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Keine Löffel mehr

vor 10 Stunden in Familie, 5 Lesermeinungen
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Warum die Ehe kein 50:50-Deal ist sondern ein Geschenk der Selbsthingabe, dem anderen zu dienen, ohne zu messen, was man dafür zurückbekommt.


New York (kath.net / pk) „Nach einer langen Arbeitswoche und einem Tag voller technischer Probleme war ich völlig erschöpft. Aber jetzt musste ich mich umstellen, denn am Nachmittag stand eine Geburtstagsparty im Kindergarten an und ein Geschenk musste noch schnell verpackt werden, während ich mit meiner 5-Jährigen darüber diskutierte, was sie zum Trampolinpark anziehen sollte …“

So beginnt Katie Prejean MacGrady einen Kommentar für das „National Catholic Register”, in dem sie sich mit der Verantwortung von Ehepartnern füreinander und für das bedingungslose Einstehen für den anderen auseinandersetzt.

Sie setzt fort: „Als sich ein nagender Kopfschmerz in meiner rechte Kopfhälfte breitmachte und unser mürrischer alter Hund aus der Waschküche zu bellen begann, kam mein Mann Tom nach seiner Arbeit mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause, das jedoch verschwand, als er seine erschöpfte Frau dort stehen sah. Er musste nicht viel fragen, nur zwei Worte: „Keine Löffel?“ -  „Keine Löffel“, murmelte ich zurück, während der Klebebandspender auffällig leer war, gerade als ich einen letzten Streifen Klebeband brauchte, um das zusätzliche LEGO-Set einzupacken, das ich für die Party aus dem Schrank geholt hatte.“


„Ohne ein Wort zu sagen, brachte mein Mann unsere 8-Jährige ins Hinterzimmer, damit sie ihr Gespräch fortsetzen konnte – und handelte dabei irgendwie ein anderes, weniger tülllastiges Outfit mit unserer 5-Jährigen aus. ,Wir sind in ein paar Stunden zurück‘, sagte Tom, als sie zur Tür hinausgingen. ,Ruh dich aus.‘ Ich hatte nie Zweifel daran, dass ich einen guten Mann geheiratet hatte. Dies bestätigte mich nur noch mehr darin, denn er wusste nach nur einem kurzen Blick und zwei einfachen Worten – ,keine Löffel‘ –, dass er einspringen und für eine Weile mehr Verantwortung übernehmen musste.“

Die „Löffeltheorie“ hätten sie aus den sozialen Medien gelernt, erzählt die Autorin. Sie wurde ursprünglich entwickelt als Hilfestellung für chronisch kranke Menschen und zielt darauf ab, seine Energie im Laufe eines Tages einzuteilen.  „Die Idee dahinter ist, dass jeder Mensch jeden Tag eine bestimmte Anzahl von „Löffeln“ hat, um Aktivitäten, Entscheidungen, Arbeit, Verantwortlichkeiten und das Leben im Allgemeinen zu bewältigen“, schreibt sie.

 „Man trifft Entscheidungen, diese oder jene Aufgabe zu erledigen, basierend auf der Anzahl der Löffel, die man hat, und wie viele Löffel dafür benötigt werden; und im Laufe eines Tages werden die Löffel aufgebraucht, manchmal aus eigener Entscheidung, manchmal aufgrund der Umstände. Wir fanden diese visuelle Idee hilfreich und begannen daher, die ,Löffel‘-Terminologie ganz beiläufig in unseren Alltag zu integrieren, anfangs fast scherzhaft. Geschirr spülen nach dem Abendessen: ein Löffel. Baden und Kinder fürs Bett fertigmachen: wahrscheinlich zwei oder drei Löffel…“

Mit diesem sehr lockeren Löffel-Bewertungssystem hätten sie in ihrer ehelichen Kommunikation einen  einfachen Code entwickelt: „Keine Löffel mehr übrig bedeutet, dass der andere Ehepartner einen Gang hochschalten muss – ohne Fragen zu stellen. Und wenn es passiert, dass Ihnen beiden gleichzeitig die Löffel ausgehen? Dann ist es Zeit für einen kompletten Neustart.“

Der Hintergrund für diese Methode ist entscheidend, erklärt die Autorin. „Wenn man mit jemandem ein Leben aufbaut – Raum und Zeit teilt, Ressourcen aufbaut und ein Zuhause schafft, Kinder bekommt und eine Familie gründet und letztendlich gemeinsam nach Heiligkeit strebt –, verpflichtet man sich zu einem Ansatz, bei dem man ,alles gibt, was man hat‘.“ .

„Wir sind dazu aufgerufen, uns voll und ganz auf die Ehe einzulassen und unseren Ehepartner als denjenigen zu sehen, dessen Heiligkeit, dessen Gesundheit und Glück, dessen Liebe zum Herrn oberste Priorität haben. Und wenn der Mensch, den Sie am meisten lieben und mit dem Sie alles teilen, nichts mehr zu geben hat, müssen Sie Ihre Löffel umso mehr für das Haus, das Zuhause und ihn einsetzen.

In einer Ehe, in der es keine „Punkteliste“ und „Halbe-halbe“-Aufteilungen gebe, erkenne man, „dass man, wenn man ganz und gar gibt, ohne die Kosten zu zählen, Opfer bringt, dient und den anderen rettet – und ihn von ganzem Herzen liebt, so wie Christus seine Kirche liebt“. Die Ehe sei keine „50:50-Angelegenheit“ sondern „eine 100:100-Einstellung“.

Es mag nicht bedeutend erscheinen, die Kinder zur Geburtstagsparty zu bringen und seiner Frau ein paar ruhige Minuten zu gönnen, um sich zu erholen, aber es sei „ein Geschenk der Selbsthingabe, dem anderen zu dienen, ohne zu messen, was man dafür zurückbekommt“, schließt MacGrady. „Denn in einer Ehe geht es nicht nur um ein Hin und Her, um Geben und Nehmen. Es geht einfach darum, mit dem Wunsch, voll und ganz zu lieben und zu dienen, zu geben und zu geben.“


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Lesermeinungen

 Christine vor 2 Stunden 

gehorsame Frau

@karlmaria
Es ist ein gegenseitiges Dienen in der Ehe.
Der Mann steht nicht grundsätzlich über der Frau.

Dass der Mann über die Frau herrschen wollen wird, ist eine negative Folge der Erbsünde und darf nicht als Gottes Willen missverstanden werden.

Weisst, wo es keinen Herrn und keinen Diener gibt?
Wo eins dem anderen dient, weil eins das andere liebt!


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 Sarah-Maria vor 5 Stunden 
 

Karlmaria; verzeihen Sie mir bitte den Aufschrei

wollen Sie ernsthaft sagen, dass die Frau dem Manne zu gehorchen hat und nur soviel arbeiten darf, dass der Ehemann pünktlich seine Mahlzeiten und seine Pantoffeln bekommt? Oder die Frau hat dem Manne für ein gutes Leben Untertan zu sein, da er das Geld nach Hause bringt? Auch in unserer Ehe ist mein Mann der Ernährer gewesen und ich habe meinem Mann Essen gekocht. Aber dennoch war ich nie meinem Mann Untertan. Hätte er mich so behandelt, hätte ich ganz schnell das Weite gesucht. Und Heute muss keine Frau unter ihrem Mann stehen! Frauen studieren und sind in leitenden Positionen. Wem das im 21. Jahrhundert nicht gefällt, sollte ganz schnell sein Frauenbild überdenken! Ich kenne hier eine Religiose Gemeinschaft wo der Mann noch so ist, aber mehr und mehr junge Frauen brechen aus weil sie nicht mit 18 heiraten wollen, um dann Hausfrau und Mutter zu sein.


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 Hope F. vor 6 Stunden 
 

1. Ein Ideal 2. @Karlmaria

Solche Männer wünscht man sich. Leider sieht der Alltag oft anders aus. Fakt ist, daß Frauen insbesondere Mütter sehr vielfältige Aufgaben haben und sich auch gerne auffangen lassen wollen, wenn ihnen danach ist. Stattdessen sollen sie auch noch für den Mann da sein. - Karlmanria, was soll das heißen, die Frau muß nur gehorsam sein?


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 Karlmaria vor 7 Stunden 

Jesus Christus hat noch Sein Wasser und Blut gegeben als er schon tot war

Es ist so dass ein Mann seine Frau lieben soll wie Christus die Gemeinde liebt und Sich Selbst für sie dahin gegeben hat. Die Jünger haben als ihnen das Jesus Christus erklärt hat schnell gemerkt dass das eine schwere Aufgabe ist. Da ist es besser nicht zu heiraten sagten sie dann. Aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Die Frau muss da nur gehorsam sein. Das fällt vielen Frauen auch nicht leicht. Die Frauen wollen zum Teil lieber herrschen und leisten dafür viel mehr als sie eigentlich müssten. Herrschen scheint irgendwie attraktiver zu sein und dafür nehmen es viele Frauen in Kauf viel mehr arbeiten zu müssen als es Gottes Wille ist. Gott sagt nur zum Mann im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen. Der große Durcheinanderbringer ist halt am Werk!


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 Sarah-Maria vor 9 Stunden 
 

Interessante Idee

Hätte ich früher auch gern gehabt. Wie ich unsere Töchter beneide; brauchen kein Löffelsystem weil die Aufgabenteilung eine Konstante ist. Sonntag Abend wird der Wochenplan gemacht: alle nennen ihre Termine (Arbeit, Schule, Geburtstagseinladungen, Arzttermine ..) das kommt auf einen großen Plan und jeder Termin wird farblich den Personen zugeordnet. Unsere Schwiegersöhne kochen, waschen und putzen ganz selbstverständlich. Anders ist das bei berufstätigen Eltern auch nicht machbar. Und in den Ferien springen Großeltern oder Freunde fúr die jüngeren Kinder ein. So hätte ich es mir auch gewünscht; aber damals blieb Mutter bei den Kindern zu Hause. War schön, aber die ein oder andere Mark im Geldbeutel für ein neues Kleid wäre auch hilfreich gewesen. Und mein Mann hat nie im Haushalt oder bei den Kindern geholfen.


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