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| ![]() "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"vor 9 Stunden in Jugend, 4 Lesermeinungen P. Elvir Tabaković war in Kroatien ein bekannter Fotograf und Abenteurer. Seine Bekehrung vor 15 Jahren hatte in kroatischen Medien für Aufsehen gesorgt. Jetzt wurde er von Kardinal Müller zum Priester geweiht! Zagreb (kath.net/pl) Elvir Tabaković MSC (Missionare vom Heiligen Kreuz) wurde in der Herz-Jesu-Kirche des Priesterseminars im Zagreber Stadtteil Šalata zum Priester geweiht. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation, stand der Messfeier und der Weihe vor. An der Feier nahmen Priester von fünf Kontinenten teil, was der Weihe einen besonders internationalen und kirchlichen Charakter verlieh. Darüber berichtete das kroatische große private katholische Portal Bitno. Zu Beginn seiner Predigt wandte sich Kardinal Müller auf Kroatisch an die Versammelten und betonte, dass sich bei der heiligen Weihe von Pater Elvir Tabaković „die ganze Kirche im Himmel und auf Erden freut“, da sie einen neuen Priester Jesu Christi empfängt. Im Hinblick auf die Gnade des Weihesakraments hob er hervor, dass Pater Elvir ein „unauslöschliches Siegel“ auf seiner Seele empfangen werde. Anschließend setzte er seine Predigt auf Englisch fort und deutete das Priestertum als sakramentale Gabe, die nicht aus menschlichem Vertrauen, sondern aus dem Ruf und der Sendung Christi hervorgehe, fasst „Bitno“ die Predigt zusammen. An Pater Elvir gewandt erklärte der Kardinal, dass man auf den Ruf Christi nur mit der völligen Bereitschaft antworten könne, sein Leben den Gläubigen zu widmen – ganz nach dem Vorbild Christi, des Guten Hirten. Er erinnerte daran, dass das Priestertum kein Ort sei, um nach eigener Ehre, Macht, Privilegien oder einer Karriere im weltlichen Sinne zu streben, sondern vielmehr ein Ort des Dienstes an der Kirche und dem anvertrauten Volk Gottes. Unter Bezugnahme auf die Frage Christi an Petrus – „Liebst du mich?“ – sagte er zu Pater Elvir, dass Jesus persönlich zu ihm spreche: „Weide meine Schafe, weide meine Lämmer.“ Der priesterliche Weg, so fügte er hinzu, sei kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern der Weg des Kreuzes, der zur Auferstehung und zum ewigen Leben führe. Elvir Tabaković war 1986 in Kupres geboren worden und in Osijek aufgewachsen. Er studierte an der Päpstlichen Universität des Heiligen Thomas von Aquin – dem „Angelicum“ – in Rom; sein Lebensweg war geprägt von der Erfahrung einer Bekehrung, in deren Folge seine priesterliche Berufung heranreifte. Tabaković hatte bereits früher mit „Bitno“ über seinen außergewöhnlichen Lebensweg gesprochen, das Webportal erläutert: Als einer der talentiertesten Fotografen seiner Generation und als Abenteurer bereiste Elvir die Welt; doch die Abenteuer, Partys und Ausflüge, an denen er teilnahm, erschienen ihm zunehmend bedeutungslos und langweilig. „Die Sache ist die: All diese Abenteuer, die ich erlebte, all diese Partys und das Ausgehen begannen, langweilig und öde zu werden. Ich hatte es satt, wollte mir das aber nicht eingestehen. Ich ging zum Kitesurfen, doch schon am dritten Tag langweilte ich mich. Ich begann, mir Fragen über die Zukunft zu stellen. Wie geht es weiter? Werde ich jemals zur Ruhe kommen?“ Dann begegnete er einer wichtigen katholischen Laienpersönlichkeit, Mijo Barada, er hatte einen großen Einfluss auf seine Bekehrung. Tabaković schilderte im Gespräch mit „Bitno“: „Ich traf ihn aus Neugier. Er sagte mir sofort, dass er nicht versuchen würde, mich von irgendetwas zu überzeugen. Ich sehnte mich danach, die Wirkung des Gebets zu sehen – dass jemand für mich oder für jemand anderen betet und ich erlebe, wie das Gebet funktioniert.“ Doch nach diesem Treffen sei er „in eine Reihe von Reisen eingebunden“ gewesen und habe keine Zeit gefunden, „für mich selbst zu klären, was ich da erlebt hatte. Dennoch begann ich aus eigenem Antrieb, bestimmte Arten von Sünden zu meiden. Ich hörte zum Beispiel auf zu fluchen. Es dauerte jedoch ein ganzes Jahr, bis sich all diese Erfahrungen für mich zu einem Ganzen fügten. Ich konnte diese Wahrheit schlichtweg noch nicht ‚ertragen‘ – so wie Jesus es zu seinen Jüngern gesagt hatte. Ich akzeptierte im Prinzip, dass die geistige Realität wahr ist, dass Gott existiert und kein strenger Richter, sondern wahre Liebe ist. Doch ich konnte mich noch nicht frei für eine Bekehrung entscheiden. Im Laufe des Jahres 2011 traf ich mich noch zweimal mit Mijo (…). Ich glaube, das dritte Treffen mit Mijo war entscheidend für meine Bekehrung. Danach begann ich, mich mit Jesus, den Heiligen und dem Glauben zu beschäftigen und darüber zu lesen.“ Für die geistliche Entwicklung von Tabaković spielte auch Medjugorje eine Rolle. „Bitno“ zitiert aus dem früheren Gespräch mit dem heutigen Neupriester: „Als Baby litt ich unter einer lang anhaltenden Gelbsucht. Die Situation war gefährlich; die Ärzte stellten eine sehr schlechte Prognose und befürchteten schwere Schäden an meinem Seh- und Hörvermögen, meinem Nervensystem usw. Eine Ordensschwester, die im Krankenhaus arbeitete, riet meiner Mutter, für meine Gesundheit ein Gelübde an die Muttergottes von Medjugorje abzulegen. Das war zu einer Zeit, als die Wallfahrten nach Medjugorje bereits begonnen hatten – ich bin 1986 geboren. Meine Mutter tat dies, und ich genas ohne bleibende Schäden. Heute glaube ich, dass die Muttergottes mich damals unter ihren Schutz nahm und dass ihre mächtige Fürsprache mich mein ganzes Leben lang begleitet hat. Diese Erkenntnis ihrer Gegenwart kam mir, als ich über Medjugorje las. Im Dezember 2011 reiste ich zum ersten Mal nach Medjugorje.“ Zwei Jahre nach seiner Bekehrung trat Elvir in den Orden der Missionare vom Heiligen Kreuz ein, durchlief die Ordens- und Priesterausbildung und wurde jetzt, 13 Jahre später, zum Priester geweiht.
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