenannten „Rechts auf Abtreibung“ und ihre Tätigkeit als Beraterin für den Population Council, einem internationales Forschungs- und Politikberatungsunternehmen, das sich unter anderem für „sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte und Wahlmöglichkeiten“ einsetzt.


Bischof Rhoades erläuterte, dass er viele der von Professorin Ostermann mitverfassten Meinungsbeiträge gelesen habe. Er erklärte, die Ernennung verletze „einen zentralen Gerechtigkeitsgrundsatz, der für die katholische Identität und Mission der Universität Notre Dame von grundlegender Bedeutung ist“ und „verursache einen Skandal unter den Gläubigen unserer Diözese und darüber hinaus“.

Bischof Robert E. Barron von Winona-Rochester, Minnesota, veröffentlichte kurz nach der Bekanntgabe die vollständige Stellungnahme von Bischof Rhoades auf X und betonte seine „starke Unterstützung“ für die Botschaft. Gleichzeitig beschrieb er Ostermann als „nicht einfach nur ‚pro-choice‘“, sondern als „scharfe Kritikerin der Pro-Life-Position und ihrer Verfechter“. „Ich glaube, dass die Durchführung dieser Ernennung der Identität und dem Auftrag der Universität zutiefst widerspricht.“

Bischof Donald J. Hying aus Madison, Wisconsin, teilte die Stellungnahme von Bischof Rhoades ebenfalls auf X und schrieb: „Ich stehe solidarisch an der Seite von Bischof Rhoades und unterstütze seinen Brief.“ Bischof Hying bezeichnete die Stellungnahme von Bischof Rhoads als „eine tiefgründige Reflexion über die Würde des Menschen und die Kultur des Lebens“. „Wir beten, dass alle unsere Bildungseinrichtungen die katholische Lehre, insbesondere in Bezug auf das menschliche Leben, unterstützen“, fügte er hinzu.

Zu den weiteren Bischöfen, die die Stellungnahme von Bischof Rhoades befürworten, gehören der kürzlich emeritierte Erzbischof Samuel J. Aquila aus Denver, Erzbischof Salvatore J. Cordileone aus San Francisco, Bischof James D. Conley aus Lincoln, Nebraska, Bischof Michael F. Olson aus Fort Worth, Texas, Bischof David L. Ricken aus Green Bay, Wisconsin, und Bischof James S. Wall aus Gallup, New Mexico.

Bereits zwei Dozenten der Universität Notre Dame beendeten ihre Zusammenarbeit mit dem Liu-Institut nach Bekanntwerden von Ostermanns Ernennung. Diane Desierto, Professorin für Recht und Internationale Beziehungen, gab ihre Tätigkeit als Liu-Fakultätsmitglied auf und verwies auf die Aussagen von Papst Leo XIV. zum Thema Abtreibung.

 


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