Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  2. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  6. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  11. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  12. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  13. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  14. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  15. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?

Hatte der nun verstorbene Patriarch Ilia II. einen Geburtenboom in Georgien ausgelöst?

24. März 2026 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


2007 hatte ermutigte der georgisch-orthodoxe Patriarch dazu, mehr Kinder zu bekommen, danach stieg die Geburtenrate deutlich an: von ca. 49.000 auf ca. 57.000 im Folgejahr, später sogar auf über 60.000 Kinder. Von Petra Lorleberg


Tiflis (kath.net) Der jüngst verstorbene Patriarch Ilia II. hatte in Georgien tatsächlich einen spürbaren Geburtenboom ausgelöst bzw. stark dazu beigetragen. Der langjährige Katholikos-Patriarch der Georgischen Orthodoxen Kirche Ilia II. (1933–2026) hatte Ende 2007 angekündigt, dass er persönlich jedes dritte und jedes weitere Kind orthodoxer, kirchlich getrauter Ehepaare taufen und/oder Pate werden würde. Das war seine direkte Reaktion auf die extrem niedrige Geburtenrate, hohe Abtreibungsraten und den Bevölkerungsrückgang nach dem Ende der Sowjetunion gewesen.

Was dann folgte, war erstaunlich: Die Geburtenzahl stieg 2008 deutlich an (von ca. 49.000 auf ca. 57.000, später sogar auf über 60.000). Besonders die Dritt- und Mehrgebärten nahmen stark zu – Studien sprechen von einer Verdopplung der dritten Kinder in den Folgejahren. Die nationale Fertilitätsrate (Kinder pro Frau) stieg um etwa 17 % (von ca. 1,8 auf über 2,0 in Spitzenzeiten).


Ilia II. wurde Pate von über 40.000–50.000 Kindern (die Angaben schwanken leicht je nach Quelle). Es gab regelmäßige Massentaufen mit Hunderten oder sogar über 1.000 Kindern gleichzeitig in der Dreifaltigkeitskathedrale in Tiflis.
 Viele Medien (BBC, CNN, The Guardian usw.), georgische Politiker (z. B. Ex-Präsident Saakaschwili) und auch neuere wissenschaftliche Arbeiten (z. B. eine peer-reviewed Studie von 2025) führen diesen Effekt zumindest teilweise auf diese Initiative zurück. Patriarch Ilia genoss in Georgien enormes Vertrauen und die Ehre, dass das eigene Kind vom Patriarchen persönlich getauft und als Patenkind angenommen wird, war ein sehr starker kulturell-religiöser Anreiz. Die Patenschafts-Aktion des Patriarchen gilt als einer der erfolgreichsten nicht-ökonomischen Versuche weltweit, die Geburtenrate in einem modernen Land spürbar anzuheben.
Archivfoto: Patriarch Ilia empfing Papst Franziskus 2016 bei dessen Apostolischer Reise nach Georgien (c) Vatican News


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Geburtenmangel Demoskopie







    Top-15

    meist-gelesen

    1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
    2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
    3. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
    4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
    5. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
    6. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
    7. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
    8. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
    9. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
    10. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
    11. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
    12. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
    13. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
    14. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
    15. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren

    © 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz