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Die Minority-Report-Mentalität oder: 'Von der Schönheit, Faschisten zu töten'

vor 3 Stunden in Kommentar, keine Lesermeinung
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Unsere Mainstream Medien kehren Vergewaltigungen und Morde durch illegale Migranten unter den Tisch, Gewalt gegen dämonisierte Gruppen werden hingegen gerechtfertigt - Gedanken aus dem Auenland von Nikolaus Lobkowicz


Linz (kath.net)

„Mir fällt noch jemand ein, der viele Attentate überlebt hat: Adolf Hitler.“ Diesen Kommentar habe ich in ähnlicher Form bereits nach dem ersten Attentat auf Trump gehört, insbesondere von zornigen Mit-Christen, die es damals empörend fanden, dass Trump öffentlich Gott die Ehre für sein Überleben gegeben hatte. Das sei ein dreister Akt von Instrumentalisierung gewesen, schäumten sie. Genau wie bei Hitler, der ja auch „die Vorsehung“ angeführt habe, um sein eigenes Überleben zu erklären und daraus sozusagen eine bestimmungstechnische Existenzberechtigung zu basteln. Bei Trump sei das genau dasselbe, das sei ja wohl vollkommen eindeutig. 

Dass Hitlers „Vorsehung“ eine Art heidnische Antithese zu dem Gott sein sollte, dem Trump dankte (der Gott Isaaks, Abrahams und Jakobs), scheint in dieser Frage so nebensächlich zu sein, wie es in der Iran-Krieg-Frage zentral ist, die von denselben empörten Christen damit erklärt wird, dass Trump offensichtlich unter dem Einfluss der „Juden-Lobby“ stehe. Für die Dauer-Trump-Empörten unter uns ist es daher „offensichtlich“, dass Trump den Gott der Juden vor den Karren seiner Ambitionen spannen wolle.
Groteske Idee, dass Gott seine Hand bei der doch eher unwahrscheinlichen Rettung DTs vor der Kugel des Mörders von Butler gehabt haben könnte – Gott findet Trump doch sicher mindestens genauso scheiße wie die meisten von uns! 

Nach zwei weiteren Attentaten hört man nunmehr öfters, ziemlich unverhohlen, es sei „fast schade“, dass es schon wieder nicht geklappt habe. 


Trump mit dem Völkermörder Hitler gleichzustellen, ist in Europa mittlerweile nicht nur vollkommen zulässig, sondern so etwas wie ein politisch korrekter Imperativ. Nach dem dritten Attentat muss der Leser europäischer Mainstream-Nachrichten fast den Eindruck gewinnen, Trump sei selber der Täter gewesen. Dass Trump wiederum keine große Freude an einem Europa hat, in welchem er derart grotesk verleumdet wird, muss niemanden wundern – dass dieses (empörte) Erstaunen aber dennoch im Höchstmass vorhanden ist, zeigt einmal mehr auf beeindruckende Weise, wie verwirrt wir mittlerweile sind. An dieser Stelle ist es durchaus spannend, mal genauer hinzuschauen, welchen Ideologien Trump ein besonderes Ärgernis ist – und sich zu überlegen, wie viele Journalisten es im Mainstream heute noch gibt, die nicht mindestens einer dieser Gruppen die Treue geschworen haben:

- „Klimaschutz“, aus deren Sicht gleichbedeutend mit: das Ende der Welt verhindern.
- „Wir schaffen das“ als dauerhaft und grundsätzlich geltendes Barmherzigkeitsprinzip.
- „Die Brandmauer“ und „gegen Rääächts“ – als letztes Bollwerk gegen Mordor.
- Sozialismus** ist, trotz bisheriger katastrophaler Bilanz, immer noch „die richtige Idee“.
- Sexueller Relativismus ist gut; jeder, der damit ein Problem hat, ist schlecht.
- Pro-Choice ist moralisch richtig.

Diese Gruppen haben längst ein Meinungskartell gebildet, das keinen Widerspruch erträgt und solchen auch immer weniger verhohlen nicht duldet (Stichwort Digital Services Act, Hate Speech Gesetze…). Das kann man besonders daran erkennen, wie knallhart diese Gruppen mit Aussteigern umgehen. Kult-Mentalität vom Feinsten. Falls man keiner dieser Gruppen angehört oder ihr zumindest keinen verbalen Tribut zollt, steht man automatisch im Verdacht, „extrem rechts“ oder „ein Faschist“ zu sein; und das spannenderweise -sogar dann, wenn man weder extrem rechts noch faschistisch ist.

Dass besagtes Meinungskartell auch durchaus der Meinung ist, dass Gewalt gegen deren Gegner gerechtfertigt sei, zeigt sich vor allem in der Art, wie Mainstream-Medien über Gewalt gegen „Rechte“ berichten. Im Falle Trumps hat man zunehmend den Eindruck, dass seine Gegner die Zukunft gesehen haben und – ähnlich der Autoritäten in Steven Spielbergs Film „Minority Report“ – nun dafür eintreten, dass ein in der Zukunft stattfindendes Verbrechen präventiv durch die in der Gegenwart stattfindende Eliminierung desjenigen verhindert werden sollte, der das Verbrechen laut ihrer mysteriösen Quelle begehen wird. Die hochspannende moralphilosophische Frage, die in „Minority Report“ gestellt wird, ist von den Vertretern des Meinungskartells längst abschließend beantwortet: Ihnen zufolge ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Trump sich zum König und damit zum Tyrannen der USA krönt – um dann eine Schreckensherrschaft nie gekannten Ausmaßes anzutreten. Mit Gulags für Abtreibungsbefürworter und LGBT-Aktivisten, Todesschwadronen, die Jagd auf politische Gegner machen, Gesetzen gegen Majestätsbeleidigung, Zensur der freien Medien usw. Dass es sich hier um nichts anderes als um eine Umkehr der eigenen feuchten Machtphantasien handelt, ist angesichts der propagandistischen Macht des Meinungskartells durchaus beunruhigend – eines Kartells, das offen die Gewalt der George-Floyd-Unruhen gefeiert hat, denen in den USA immerhin 24 Menschen gewaltsam zum Opfer gefallen sind (Wussten Sie das?). 

Das unlängst in Berlin aufgeführte Theater Stück mit dem Titel „Von der Schönheit Faschisten zu töten“ will ebenfalls dazu beitragen, Gewalt und sogar Mord gegen die anderen zu rechtfertigen. Noch beunruhigender als die zu erwartende linke Gewaltbereitschaft ist allerdings das moralische Phlegma jener, die sich selbst nach wie vor als konservativ bezeichnen. Wenn sogar in dieser Gruppe der mittlerweile dritte Mordversuch auf einen demokratisch gewählten US-Präsidenten mit einem latent der Intention zustimmenden Schulterzucken quittiert wird, dann hat die globale moralische Schieflage einen steilen Winkel erreicht. Wer einen Mordversuch an Donald Trump nicht mehr rundheraus als indiskutabel einordnen kann, der hat seinen moralischen Kompass verloren – ganz egal, wie furchtbar man den amtierenden US-Präsidenten finden mag. 

Unsere Mainstream Medien werden mittlerweile von Leuten bestimmt, deren moralisches Verständnis es einerseits verlangt, Vergewaltigungen und Morde durch illegale Migranten „um der grossen Sachen willen“ unter den Tisch zu kehren, während sie andererseits Gewalt Akte gegen von ihnen dämonisierte Gruppen rechtfertigen. Mordor ist auf dem Vormarsch, und hypnotische Täuschung und Verwirrung sind Sauron‘s effizienteste Waffen. 


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